
Fort Napoléon des Saintes
Guadeloupe
Das Fort Napoléon des Saintes ist eine historische Befestigungsanlage, die sich auf dem Morne Mire auf der Insel Terre-de-Haut in den Îles des Saintes, Guadeloupe, erhebt. Ursprünglich zwischen 1777 und 1779 als Fort Louis erbaut, sicherte es die Passage des Whales und den Hafen mit seiner Artillerie. 1809 wurde die Festung von britischen Truppen zerstört und später von 1816 bis 1867 zu einer Bastionärfestung unter Napoleon III. wiederaufgebaut – jedoch kam es nie zum Einsatz im Kampf. Nach dem Ende der militärischen Nutzung diente die Anlage als Strafanstalt und als Internierungslager im Zweiten Weltkrieg. Heute wurde sie zu einem Museum umgestaltet, das der Geschichte, Kultur und Umwelt des Archipels gewidmet ist und siebzehn Ausstellungsräume umfasst. Rund um die Festung liegt der Jardin exotique, ein botanischer Garten mit einheimischen Sukkulenten und Leguanen, der Panoramablicke auf den Archipel der Saintes bietet. Die Anlage ist als historisches Denkmal anerkannt und wird von der Association Saintoise de Protection du Patrimoine betreut – eine besondere Mischung aus militärischem Erbe und natürlicher Schönheit.
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Tipp: Besuchen Sie das Fort in der Trockenzeit, dann ist das Wetter angenehm und die Aussicht klarer. Tickets beinhalten den Eintritt ins Museum, in den botanischen Garten sowie geführte Touren. Ermäßigungen gibt es für Kinder, Schüler und Gruppen. Für Schulgruppen oder größere Gruppen wird eine vorherige Buchung empfohlen. Tragen Sie bequeme Schuhe, um das erhöhte Gelände und die Gärten gut zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Fort Napoléon hieß ursprünglich Fort Louis und wurde auf 119 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Morne Mire errichtet.
- •Die Festung wurde 1809 von britischen Truppen zerstört, jedoch zwischen 1816 und 1867 wiederaufgebaut, ohne jemals im Kampf eingesetzt worden zu sein.
- •Während des Zweiten Weltkriegs diente sie als Internierungslager für französische Staatsangehörige italienischer und libanesischer Herkunft unter dem Vichy-Regime.
- •Der botanische Garten zeigt die seltene Melocactus intortus, die lokal als „tête à l'anglais“ oder „mother-in-law's cushion“ bekannt ist.
- •Von der Festung aus hat man Panoramablicke auf eine der schönsten Buchten der Welt: den Archipel der Saintes.
- •Seit dem 15. Dezember 1997 ist sie als historisches Denkmal klassifiziert.
Geschichte
Der Ort wurde erstmals zwischen 1777 und 1779 als Fort Louis befestigt, nachdem die Briten die Saintes von 1759 bis 1763 besetzt hatten.
1805 in Fort Napoléon umbenannt, wurde es 1809 während der Napoleonischen Kriege von den Briten zerstört.
Der Wiederaufbau begann 1816 und endete mit einer Bastionärfestung, die 1867 fertiggestellt wurde und nie in den Kampf zog.
Später diente die Festung als Strafanstalt und während des Zweiten Weltkriegs als Internierungslager.
Nach Jahrzehnten der Verlassenheit begannen in den 1970er-Jahren Restaurierungsarbeiten, die zu seinem heutigen Status als Museum und botanischer Garten führten.
Ortsführer
Die bastionäre Befestigungsanlage1867
1867 fertiggestellt, zeigt diese Bastionärfestung hohe umschließende Mauern und ein Pulvermagazin – ein Beispiel für die fortschrittliche Militärarchitektur des 19. Jahrhunderts, die für eine bessere Verteidigung ausgelegt war.
Museums-Ausstellungen
Siebzehn Räume in den ehemaligen Kasernen zeigen die Geschichte des Archipels der Saintes – darunter Techniken der Navigation, Kolonisierung, endemische Arten und lokale Traditionen, erzählt von sachkundigen Guides.
Jardin exotique du Fort Napoléon
Ein botanischer Garten rund um die Festung, der den einheimischen Sukkulenten gewidmet ist – darunter der Melocactus intortus – und außerdem Leguane beherbergt. Für Besucher bietet er ein einzigartiges Naturerlebnis neben Panoramablicken aufs Meer.
Kontakt
Telefon: 0590 99 58 60