Montmartre

Montmartre

Île-de-France

90/10090 min

Montmartre, im nördlichen 18. Arrondissement von Paris gelegen, ist eine markante Anhöhe, die 130 Meter über die Stadt ragt. Das Viertel ist für seine bewegte Kunstgeschichte bekannt und war während der Belle Époque Heimat vieler einflussreicher Künstler, darunter Picasso, Monet, Renoir und Van Gogh. Gekrönt wird Montmartre von der ikonischen weißen Kuppel der Basilika Sacré-Cœur, die aus Château-Landon-Steinen erbaut wurde, die durch Regen von selbst weiß werden. Ebenfalls sehenswert ist die alte Kirche Saint Pierre de Montmartre, die auf das Jahr 1147 zurückgeht und Teil einer bedeutenden Abtei war. Die Gegend ist bekannt für ihre engen, steilen Gassen sowie für die Standseilbahn, die den Aufstieg zum Gipfel erleichtert. Historisch gesehen könnte der Name Montmartre entweder von „Mount of Mars“ stammen, also wegen antiker römischer Tempel, oder von „Mount of the Martyrs“, in Verbindung mit der frühen christlichen Geschichte. Heute ist Montmartre mit seiner starken kulturellen Identität eine lebendige Touristenattraktion – mit lebhaftem Nachtleben und Panoramablicken über Paris.

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Tipp: Besuchen Sie Montmartre am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, um weniger Andrang und für die Fotografie weicheres Licht zu genießen. Nutzen Sie die Montmartre Funicular, um das Klettern von 222 Stufen der Rue Foyatier zu vermeiden. Überlegen Sie, Tickets im Voraus für die Basilika Sacré-Cœur zu kaufen, um Warteschlangen zu umgehen. In der Gegend gibt es verschiedene geführte Touren, darunter eine Straßenbahn-Tour mit 14 Stationen und das Petit-train de Montmartre. Je nach Attraktion können Ermäßigungen für Schüler und Senioren verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Montmartre liegt 130 Meter hoch und ist damit der höchste Punkt in Paris.
  • Die Basilika Sacré-Cœur ist aus Château-Landon-Steinen gebaut, die sich bei Wasserkontakt natürlich weiß färben.
  • Saint Ignatius of Loyola und seine Gefährten legten hier 1534 Gelübde ab und gründeten damit den Jesuitenorden.
  • Während der Belle Époque war Montmartre das Zuhause vieler berühmter Künstler, darunter Picasso, Monet, Renoir, Degas, Toulouse-Lautrec und Van Gogh.
  • Mit der Montmartre Funicular können Besucher auf dem Weg zum Gipfel die 222 Stufen sparen.

Geschichte

Die Anfänge von Montmartre reichen bis in die gallo-römische Zeit zurück; archäologische Funde umfassen unter anderem römische Bäder sowie Münzen aus dem 2.

und 3.

Jahrhundert.

Die Kirche Saint Pierre de Montmartre wurde im 6.

850

Jahrhundert gegründet und erstmals 850 urkundlich erwähnt.

Im 12.

Jahrhundert gründete König Louis VI die königliche Abtei von Montmartre.

1860

1860 wurde das Gebiet von Paris eingemeindet und Teil des 18.

Arrondissements.

Der Name hat sich vermutlich aus lateinischen Begriffen entwickelt, die entweder den römischen Gott Mars oder christliche Märtyrer bezeichnen – ein Hinweis auf die mehrschichtige religiöse und kulturelle Geschichte des Ortes.

Ortsführer

1
Basilika Sacré-Cœur1914

Eine markante weiße Basilika mit Kuppel auf dem Gipfel von Montmartre – bekannt für ihre romano-byzantinische Architektur und die Panoramablicke über Paris. Aus Château-Landon-Steinen erbaut, steht sie sinnbildlich für Hoffnung und Glauben; fertiggestellt wurde sie im frühen 20. Jahrhundert.

2
Kirche Saint Pierre de Montmartre6th century

Eine der ältesten Kirchen von Paris: im 6. Jahrhundert gegründet und erstmals 850 erwähnt. Sie gehörte zur königlichen Abtei und hat eine große historische und religiöse Bedeutung.

3
Montmartre Funicular

Ein schräg verlaufender Aufzug, der Besucher von Place Saint-Pierre zum Gipfel nahe Sacré-Cœur bringt – eine bequemere Alternative zum Aufstieg über die 222 Stufen der Rue Foyatier.

4
Künstlerateliers und historische GassenLate 19th to early 20th century

In Montmartres engen, steilen Gassen befanden sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert Ateliers und Werkstätten berühmter Künstler wie Picasso, Modigliani und Toulouse-Lautrec – was zur besonderen, bohèmehaften Stimmung des Viertels beitrug.