Mont Sainte-Odile

Mont Sainte-Odile

Grand Est

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Mont Sainte-Odile ist ein markanter Gipfel in den Vogesen im Osten Frankreichs, gelegen nahe Ottrott im Département Bas-Rhin. Mit 764 Metern Höhe ist er vor allem für die Abtei von Hohenbourg bekannt – ein Kloster, das von Saint Odile gegründet wurde, der Schutzpatronin des Elsass und Tochter des Herzogs Etichon. Die Abtei blickt über die Elsässer Ebene und ist ein bedeutender Wallfahrtsort, der jährlich mehr als eine Million Besucher anzieht. Der Berg ist außerdem berühmt für die „Pagan Wall“ (Mur Païen), eine geheimnisvolle, 11 Kilometer lange antike Steinmauer, die aus etwa 300.000 Blöcken besteht. Über Zweck und Alter wird zwar noch immer diskutiert, doch reichen die Spuren mindestens bis in die Zeit des frühen Mittelalters zurück. Zum Abteikomplex gehören mehrere Kapellen, die Saint Odile und anderen religiösen Persönlichkeiten gewidmet sind, eine barocke Kirche mit einer bemerkenswerten Orgel sowie ein monumentaler Kreuzweg, der vom Keramiker Léon Elchinger geschaffen wurde. An klaren Tagen können Besucher Panoramablicke bis in den Schwarzwald und zu den Berner Alpen genießen. Mont Sainte-Odile ist ein kulturelles Symbol des Elsass – eine gelungene Verbindung aus natürlicher Schönheit, mittelalterlicher Architektur und spiritueller Bedeutung.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch auf Mont Sainte-Odile ist bei klarem Wetter, damit Sie die Panoramaaussichten über die Elsässer Ebene, den Schwarzwald und die fernen Alpen in vollem Umfang genießen können. In der Hauptsaison empfiehlt es sich, Wallfahrts- oder Eintrittskarten im Voraus zu kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Gruppen und Pilger. Für die Erkundung des Abteigeländes, der Pagan Wall und des Kreuzwegs sind bequeme Wanderschuhe empfehlenswert. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für eine ruhigere Atmosphäre und bessere Lichtverhältnisse für Fotos.

Interessante Fakten

  • Die Pagan Wall besteht aus etwa 300.000 Steinblöcken und erstreckt sich über 11 Kilometer rund um das Plateau des Berges.
  • Mont Sainte-Odile zieht ungefähr 1,3 Millionen Besucher pro Jahr an und gehört damit zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten im Elsass.
  • Der Glockenturm der Abtei trägt eine Statue von Saint Odile, die das Elsass segnet. Sie wurde von Alfred Klem geschaffen und beherbergt 31 Glocken – die größte wiegt fünf Tonnen.
  • Der Kreuzweg am Berg wurde von Léon Elchinger zwischen 1933 und 1935 geschaffen und schmückt die felsigen Klippen mit keramischen Stationen.
  • Das Wasser aus der Quelle Sainte-Odile wird traditionell Heilkräfte bei Augenerkrankungen zugeschrieben – verbunden mit der Legende, dass Saint Odile den Felsen mit ihrem Stab getroffen habe.

Geschichte

Die Geschichte von Mont Sainte-Odile reicht mindestens bis ins 7.

Jahrhundert zurück.

Damals ließ Herzog Etichon-Adalric an dieser Stelle eine herrschaftliche Residenz errichten, die später von seiner Tochter, Saint Odile, in ein Kloster umgewandelt wurde.

Die „Pagan Wall“, die das Plateau des Berges umschließt, wurde mit massiven Steinblöcken gebaut.

Ihre Ursprünge sind zwar ungewiss, werden aber allgemein in das frühe Mittelalter datiert – möglicherweise ins 7.

Jahrhundert.

Die Abtei entwickelte sich zu einem berühmten Wallfahrtsziel, besonders für Menschen, die Heilung bei Augenerkrankungen suchten.

Während der Französischen Revolution wurde das Kloster als nationales Eigentum verkauft, jedoch im 19.

Jahrhundert von der Diözese Straßburg wiedererworben und restauriert.

Die Kirche wurde im späten 17.

2006

Jahrhundert im barocken Stil neu errichtet und 2006 von Papst Benedikt XVI.

zur kleinen Basilika erhoben.

Ortsführer

1
Abtei von Hohenbourg7. Jahrhundert (Gründung), wiederaufgebaut 1687-1692 (Kirche)

Die Abtei, die Saint Odile im 7. Jahrhundert gründete, mit einer barocken Kirche, Kapellen, die Saint Odile und anderen Heiligen gewidmet sind, sowie einem Kreuzgang mit Skulpturen. Sie ist das spirituelle Herz der Anlage und ein Wallfahrtsziel.

2
Die Pagan Wall (Mur Païen)Möglicherweise 7. Jahrhundert, frühere Ursprünge werden diskutiert

Eine antike Steinummauerung, die das Plateau des Berges einfasst. Sie ist etwa 11 Kilometer lang und besteht aus zyklopischen Blöcken. Über den ursprünglichen Zweck ist man sich unsicher – möglicherweise diente sie der Verteidigung oder einem Kult.

3
Kreuzweg (Chemin de Croix)1933-1935
Léon Elchinger

Ein monumentaler Weg mit keramischen Stationen, den Léon Elchinger zwischen 1933 und 1935 schuf und der die Felswände um das Abteiplateau herum schmückt.

4
Quelle der Saint Odile

Eine natürliche Quelle unterhalb der Abtei, deren Wasser nach lokaler Überlieferung Heilkräfte besitzt – besonders bei Augenerkrankungen.