
Palais des Beaux-Arts de Lille
Hauts-de-France
Das Palais des Beaux-Arts de Lille ist ein bedeutendes städtisches Museum in Lille, Frankreich, das sich der Bildenden Kunst, der Moderne und der Antikensammlung widmet. Es wurde im frühen 19. Jahrhundert auf Grundlage eines Dekrets von Napoleon I. gegründet, um die Kunst in ganz Frankreich populär zu machen. Damit gehört es zu den größten Kunstmuseen des Landes außerhalb von Paris. Die Anfänge des Museums reichen bis zu den Kunstwerken, die während der Französischen Revolution beschlagnahmt wurden; wichtige Rollen bei Gründung und kuratorischer Arbeit spielten unter anderem Louis Joseph Watteau und sein Sohn François. Das heutige barock anmutende Gebäude wurde von den Architekten Edouard Bérard und Fernand Etienne-Charles Delmas entworfen, 1892 fertiggestellt und in den 1990er-Jahren umfassend renoviert, um die Ausstellungsräume zu modernisieren. Zu den umfangreichen Sammlungen gehören über 72.000 Exponate mit Werken renommierter Künstler wie Raphael, Donatello, Van Dyck, Goya, El Greco, David, Courbet, Toulouse-Lautrec und Rodin. Das Museum beherbergt bedeutende Sammlungen flämischer und niederländischer Gemälde aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, französische Kunst des 19. Jahrhunderts, Skulpturen aus dem Mittelalter und der Renaissance, Keramik, Numismatik sowie Reliefmodelle befestigter Städte nach Vauban. Das Palais des Beaux-Arts bietet außerdem Wechselausstellungen, ein Auditorium, eine Bibliothek und Bildungsworkshops – und ist damit ein kultureller Mittelpunkt in der Region Hauts-de-France.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum an Werktagen oder außerhalb der Schulferien, um Menschenmengen zu vermeiden und das Erlebnis ruhiger zu genießen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders für Wechselausstellungen und Sonderveranstaltungen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Entdecken Sie die digitalen Angebote und Apps des Museums, um Ihren Besuch zu bereichern. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Ausstellungen und Workshop-Zeitpläne.
Interessante Fakten
- •Das Museum ist in Frankreich außerhalb von Paris das größte Kunstmuseum in Bezug auf die Anzahl der ausgestellten Werke.
- •Es umfasst über 72.000 Exponate, darunter Meisterwerke von Raphael, Donatello und Goya.
- •Das Gebäude selbst ist als geschütztes historisches Denkmal gelistet, seit 1975.
- •Das Museum zeigt fünfzehn Reliefmodelle befestigter Städte, die von Vauban entworfen wurden – eine einzigartige Sammlung in Europa.
- •Louis Joseph Watteau, bekannt als der „Watteau von Lille“, war maßgeblich daran beteiligt, die während der Revolution beschlagnahmten Kunstwerke zu katalogisieren und damit die Grundlage für das Museum zu legen.
Geschichte
Das Museum wurde 1792 nach der Französischen Revolution gegründet und zeigte zunächst beschlagnahmte Kunstwerke aus Kirchen und von Emigranten.
1809 öffnete es offiziell für die Öffentlichkeit; anfangs war es in einer ehemaligen Kirche untergebracht, später im Rathaus.
Die Fusion mit dem musée Wicar im Jahr 1866 erweiterte die Sammlungen.
Aufgrund des wachsenden Bestands wurde zwischen 1885 und 1892 ein neuer barock anmutender Palast errichtet, entworfen von Edouard Bérard und Fernand Etienne-Charles Delmas.
Das Gebäude wurde von 1991 bis 1997 umfangreich renoviert: Einrichtungen wurden modernisiert und die Ausstellungsflächen erweitert, um der Größe der Sammlungen Rechnung zu tragen.
Ortsführer
Baroque-Revival Building1892
1892 fertiggestellt, bietet dieser imposante Palast reich verzierte architektonische Details, typisch für den barocken Wiederaufnahmestil, entworfen von Edouard Bérard und Fernand Etienne-Charles Delmas. Er beherbergt die Hauptgalerien und bietet eine eindrucksvolle Kulisse für die Kunstsammlungen.
Antiquities and Renaissance Gallery
Diese Galerie präsentiert Meisterwerke aus der Epoche des Mittelalters und der Renaissance, darunter Arbeiten von Dieric Bouts, Donatello und Veronese. Besucher können religiöse Triptychen, Skulpturen und frühe Ölgemälde bewundern, die die Entwicklung der europäischen Kunst veranschaulichen.
Flemish and Dutch Paintings Collection
Hier befindet sich eine außergewöhnliche Sammlung flämischer und niederländischer Gemälde aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Zu sehen sind unter anderem Werke von Van Dyck, Rubens und Jordaens, die die Vielfalt der Traditionslinien der nordeuropäischen Kunst veranschaulichen.
19th-Century French Art
Diese Sammlung zeigt bedeutende französische Künstler des 19. Jahrhunderts wie Delacroix, Courbet, Corot und Toulouse-Lautrec – und spiegelt die Vielfalt und Innovationskraft der künstlerischen Strömungen dieser Zeit wider.
Temporary Exhibition Hall1997
Ein moderner Raum mit 700 m² im Untergeschoss des Museums, der für wechselnde Ausstellungen gewidmet ist. So können Besucher zeitgenössische und thematische Kunstpräsentationen erleben – über die ständige Sammlung hinaus.
Kontakt
Telefon: 03 20 06 78 28