Memorial ACTe
Guadeloupe
Das Memorial ACTe ist ein bedeutender kultureller und erinnerungskultureller Ort in Pointe-à-Pitre in Guadeloupe. Es widmet sich dem kollektiven Gedenken an die Sklaverei und den transatlantischen Sklavenhandel. Das Memorial wurde am historischen Ort der ehemaligen Zuckerplantage Darboussier errichtet und ist gleichermaßen Museum wie auch Zentrum für lebendige Künste und Konferenzen. Die Gedenkstätte beleuchtet die Geschichte der Sklaverei von der Antike bis heute – über sechs Karibik-Archipele mit insgesamt 39 Inseln hinweg. Sie wurde als didaktisches Mittel konzipiert, um Besuchenden eine lange Zeit verdrängte Vergangenheit nahezubringen und das Verständnis für eine gemeinsame menschliche Geschichte zu fördern. Das Museum gilt als eines der ambitioniertesten Mahnmale, die weltweit der Sklaverei gewidmet sind, und wurde für seinen umfassenden und tiefgründigen Ansatz gelobt. Architekturerisch steht es als kulturelles Leuchtfeuer da – ein Symbol für Erinnerung, Bildung und kulturellen Ausdruck. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2015 ist das Memorial ACTe zu einem wichtigen Ort des Nachdenkens und Lernens geworden, der Besuchende aus aller Welt anzieht und Ausstellungen, Bildungsprogramme sowie kulturelle Veranstaltungen beherbergt.
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Tipp: Besuchenden wird empfohlen, ihren Besuch unter der Woche oder in den frühen Morgenstunden zu planen, um Menschenmengen zu vermeiden – besonders an öffentlichen Feiertagen, die an die Abschaffung der Sklaverei erinnern. Wenn möglich, sollten die Tickets im Voraus gekauft werden, da das Museum in den Hauptreisezeiten gut besucht ist. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Das Museum bietet geführte Touren an, die das Erlebnis bereichern, weil sie detaillierten historischen Kontext liefern und die Ausstellungen erklären. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um die umfangreichen Ausstellungen in Ruhe vollständig zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Das Memorial ACTe gilt als das ambitionierteste Mahnmal, das weltweit der Sklaverei gewidmet ist.
- •Das Museum befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerplantage Darboussier, wo die Zwangsarbeit bis ins 19. Jahrhundert hinein fortbestand.
- •Es gibt Ausstellungen zur Sklaverei von der Antike bis zur Moderne – über sechs karibische Archipele hinweg mit 39 Inseln.
- •Die Gedenkstätte wurde 2015 in Anwesenheit mehrerer afrikanischer und karibischer Staats- und Regierungschefs eröffnet.
- •Es erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, darunter den Museumspreis 2017 des Europarats.
- •Der Bürgerrechtsführer Jesse Jackson beschrieb es als das vollständigste und am besten verwirklichte Museum zur Sklaverei weltweit.
Geschichte
Die Idee für das Memorial ACTe entstand 1998 als karibisches Museum, das der Sklaverei und dem Sklavenhandel gewidmet war.
Das Projekt wurde vom Comité international des peuples noirs angestoßen und vom Regionalrat von Guadeloupe unterstützt.
Nachdem 2005 ein wissenschaftliches Komitee gebildet worden war, um den Umfang des Museums festzulegen, begann der Bau 2008 an der Stelle der ehemaligen Zuckerfabrik Darboussier – einem Ort, der historisch mit Zwangsarbeit verbunden war.
Das Memorial wurde am 10.
Mai 2015 vom französischen Präsidenten François Hollande eröffnet, gemeinsam mit Führungspersonen aus Haiti, Senegal, Mali und Benin.
Seitdem hat es international an Anerkennung gewonnen und Auszeichnungen für seinen kulturellen und bildenden Wert erhalten.
2019 wurde das Memorial ACTe zu einer öffentlichen Einrichtung für kulturelle Zusammenarbeit, damit seine fortlaufende Rolle bei der Bewahrung von Kultur und bei der Bildung gesichert bleibt.
Ortsführer
Dauer-Ausstellung
Diese umfangreiche Ausstellung führt Besuchende durch die Geschichte der Sklaverei von der Antike bis in die Gegenwart. Der Fokus liegt dabei auf dem transatlantischen Sklavenhandel und seinen Auswirkungen auf die Karibik und die weitere Welt. Sie nutzt multimediale Darstellungen, Exponate und Zeugnisse, um eine umfassende Erzählung zu schaffen.
Memorial Esplanade2015
Ein Außenbereich für Gedenken und Nachdenken, der sich am Eingang des Museums auf dem historischen Gelände der Zuckerfabrik Darboussier befindet. Er steht symbolisch für das Leid, das versklavte Menschen erduldeten, und dient als Ort für Gedenkveranstaltungen.
Kultur- und Konferenzzentrum
Einrichtungen innerhalb des Memorial ACTe machen Live-Kunst, Konferenzen und Bildungs-Workshops möglich. So wird zeitgenössischer kultureller Ausdruck gefördert, der mit der Geschichte der Sklaverei und ihrem Erbe verbunden ist.
Kontakt
Telefon: 0590 25 16 00