Anse Betsy, Historischer Ort der Robbenfänger

French Southern Territories

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Der Historische Ort der Robbenfänger Anse Betsy liegt auf den Kerguelen-Inseln, einem abgelegenen subantarktischen Archipel, das auch als Desolation Islands bekannt ist. Der Ort bewahrt Relikte aus der Zeit der Robbenjagd, die von 1781 bis 1922 dauerte. In dieser Zeit jagten britische, amerikanische und norwegische Robbenfänger die lokalen Robbenbestände fast bis zum völligen Aussterben. Zum Gelände gehören Überreste wie Try- Pots, Hüttengerüste, Gräber und Inschriften, die vom harten Leben und den Tätigkeiten der Robbenfänger in dieser isolierten Umgebung zeugen. Die Kerguelen-Inseln selbst zeichnen sich durch ein raues, kühles Klima aus: häufige starke Winde und unruhige See, und das ganze Jahr über bleibt es eisfrei. Obwohl es keine indigene Bevölkerung gibt, wurden die Inseln in unregelmäßigen Abständen von Wissenschaftlern und Militärangehörigen bewohnt. Anse Betsy steht als Zeugnis der intensiven Ausbeutung von Meeres­säugern während der Robbenjagd und der Widerstandskraft der Natur, die nach dem Ende solcher Aktivitäten geblieben ist. Ein Besuch vermittelt einen Einblick in die schwierige menschliche Geschichte an einem der abgelegensten Orte der Erde.

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Tipp: Aufgrund der extremen Abgeschiedenheit und der rauen Wetterbedingungen auf den Kerguelen-Inseln erfordern Besuche bei Anse Betsy eine sorgfältige Planung und sind in der Regel Teil organisierter wissenschaftlicher oder Expedition-Kreuzfahrten. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Monate des Südlichen Sommers, wenn das Wetter milder ist und die See weniger ruppig. Eine vorherige Planung und Genehmigungen sind erforderlich, und Besucher sollten sich auf begrenzte Infrastruktur und Selbstversorgung einstellen. Eine Buchung über autorisierte Anbieter sowie das vorherige Prüfen auf etwaige Vorgaben oder Einschränkungen zum Naturschutz wird empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Kerguelen-Inseln gehören zu den abgelegensten Orten der Erde: Das nächstgelegene bewohnte Land liegt über 3.300 km entfernt.
  • Während der Robbenjagdzeit wurden rund um das Archipel 284 Robbenjagdbesuche registriert, wobei neun Schiffe bei Schiffbrüchen verloren gingen.
  • James Kerguelen Robinson, der erste Mensch, der südlich der Antarktischen Konvergenz geboren wurde, wurde 1859 auf einem Robbenfangschiff nahe den Inseln geboren.
  • Die Robbenfangaktivitäten dezimierten die Bestände von Fell- und See-Elefanten stark; seit dem Ende der Robbenjagd haben sich viele Arten jedoch wieder zu erholen begonnen.
  • Relikte wie Try- Pots und Hüttengerüste in Anse Betsy liefern einen greifbaren Beleg für das frühe Robbenfängerleben unter extremen Bedingungen.

Geschichte

1772

Die Kerguelen-Inseln wurden 1772 offiziell von dem französischen Seefahrer Yves-Joseph de Kerguelen-Trémarec entdeckt, der sie für Frankreich in Anspruch nahm.

Schon bald nach der Entdeckung entwickelten sich die Inseln zu einem Stützpunkt für Walfänger und Robbenfänger aus Großbritannien, Amerika und Norwegen.

1781

Die Zeit der Robbenjagd an Anse Betsy und an anderen Orten dauerte von 1781 bis 1922.

In dieser Phase wurden die Robbenbestände stark ausgebeutet, was dazu führte, dass Arten wie Fellrobben und See-Elefanten fast ausstarben.

Mehrere Robbenfangschiffe gingen in den tückischen Gewässern unter, und einige Besatzungsmitglieder waren jahrelang gestrandet.

Im 19.

Jahrhundert wurden die Inseln gründlicher vermessen, und das Erbe der Robbenjagd hinterließ sichtbare Spuren, die heute noch in Anse Betsy erhalten sind.