Kathedrale von Narbonne

Kathedrale von Narbonne

Occitanie

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Die Kathedrale von Narbonne, offiziell als Cathédrale Saint-Just-et-Saint-Pasteur bekannt, ist eine römisch-katholische Kirche in Narbonne, Okzitanien, Frankreich. Sie ist den Heiligen Justus und Pastor gewidmet und gilt als eindrucksvolles Beispiel südgotischer Architektur. Der Bau begann 1272 unter der Leitung des Architekten Jean Deschamps, inspiriert von den großen Kathedralen des Königreichs Frankreich. Trotz des ehrgeizigen Entwurfs blieb die Kathedrale unvollendet: Vollendet wurde nur der Chor, weil die Stadtmauern in unmittelbarer Nähe eine weitere Ausdehnung verhinderten. Das Gewölbe erreicht eine beeindruckende Höhe von 41 Metern und ist damit die viert-höchste in Frankreich. Der Ort hat eine lange Tradition des Gottesdienstes: Er geht auf eine konstantinische Kirche zurück, die um 313 n. Chr. errichtet wurde, und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach wiederaufgebaut. 1840 wurde die Kathedrale als monument historique eingestuft und 1886 zu einer Basilica minor erhoben. Ihre Pracht und der unfertige Zustand spiegeln sowohl die politischen Ambitionen als auch die historischen Herausforderungen des mittelalterlichen Narbonne wider – eine einzigartige Sehenswürdigkeit, die Besucher mit ihren weiten, in die Höhe strebenden Räumen und ihrer geschichtlichen Tiefe begeistert.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kathedrale von Narbonne sind der Frühling und die ersten Monate des Herbstes, wenn das Wetter mild ist und weniger los ist. Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus prüfen, da sie je nach Saison variieren können. Während der Eintritt in der Regel kostenlos ist, lohnt sich der Kauf von Tickets oder Pässen für geführte Touren, um noch tiefer in die Geschichte und Architektur der Kathedrale einzutauchen. Ermäßigungen gibt es oft für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. In den Haupturlaubszeiten wird empfohlen, Touren im Voraus zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • Die Höhe des Gewölbes der Kathedrale von Narbonne beträgt 41 Meter und ist die viert-höchste in Frankreich – nur übertroffen von Beauvais, Amiens und Metz.
  • Ursprünglich sollte die Kathedrale viel größer werden, doch der Bau wurde wegen der Nähe der Stadtmauern gestoppt – sie blieb unvollendet.
  • Der Ort könnte im 8. Jahrhundert während der Umayyaden-Herrschaft eine Moschee beherbergt haben; das wird durch archäologische Funde nahegelegt.
  • Zwei römische Säulen aus dem antiken Forum wurden im Langhaus der Kathedrale wiederverwendet und sind im Kreuzgang zu sehen.
  • 1886 wurde die Kathedrale zur Basilica minor erklärt und 1840 zum monument historique.

Geschichte

313

Der Standort der Kathedrale von Narbonne ist seit etwa 313 n.

Chr.

ein Ort christlichen Gottesdienstes und beherbergte zunächst eine konstantinische Basilika.

441

Nach der Zerstörung durch einen Brand im Jahr 441 wurde sie als Basilika im römischen Stil wiederaufgebaut – zunächst mit Widmung an den Heiligen Genesius und später an die Heiligen Justus und Pastor.

890

Eine karolingische Kathedrale ersetzte sie 890; Teile davon, wie der Glockenturm, sind bis heute erhalten.

1268

1268 ließ Papst Clemens IV., ein ehemaliger Erzbischof von Narbonne, den Bau der heutigen gotischen Kathedrale in Auftrag geben.

1272

Der Bau begann 1272, doch aufgrund der Lage der Stadtmauern wurden das Langhaus und das Querschiff nie fertiggestellt – so blieb die Kathedrale unvollendet.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sie sich vom lokalen religiösen Zentrum zu einem bedeutenden monument historique und zur Konkathedrale des Bistums von Carcassonne und Narbonne.

Ortsführer

1
Der Chor1332
Jean Deschamps (Architekt)

Der einzige vollständig fertiggestellte Teil der Kathedrale ist der Chor vor allem wegen seiner 41 Meter hohen, beeindruckenden Gewölbe, der exquisiten gotischen architektonischen Details sowie der farbenprächtigen Fenster aus Glas bekannt, die den sakralen Raum erhellen.

2
Der Kreuzgang9. Jahrhundert (ursprüngliche karolingische Anlage)
Erzbischof Theodard (Erbauer der karolingischen Kathedrale)

Direkt an die Kathedrale anschließend, bietet der Kreuzgang Reste wiederverwendeter römischer Säulen aus dem antiken Forum und gibt spannende Einblicke in die Schichten der Geschichte des Ortes.

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