Friedhof Père Lachaise

Friedhof Père Lachaise

Île-de-France

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Der Friedhof Père Lachaise im 20. Arrondissement von Paris ist der größte Friedhof innerhalb der Stadtgrenzen und zugleich einer der weltweit bekanntesten. Er wurde im frühen 19. Jahrhundert gegründet, erstreckt sich über 44 Hektar und bietet über 70.000 Bestattungsstätten – darunter zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur, Musik und Politik. Der Friedhof ist nach Pater François d'Aix de La Chaise benannt, dem Beichtvater von König Ludwig XIV., dessen frühere Residenz sich einst auf dem Gelände befand. Im Stil des Neoklassizismus ist der monumentale Haupteingang gestaltet, entworfen vom Architekten Étienne-Hippolyte Godde. Er ist mit symbolischen Skulpturen und biblischen Inschriften geschmückt. Der Friedhof ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein kulturelles Wahrzeichen: Jährlich kommen fast 3,5 Millionen Besucher, um die romantischen Denkmäler, aufwendig gestalteten Gräber und die üppige Vegetation zu entdecken. Trotz seiner Beliebtheit als Touristenziel bleibt er ein aktiver Bestattungsort – jedes Jahr finden dort tausende Trauerfeiern statt. Besucher gelangen über fünf Haupteingänge auf das Gelände; jeder wird von nahegelegenen Stationen der Pariser Métro bedient, was den Zugang erleichtert. Die Stätte ist vor allem wegen ihres künstlerischen Erbes und der ruhigen Atmosphäre bekannt – und natürlich als letzte Ruhestätte ikonischer Persönlichkeiten wie Oscar Wilde, Jim Morrison, Édith Piaf und Frédéric Chopin. So vereint Père Lachaise auf besondere Weise Geschichte, Kunst und Erinnerung.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten bei Tageslicht, wenn der Friedhof geöffnet ist: Der Eintritt ist zwar frei, der Ort ist jedoch kein typischer Park und erfordert ein respektvolles Verhalten. Nutzen Sie die offizielle interaktive Karte im Internet, um die bedeutenden Gräber sowie Einrichtungen schnell zu finden. Mehrere Eingänge sind über die Pariser Métro-Linien 2 und 3 erreichbar, wobei die Station Père Lachaise den direkten Zugang bietet. Das Buchen von geführten Touren oder das Herunterladen von Karten im Voraus kann das Erlebnis deutlich verbessern. Vermeiden Sie Besuche während der Trauerzeremonien, um die angemessene Stimmung zu wahren. Am besten erkundet man den Friedhof zu Fuß – so bleibt genügend Zeit, die Skulpturen und historischen Grabstätten in Ruhe zu betrachten.

Interessante Fakten

  • Père Lachaise ist der meistbesuchte Friedhof der Welt und begrüßt über 3 Millionen Besucher pro Jahr.
  • Der Friedhof umfasst mehr als 70.000 Gräber – darunter auch die von bekannten Persönlichkeiten wie Jim Morrison, Oscar Wilde und Édith Piaf.
  • Der Haupteingang wurde 1825 im neoklassizistischen Stil von Étienne-Hippolyte Godde entworfen und eingeweiht.
  • Der Friedhof ist nach wie vor aktiv und beherbergt jedes Jahr fast 10.000 Trauerfeiern.
  • Er bietet etwa 15 Kilometer Wege, gesäumt von aufwendig gestalteten Gräbern und Monumenten.

Geschichte

Ursprünglich war das Gelände ein bewaldeter Hügel namens Mont-Louis.

Im 17.

Jahrhundert wurde es von den Jesuiten erworben und nach Pater François d'Aix de La Chaise, dem Beichtvater Ludwigs XIV., benannt.

Nachdem die innerstädtischen Friedhöfe in Paris im späten 18.

1804

Jahrhundert geschlossen worden waren, richtete die Stadt Père Lachaise im Jahr 1804 als neuen Begräbnisort außerhalb des dicht bebauten Stadtgebiets ein.

Anfangs war die Anlage wenig beliebt – doch die Entwicklung drehte sich, als die sterblichen Überreste berühmter Personen dorthin verlegt wurden und so das öffentliche Interesse geweckt wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte wuchs der Friedhof weiter und entwickelte sich zu einem kulturellen und historischen Wahrzeichen, das die Erinnerung vieler berühmter Persönlichkeiten bewahrt und zugleich die Geschichte von Paris widerspiegelt.

Ortsführer

1
Haupteingang1825
Étienne-Hippolyte Godde

Der monumentale neoklassizistische Haupteingang an der Boulevard de Ménilmontant, entworfen von Étienne-Hippolyte Godde, ist mit symbolischen Skulpturen wie geflügelten Sanduhren und biblischen Inschriften versehen – und setzt so einen feierlichen Ton für die Besucher.

2
Das Grab von Oscar Wilde1897 (Tod)

Ein ikonisches Grab, das von einer modernen Engelsfigur markiert und mit farbenfrohen Mosaikfliesen bedeckt ist. Viele Besucher kommen hierher, hinterlassen Botschaften und Lippenstiftküsse – als Tribut an den berühmten irischen Schriftsteller und Dichter.

3
Das Grab von Jim Morrison1971 (Tod)

Die letzte Ruhestätte des legendären Doors-Frontmanns. Gekennzeichnet durch eine schlichte Steinplatte, wird sie oft von Fans besucht, die mit Blumen und Graffiti ihre Hommage ausdrücken.

4
Das Grab von Édith Piaf1963 (Tod)

Das Grab der gefeierten französischen Chansonsängerin: eher schlicht, aber dennoch ein Ziel vieler Besucher, die ihre Bedeutung für die französische Musik und Kultur besonders schätzen.

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