
Unterlinden Museum
Grand Est
Das Unterlinden Museum in Colmar, Frankreich, ist ein bedeutendes Kunstmuseum in einem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Besonders bekannt ist es für seine umfangreiche Sammlung von Kunst am Oberrhein aus dem 15. und 16. Jahrhundert, veranschaulicht durch das weltberühmte Isenheimer Altarwerk, das in der ehemaligen Klosterkirche ausgestellt ist. Die Sammlungen decken einen breiten historischen Zeitraum ab – von archäologischen Funden über Kunst des Mittelalters bis hin zu Kunsthandwerk sowie beliebten elsässischen Traditionen. Seit 2015 werden moderne und zeitgenössische Werke in einem markanten, von Herzog & de Meuron entworfenen Erweiterungsbau präsentiert, der die historischen Strukturen des Kreuzgangs und des Konvents ergänzt. Die Ursprünge des Museums reichen bis ins Jahr 1853 zurück, als die ehemaligen Klostergebäude umgenutzt wurden, um regionale Kunstwerke und Objekte unterzubringen, die während der Französischen Revolution beschlagnahmt worden waren. Das Museum wird von der Société Schongauer verwaltet und trägt offiziell die Bezeichnung „Musée de France“, was seine kulturelle Bedeutung unterstreicht. Besucher können abwechslungsreiche Ausstellungen entdecken – von gallo-römischen Mosaiken bis zur französischen und deutschen Kunst der Moderne des 20. Jahrhunderts, einschließlich Werken von Monet, Picasso und Dubuffet. Das Unterlinden Museum bietet damit eine einzigartige Reise durch die Kunstgeschichte in einem außergewöhnlichen architektonischen Rahmen – mit mittelalterlichem Erbe und zeitgenössischer Kreativität zugleich.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum von Mittwoch bis Montag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr, letzte Einlasszeit ist 17:30 Uhr; dienstags und an bestimmten Feiertagen ist es geschlossen. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Tickets im Voraus online zu kaufen. Das Museum bietet Ermäßigungen für berechtigte Besucher. Ein Besuch im Frühling oder Herbst macht das Erkunden in Colmars mildem Klima besonders angenehm. Prüfen Sie die offizielle Website auf Wechselausstellungen und besondere Veranstaltungen, um Ihren Besuch zu bereichern.
Interessante Fakten
- •Das Isenheimer Altarwerk, das berühmteste Werk des Museums, ist ein Meisterwerk der religiösen Kunst des frühen 16. Jahrhunderts, geschaffen von Matthias Grünewald.
- •Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert und bewahrt gotische Architektur, darunter einen Kreuzgang und die alte Klosterkirche.
- •Die moderne Erweiterung, die die Sammlung zeitgenössischer Kunst beherbergt, wurde von den renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfen und 2015 eröffnet.
- •Zu den Sammlungen des Museums zählt ein gallo-römisches Mosaik aus dem 3. Jahrhundert, das in Bergheim entdeckt wurde – ein Hinweis auf die jahrhundertealte Geschichte der Region.
- •Die Société Schongauer, die das Museum betreibt, begleitet dessen Entwicklung seit über 150 Jahren und stellt dabei den Erhalt des regionalen Kulturerbes in den Mittelpunkt.
Geschichte
Das Unterlinden Museum befindet sich in einem ehemaligen Dominikanerkloster aus dem 13.
Jahrhundert in Colmar.
Nachdem die Nonnen während der Französischen Revolution gegangen waren, dienten die Gebäude bis Mitte des 19.
Jahrhunderts als Militärkaserne.
Das Museum wurde 1853 von der Société Schongauer gegründet, um regionale Kunstwerke zu bewahren, darunter auch jene, die während der Revolution beschlagnahmt worden waren.
Im Laufe der Zeit erweiterten sich die Sammlungen um Kunst des Mittelalters, archäologische Funde, Kunsthandwerk und moderne Kunst.
2015 wurde eine moderne Erweiterung von Herzog & de Meuron hinzugefügt, um die Sammlungen zeitgenössischer Kunst aufzunehmen – ein bedeutender Entwicklungsschritt in der Geschichte des Museums.
Ortsführer
Isenheimer Altarwerk1512-1516
Dieses ikonische Altarwerk aus dem frühen 16. Jahrhundert von Matthias Grünewald ist das Herzstück des Museums. Es ist berühmt für seine kraftvollen und dramatischen religiösen Bildmotive. Ausgestellt ist es in der ehemaligen Klosterkirche – so können Besucher seine spirituelle und künstlerische Bedeutung in einem stimmigen historischen Rahmen erleben.
Mittelalterlicher Kreuzgang und Klosterarchitektur13th century
Das Museum ist um den gut erhaltenen gotischen Kreuzgang und die Klostergebäude des Dominikanerordens aus dem 13. Jahrhundert zentriert und bietet einen Einblick in das Leben mittelalterlicher Mönche und in die Architektur im Elsass.
Erweiterung für Moderne und Zeitgenössische Kunst2015
Entworfen von Herzog & de Meuron und 2015 eröffnet, beherbergt dieser moderne architektonische Anbau die Sammlung von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im Museum – darunter Werke von Monet, Picasso und Dubuffet. So verbindet er historische und zeitgenössische Ausdrucksformen der Kunst.
Archäologische Sammlung
In der Museumsunterkellerung gelegen, umfasst diese Sammlung Fundstücke aus verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte in der Region – darunter Alltagsgegenstände und Grabbeigaben, einschließlich eines bemerkenswerten gallo-römischen Mosaiks aus dem 3. Jahrhundert aus Bergheim.
Kunsthandwerk und elsässische Traditionen
Die Ausstellungen im ersten Stock zeigen eine vielfältige Auswahl an Kunsthandwerk – darunter Möbel aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, Fayence, Porzellan sowie Arbeiten von Goldschmieden (religiös und weltlich). Ergänzt wird das Ganze durch Präsentationen elsässischer kulinarischer und volkstümlicher Traditionen.
Kontakt
Telefon: 03 89 20 15 50