
La Coupole
Hauts-de-France
La Coupole ist eine weitläufige Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg nahe Saint-Omer im Norden Frankreichs. Sie wurde von Nazi-Deutschland zwischen 1943 und 1944 errichtet und sollte als Startbasis für V-2-Raketen dienen, die auf London und den Süden Englands zielten. Die Anlage umfasst eine gewaltige Betondome-Konstruktion, die über einem Netz aus Tunneln errichtet wurde. Darin befanden sich u. a. Lagerbereiche, Startanlagen und Unterkunftsräume für das Personal. Für Starts im industriellen Maßstab konzipiert, sollte es ermöglichen, Dutzende von V-2-Raketen täglich zu betanken, vorzubereiten und zu starten. Wiederholte alliierte Bombenangriffe während der Operation Crossbow verhinderten jedoch die Fertigstellung, und die Anlage wurde nie einsatzbereit. 1944 von den Alliierten erobert, wurde sie teilweise auf Anordnung von Winston Churchill abgerissen, um eine Wiederverwendung zu verhindern. Nach Jahrzehnten des Verfalls begannen in den 1990er-Jahren Restaurierungs- und Erhaltungsarbeiten, und 1997 öffnete sie als Museum. Heute können Besucher Ausstellungen zur deutschen Besatzung, zum V-Waffen-Programm und zur Erforschung des Weltraums unter dem imposanten Kuppelbau und in den Tunneln entdecken – ein einzigartiger Ort für Geschichte und Bildung.
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Tipp: Besucher werden gebeten, Tickets im Voraus online zu kaufen, um den Einlass sicherzustellen. Das Museum ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr ohne Unterbrechung geöffnet. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Tage außerhalb der geschäftigen Ferien- und Feiertagsphasen, damit es ruhiger ist. Ermäßigungen gibt es für Familien und Gruppen. Geführte Touren und Sonderausstellungen finden in unregelmäßigen Abständen statt – daher empfiehlt sich, für das aktuelle Programm die offizielle Website zu prüfen.
Interessante Fakten
- •La Coupole ist einer der frühesten bekannten Vorläufer moderner unterirdischer Startanlagen (Raketen-Silos).
- •Der Bunker war dafür vorgesehen, Dutzende von V-2-Raketen täglich gegen London und den Süden Englands zu starten.
- •Er wurde in einem stillgelegten Kreide-Steinbruch gebaut, um natürlichen Schutz und Verbergung zu bieten.
- •Während der Operation Crossbow wurde die Anlage stark bombardiert – von 187 Boeing B-17 Flying Fortress-Bombern.
- •Nach dem Krieg wurde der Standort teilweise auf Anweisung von Winston Churchill abgerissen, um eine Wiederverwendung als Militärbasis zu verhindern.
- •Das Museum umfasst heute ein 3D-Planetarium mit der einzigartigen 10K-3D-Technologie, die immersive Weltraum-Shows ermöglicht.
Geschichte
La Coupole wurde in den Jahren 1943–1944 von Nazi-Deutschland als Teil seines V-2-Raketenprogramms gebaut, um London und den Süden Englands zu bombardieren.
Die Anlage entstand in einem stillgelegten Kreide-Steinbruch bei Saint-Omer und besteht aus einer massiven Betonkonstruktion über unterirdischen Tunneln.
Trotz der ambitionierten Planung für Masseneinsätze von Raketen verhinderten schwere alliierte Bombardements im Rahmen der Operation Crossbow die Fertigstellung.
Der Standort wurde im September 1944 von den Alliierten erobert und teilweise auf Anweisung von Winston Churchill abgerissen, um eine Wiederverwendung zu vermeiden.
Bis in die 1990er-Jahre blieb er verlassen, bevor Erhaltungsmaßnahmen den Ort in ein Museum verwandelten – und er 1997 für die Öffentlichkeit öffnete.
Ortsführer
The Concrete Dome1943-1944
Die gewaltige Betonkonstruktion ist das markanteste Element von La Coupole. Sie wurde so geplant, dass die darunterliegenden Bereiche zur Lagerung und zum Start der Raketen vor Luftangriffen geschützt werden.
Underground Tunnel Network1943-1944
Unter der Kuppel liegt ein weit verzweigtes Tunnelsystem, das Lager für V-2-Raketen, Gefechtsköpfe, Treibstoff sowie Unterkunftsräume für das Personal umfasste. Diese Tunnel sollten eine schnelle Betankung und das Starten der Raketen ermöglichen.
Museum Exhibits1997 (museum opening)
Das Museum präsentiert die Geschichte der deutschen Besatzung, das V-2-Raketenprogramm und die Entwicklung der Weltraumforschung. Zu den Exponaten gehören Originalfundstücke, multimediale Präsentationen und anschauliche Bildungsausstellungen.
Kontakt
Telefon: 03 21 12 27 27