Yaté-Staudamm

Yaté-Staudamm

New Caledonia

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Der Yaté-Staudamm ist ein markanter Wasserkraftbogenstaudamm am Yaté-Fluss in der Gemeinde Yaté in Neukaledonien (Frankreich). 1959 fertiggestellt, ist er der höchste Damm in Neukaledonien und bildet den größten Stausee der Insel: den künstlichen Lac Yaté. Er erstreckt sich über 40 Quadratkilometer. Zur komplexen Anlage gehört ein Bogenstaudamm-Abschnitt mit 60 Metern Höhe und 200 Metern Länge, ein Betonschwerkraft-Teil als Überlauf sowie ein Dammkörper aus Erd- und Gesteinsmaterial. Das Wasser wird über 2.600 Meter lange Druckrohrleitungen zu einer stromabwärts gelegenen Kraftwerksanlage geleitet, die mit vier Francis-Turbinen mit je 17 MW ausgestattet ist und einen durchschnittlichen jährlichen Output von etwa 307 GWh erreicht. Der Damm spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung von rund einem Drittel des Strombedarfs des Territoriums – unter anderem durch die Stromversorgung des Industriewerks SLN-Eramet. Die Errichtung wurde ab Mitte der 1950er-Jahre von der New-Caledonian Society Energy (ENERCAL) vorangetrieben; die Einweihung erfolgte 1959 durch den Staatsminister. Neben der Stromerzeugung sind der Staudamm und sein See bedeutende Orientierungspunkte, die Freizeitmöglichkeiten wie Trailrennen und herrliche Ausblicke bieten – ein Beispiel dafür, wie sich Infrastruktur und Natur in Neukaledonien sinnvoll verbinden.

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Tipp: Besucher sollten erwägen, den Damm in der Trockenzeit zu erkunden – dann sind die Aussichten klarer und die Bedingungen auf den Wegen sicherer. Der Zugang zur eigentlichen Dammstruktur kann zwar eingeschränkt sein, doch in der Umgebung gibt es Möglichkeiten zum Wandern und lokale Veranstaltungen wie das jährliche Trailrennen „Gigawatt d’Enercal“. Es empfiehlt sich, bei den örtlichen Behörden oder bei ENERCAL nach Besucherhinweisen oder speziellen Terminen für Events zu fragen. Eine gute Planung im Voraus und das Sichern etwaiger notwendiger Genehmigungen oder geführter Touren verbessern den Besuch. Für Gruppen oder im Rahmen organisierter Veranstaltungen können Ermäßigungen bzw. Sondertarife verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Der Yaté-Staudamm ist der höchste Damm in Neukaledonien und schafft den größten Stausee auf der Insel, den Lac Yaté, der sich über 40 km² erstreckt.
  • Der Damm trägt ein Wasserkraftwerk mit vier Francis-Turbinen, die zusammen eine Leistung von 68 MW bereitstellen und eine durchschnittliche jährliche Erzeugung von etwa 307 GWh erreichen.
  • Das Überlaufsystem des Damms kann Hochwasser bis zu 5.280 Kubikmeter pro Sekunde abführen; das geschätzte 1.000-Jahres-Hochwasser liegt bei 6.000 Kubikmeter pro Sekunde.
  • Das jährliche Trailrennen „Gigawatt d’Enercal“ startet am Damm und bietet Strecken von 10, 20 oder 30 km auf unwegsamem Gelände.
  • Der Damm liefert ungefähr 20–33% des Stroms in Neukaledonien, einschließlich der Versorgung des Industriewerks SLN-Eramet in Doniambo.

Geschichte

1955

Das Projekt Yaté-Staudamm begann Anfang der 1950er-Jahre mit der Planung durch Coyne et Bellier und der Gründung von ENERCAL im Jahr 1955, um die Bauarbeiten zu überwachen.

Noch im selben Jahr wurde mit der Arbeit begonnen, wobei zahlreiche Arbeiter eingesetzt wurden, die von der Société Générale d'Entreprise rekrutiert wurden.

1958

Der Damm wurde bis 1958 fertiggestellt und in Betrieb genommen; die offizielle Einweihung erfolgte 1959 durch Jacques Soustelle, damals Staatsminister für die Überseegebiete.

Über die Jahrzehnte hinweg ist der Damm eine wichtige Infrastrukturanlage geblieben und unterstützt das industrielle Wachstum sowie den Energiebedarf in Neukaledonien.

Sein Entwurf kombiniert mehrere Dammbauarten, um die örtlichen geographischen und hydrologischen Gegebenheiten abzudecken – und markiert damit einen technischen Meilenstein für die Region.

Ortsführer

1
Bogenstaudamm-Abschnitt1950s
Coyne et Bellier

Der zentrale Bogenstaudamm-Teil ist 60 Meter hoch und 200 Meter lang. Er ist so ausgelegt, dass er das Hauptvolumen des Stauseewassers mit hoher struktureller Effizienz zurückhält.

2
Betonschwerkraft-Überlauf1950s
Coyne et Bellier

Neben dem Bogenstaudamm auf der linken Seite ist der Betonschwerkraft-Abschnitt 61 Meter hoch und 100 Meter lang. Er dient als Hauptüberlauf mit drei Fluttoren.

3
Deich aus Erd- und Gesteinsmaterial (Erdstoff- und Steinschüttdamm)1950s

Dieser Abschnitt erstreckt sich 280 Meter von dem Schwerkraft-Teil stromaufwärts am linken Ufer. Er bietet zusätzlichen Rückhalt sowie Stabilität.

4
Kraftwerksanlage1958

Die stromabwärts entlang des Yaté-Flusses gelegene Kraftwerksanlage beherbergt vier Francis-Turbinen mit je 17 MW. Sie erzeugen Strom mit einer hydraulischen Fallhöhe von 157 Metern.