Leuchtturm von Cap Ferret

Leuchtturm von Cap Ferret

Nouvelle-Aquitaine

75/10090 min

Der Leuchtturm von Cap Ferret ist ein bedeutendes maritimes Signalfeuer auf der Halbinsel Cap Ferret im Département Gironde im Südwesten Frankreichs. Ursprünglich 1840 errichtet, ist dieser weiße Turm aus Mauerwerk mit einem roten oberen Bereich rund 62 Meter hoch und berühmt für seine markante Architektur sowie seine historische Bedeutung. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1944 von sich zurückziehenden deutschen Truppen zerstört und bis 1947 wurde er nach den ursprünglichen Plänen schnell wiederaufgebaut – einschließlich eines Giebels (fronton) als Denkmal über dem Eingang. Besucher können die 258 Stufen hinaufsteigen, um den weiten Blick über die Bucht von Arcachon, den Ozean und den umliegenden Wald der Landes zu genießen. Im Leuchtturm ist eine Ausstellung untergebracht, die die Entwicklung der lokalen Kartografie, der Navigationstechniken und der maritimen Geschichte zeigt, außerdem gibt es einen Geschenkeshop. Seine Lage auf einer schmalen Landzunge, die den Atlantik von der Bucht von Arcachon trennt, verbunden mit dem Erbe der Austernzucht und seinem natürlichen Charme, macht ihn zu einem einzigartigen Kultur- und Touristenmagneten in der Region Nouvelle-Aquitaine.

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Tipp: Der Leuchtturm ist am besten am späten Vormittag oder am Nachmittag zu besuchen, um klare Panoramablicke zu genießen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen oder die Öffnungszeiten zu prüfen – besonders in der Hauptsaison –, da Besuche je nach Besucherzahlen oder Wetterbedingungen früher schließen können. Der Aufstieg umfasst 258 Stufen. Tragen Sie daher bequeme Schuhe und machen Sie sich auf eine moderat anstrengende Tour nach oben gefasst. Für bestimmte Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Beachten Sie außerdem, dass der Leuchtturm bei extremem Wetter aus Sicherheitsgründen geschlossen sein kann.

Interessante Fakten

  • Über dem Eingang verfügt der Leuchtturm über einen Giebel (fronton) mit Reliefs, die ein Schiff, einen Fisch und einen symbolischen Stern des Leuchtturms zeigen – als Erinnerung an die Einsatzjahre (1840 und 1947).
  • Im Inneren finden sich Mosaike von dem Glasmeister Auguste Labouret, die die Bucht von Arcachon und die Halbinsel Cap Ferret darstellen.
  • Ein im Rahmen des Zweiten Weltkriegs gebautes Bunkerbauwerk im Leuchtturm-Garten ist heute für Besucher geöffnet.
  • Der Leuchtturm steht auf einer Landzunge, die den Atlantischen Ozean von der Bucht von Arcachon trennt – eine Besonderheit der Geografie.
  • 2019 gab der französische Postdienst eine dauerhafte Briefmarke heraus, die den Leuchtturm von Cap Ferret zeigt – im Rahmen einer Serie zu Küsten-Sehenswürdigkeiten.

Geschichte

1792

Der erste Leuchtturm von Cap Ferret wurde zwar schon 1792 geplant, aber erst 1840 als 51 Meter hoher Erhebungsturm gebaut.

1929

1929 wurde er elektrifiziert, was seine Navigationsmöglichkeiten verbesserte.

1944

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten deutsche Truppen den Leuchtturm 1944.

1949

Ein neuer Leuchtturm wurde rasch am selben Standort wiederaufgebaut und 1949 eingeweiht – er bildet das ursprüngliche Design nach, ist jedoch mit 62 Metern höher.

1995

1995 wurde der Leuchtturm automatisiert, sodass keine ständig vor Ort lebenden Leuchtturmwärter mehr nötig waren.

2009

2009 wurde er offiziell als historisches Denkmal eingetragen und so als Teil des kulturellen und architektonischen Erbes bewahrt.

Ortsführer

1
Gipfel des Leuchtturms

Steigen Sie 258 Stufen hinauf, um die Spitze des Leuchtturms zu erreichen, und erleben Sie eine atemberaubende 360-Grad-Panoramasicht auf die Halbinsel Cap Ferret, die Bucht von Arcachon, den Ozean und die umliegenden Naturlandschaften.

2
Ausstellungsräume

Mehrere Räume in den unteren Etagen beherbergen Ausstellungen zur Entwicklung der Kartografie, zu Navigationstechniken und zur maritimen Geschichte, die mit der Region um die Bucht von Arcachon verbunden ist. Interaktive Stationen und historische Karten bereichern das Besuchererlebnis.

3
Eingangs-Giebel (fronton) und Mosaike1947
Auguste Labouret

Am Eingang ist ein verzierter fronton mit historischen Daten und symbolischen Reliefs zu sehen. In der Lobby wiederum befinden sich Mosaike von Auguste Labouret mit Darstellungen lokaler maritimer Szenen – als Würdigung des kulturellen Erbes des Leuchtturms.

4
Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg1940s

In den Gärten des Leuchtturms gelegen, ist diese kleine Befestigung, die während der deutschen Besatzung entstanden ist, für Besucher zugänglich. Sie bietet Einblicke in die Kriegsgeschichte des Ortes.

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