Château du Haut-Barr

Château du Haut-Barr

Grand Est

72/10090 min

Das Château du Haut-Barr ist eine imposante mittelalterliche Festung oberhalb der Stadt Saverne im Département Bas-Rhin in Frankreich. Zunächst um 1100 auf einem Sandsteinfelsen errichtet, der 460 Meter über dem Zorn-Tal und der Elsässer Ebene liegt, erhielt sie aufgrund ihrer beherrschenden Panoramaaussicht den Beinamen „das Auge von Elsass“. Die Burg wurde mehrfach von den Bischöfen von Straßburg erweitert, was ihre strategische Bedeutung beim Kontrollieren der Passage durch die Vogesen zwischen Lothringen und Elsass unterstreicht. Trotz eines Befehls zur Zerstörung nach dem Westfälischen Frieden wurde sie im frühen 18. Jahrhundert im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs wieder besetzt. Die Festung wurde schließlich um 1770 aufgegeben, blieb jedoch bis zur Französischen Revolution teilweise bewohnt. Die Ruinen liegen auf drei markanten Sandsteinvorsprüngen und zeigen die einzigartige Geologie der Region sowie die baulichen Anpassungen an das zerklüftete Gelände. Seit 1874 als monument historique eingetragen, ist die Burg bis heute ein faszinierender Ort für alle, die sich für mittelalterliche Geschichte, militärische Architektur und atemberaubende Landschaften interessieren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Château du Haut-Barr ist der Zeitraum vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst, wenn das Wetter angenehmes Wandern und klare Ausblicke ermöglicht. In der Hauptsaison sollten Besucher Tickets oder Pässe am besten im Voraus kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Die Anlage bietet Ermäßigungen für Gruppen, Studierende und Seniorinnen und Senioren. Tragen Sie festes Schuhwerk, da die Burg auf felsigem Terrain liegt und es einige steile Wege gibt. Frühmorgendliche Besuche sorgen für ruhigere Erlebnisse und ein ausgezeichnetes Licht für die Fotografie.

Interessante Fakten

  • Die Burg trägt den Beinamen „das Auge von Elsass“ wegen der Panoramablicke über die Elsässer Ebene und das Zorn-Tal.
  • Sie steht auf einer Sandsteinformation, die 460 Meter über dem Tal aufragt; dazu gehören drei markante Sandsteinvorsprünge.
  • Der Name „Haut-Barr“ leitet sich von keltischen oder germanischen Wurzeln ab und bedeutet „Höhe“ oder „Gipfel“.
  • Trotz der Befehle zur Zerstörung wurde die Burg im frühen 1700er-Jahrzehnt im Spanischen Erbfolgekrieg wieder besetzt.
  • Seit 1874 ist sie als monument historique gelistet – damit gehört sie zu den frühesten geschützten Kulturstätten in Frankreich.

Geschichte

1100

Das Château du Haut-Barr wurde ursprünglich um 1100 erbaut und erstmals 1112 unter dem Namen Borre urkundlich erwähnt.

Errichtet wurde es von den Bischöfen von Straßburg, um das Zorn-Tal und die umliegende Elsässer Ebene zu überwachen.

Im 14.

Jahrhundert fanden Erweiterungen statt, um die Befestigungen zu verbessern.

1648

Trotz eines Befehls zur Zerstörung nach dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde die Anlage ab 1701 im Spanischen Erbfolgekrieg erneut besetzt.

1770

Die Festung wurde um 1770 aufgegeben, doch Teile blieben bis zur Französischen Revolution bewohnt.

1874

Seit 1874 wird sie als monument historique durch das französische Kulturministerium geschützt.

Ortsführer

1
Hauptfelsen-Burg12. Jahrhundert

Der zentrale Teil der Burg liegt auf dem größten Sandsteinfelsen, der etwa 80 Meter lang ist. In diesem Bereich befinden sich die wichtigsten Verteidigungsanlagen sowie Reste der mittelalterlichen Befestigungen.

2
Markfels-BrückeMittelalter

Eine Steinbrücke verbindet den zentralen Felsen mit dem kleineren südlichen Felsen namens Markfels, der etwa 25 Meter lang ist. Diese Brücke war ein strategischer Durchgang innerhalb der Festung.

3
Nördlicher FelsvorsprungMittelalter

Der nördliche Sandsteinvorsprung ist durch 55 Meter vom zentralen Felsen getrennt und misst 65 Meter in der Länge. Er gehörte zu den erweiterten Befestigungsanlagen und Aussichtspunkten der Burg.

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