Château des Ducs de Bretagne

Château des Ducs de Bretagne

Pays de la Loire

85/100120 min

Das Château des Ducs de Bretagne ist eine prächtige historische Burg in Nantes, Frankreich. Sie war vom 13. bis zum 16. Jahrhundert der frühere Wohnsitz der Herzöge der Bretagne. Vor allem im 15. Jahrhundert errichtet, mit Bauteilen aus dem 14. bis 18. Jahrhundert, wurde sie später nach der Vereinigung der Bretagne mit Frankreich im Jahr 1532 zu einer königlichen Festung. Die Burg liegt am rechten Ufer der Loire, die einst die Verteidigungsgräben speiste. Seit 1840 ist sie als Monument historique ausgewiesen und wurde von den 1990er-Jahren an aufwendig restauriert; 2007 eröffnete sie wieder als lebendiger Kulturort. In ihren Mauern befindet sich das Musée d’Histoire de Nantes. Das Museum erstreckt sich über 32 Räume und zeigt über 850 Objekte – es erzählt die Geschichte der Stadt von ihren mittelalterlichen Anfängen über den transatlantischen Sklavenhandel, die Revolutionen, die Industrialisierung und bis in die Moderne. Besucher können außerdem auf einem 500 Meter langen Rundgang entlang der befestigten Wehrmauern spazieren und dabei Panoramablicke auf die Burg und Nantes genießen. Die nächtliche Beleuchtung betont die architektonische Vielschichtigkeit und stärkt so die Präsenz im Stadtraum. Diese Stätte vereint auf einzigartige Weise mittelalterliches Erbe mit zeitgemäßen Museumserlebnissen – und steht damit als wichtiges Symbol für Nantes und die reiche Vergangenheit sowie die sich wandelnde Identität der Bretagne.

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Tipp: Besuchen Sie die Anlage im Frühling oder im frühen Herbst: Dann ist das Wetter angenehm und es ist weniger los. Kaufen Sie Tickets am besten im Voraus online, um Warteschlangen zu vermeiden – besonders bei Sonderausstellungen. Für die Innenhöfe und die Wehrmauern ist der Eintritt täglich von morgens bis abends kostenlos. Ermäßigungen gibt es für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Familien. Geführte Touren und multimediale Angebote bereichern das Museumserlebnis. Für Besucherinnen und Besucher mit Behinderungen stehen barrierefreie Optionen bereit. Abendbesuche bei Beleuchtungs-Events bieten ein spektakuläres visuelles Erlebnis.

Interessante Fakten

  • Der Burggraben wurde ursprünglich von der Loire gespeist, die bis in die 1930er-Jahre direkt neben der Burg verlief.
  • Die Burg war Schauplatz der Unterzeichnung des Edikts von 1532, das die Bretagne unter König François I. mit Frankreich vereinte.
  • Die nächtliche Beleuchtung gewann 2007 den Light Originator Prize im Rahmen des Lumiville Trophy.
  • Das Musée d’Histoire de Nantes im Inneren der Burg enthält eine eigene Abfolge zum transatlantischen Sklavenhandel und spiegelt damit die historische Rolle Nantes als bedeutende Hafenstadt wider.
  • Von den Wehrmauern aus führt ein 500 Meter langer Panoramaspaziergang – mit Blicken auf die historische Anlage und die moderne Stadt Nantes.

Geschichte

Im 13.

Jahrhundert von Guy de Thouars als Verteidigungsfestung gegründet, entwickelte sich das Château des Ducs de Bretagne im späten 15.

Jahrhundert unter François II zur wichtigsten herzoglichen Residenz.

1532

Nach der Hochzeit von Anne de Bretagne mit den französischen Königen Charles VIII und Louis XII wurde die Burg nach der formellen Vereinigung der Bretagne mit Frankreich im Jahr 1532 zu einer königlichen Festung.

Sie diente als militärisches Arsenal, Staatsgefängnis und Residenz des Gouverneurs während des Ancien Régime.

1800

Trotz einer Explosion im Jahr 1800, bei der Teile der Anlage beschädigt wurden, blieb die Burg bis zur Revolution weitgehend erhalten.

1840

1840 wurde sie als historisches Denkmal eingestuft, 1915 an die Stadt übertragen und 1924 in ein Museum umgewandelt.

1990

Ein großes Restaurierungsprojekt von 1990 bis 2007 brachte die Anlage wieder zum Glänzen und richtete das Musée d’Histoire de Nantes innerhalb ihrer Mauern ein.

Ortsführer

1
Das Schloss und die mittelalterlichen Räume14th-17th centuries

Die Räume 1 bis 7 zeigen die Anfänge der Burg, die Geschichte von Nantes und der Bretagne bis ins 17. Jahrhundert – mit mittelalterlicher Architektur und Artefakten.

2
Entstanden aus dem Fluss und dem Meer

Die Räume 8 bis 10 widmen sich dem maritimen Erbe von Nantes und betonen seine Verbindungen zum Fluss und zum Atlantik – entscheidend für die Entwicklung der Stadt in Wirtschaft und Kultur.

3
Ausstellung zum transatlantischen SklavenhandelModern exhibition

Die Räume 11 bis 17 stellen die Geschichte und Auswirkungen des transatlantischen Sklavenhandels dar und würdigen dabei Nantes’ Beteiligung als bedeutender Sklavenhandels-Hafen.

4
Nantes und die RevolutionLate 18th century

Der Raum 18 zeigt, wie Nantes die Französische Revolution erlebte, und hebt politische sowie gesellschaftliche Umbrüche hervor.

5
Industrie- und koloniale Hafenzeit19th-early 20th century

Die Räume 19 bis 25 decken den Zeitraum von 1814 bis 1915 ab. Im Mittelpunkt stehen Nante(s) industrielle Entwicklung und die kolonialen Aktivitäten als bedeutende Hafenstadt.

6
Kriege des 20. Jahrhunderts20th century

Die Räume 26 bis 29 dokumentieren Nante(s) Erfahrungen während des Ersten und Zweiten Weltkriegs – inklusive militärischer und ziviler Perspektiven.

7
Eine Atlantikstadt: Heute und morgen21st century
Pierrick Sorin

Die Räume 30 bis 32 bieten eine zeitgenössische Sicht auf Nantes. Zu sehen sind multimediale Kunstinstallationen wie das Werk von Pierrick Sorin, das die Zukunft der Stadt vorwegnimmt.

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