
Kirche Saint Michael, Rikitea
French Polynesia
Die St. Michael’s Cathedral liegt auf der Insel Mangareva in den Gambier-Inseln von Französisch-Polynesien. Es handelt sich um eine historische neogotische Kirche, die zwischen 1839 und 1848 von katholischen Missionaren der Congregation of the Sacred Hearts of Jesus and Mary erbaut wurde. Die Errichtung erfolgte unter der Leitung von Father Cyprien Liausu mit der Arbeit lokaler Arbeiter und der Laienbrüder Gilbert Soulié und Fabien Costes. Die Kathedrale ist vor allem wegen ihrer beeindruckenden Größe bekannt: Sie ist 48 Meter lang und 18 Meter breit, bietet Platz für 1.200 Personen und ist damit die größte Kirche im Südpazifik. Der Korallenkalk und der Kalkputz wurden mühsam per Floss von nahegelegenen Steinbrüchen angeliefert. Architektonisch besitzt sie zwei Türme, die in den Jahren 1847–48 entstanden, und ein reich verziertes Inneres mit Perlmutt- und Schwarzperlen-Engravings, besonders am Altar. Die Kathedrale beherbergt außerdem bedeutende Grablegen, darunter die von François Caret sowie von King Maputeoa von Mangareva. Nach einer umfangreichen Erneuerung, die 2011 abgeschlossen wurde, ist die Kathedrale weiterhin eine aktive Pfarrkirche und ein bedeutendes kulturelles sowie religiöses Wahrzeichen der Region.
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Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt so planen, dass sie die Kathedrale tagsüber besuchen, um das filigrane Perlmutt-Interieur und die Architektur aus Korallenkalk in voller Schönheit zu erleben. Aufgrund einer begrenzten Besucher-Infrastruktur wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen. Da die Kathedrale regelmäßig für den Gottesdienst geöffnet ist, sollten Sie die Zeiten prüfen, um Unterbrechungen zu vermeiden. Der Eintritt ist zwar in der Regel frei, doch Spenden und Unterstützung für die laufenden Erhaltungsmaßnahmen sind sehr willkommen. Die beste Zeit für einen Besuch ist die Trockenzeit – dann sind die Wetterbedingungen besonders günstig.
Interessante Fakten
- •Die St. Michael’s Cathedral ist die größte Kirche im Südpazifik und bietet Platz für bis zu 1.200 Menschen.
- •Der Korallenkalk und der Kalkputz der Kathedrale wurden per Floss von weit entfernten Steinbrüchen auf der Insel Mangareva transportiert.
- •Das Innere ist mit detailreichen Perlmutt- und Schwarzperlen-Engravings gestaltet – eine seltene künstlerische Technik in der Kirchenausstattung.
- •Geschickte einheimische Arbeiter aus Mangareva, die beim Bau der Kathedrale halfen, arbeiteten später auch an der Notre Dame Cathedral in Papeete sowie am Point Venus beacon in Tahiti.
- •Die Kathedrale enthält das Grab von King Maputeoa, dem Herrscher von Mangareva, der 1857 starb.
Geschichte
Der Grundstein der St.
Michael’s Cathedral wurde am 17.
Januar 1839 gelegt, und das Grundstück wurde im April desselben Jahres von Bischof Étienne Jérôme Rouchouze gesegnet.
Die Kathedrale wurde von Missionaren und einheimischen Arbeitern über nahezu ein Jahrzehnt hinweg errichtet und wurde zu einem zentralen religiösen Ort auf den Gambier-Inseln.
Der Besuch von Bischof Florentin-Étienne Jaussen im Jahr 1849 hob die Fertigkeiten der lokalen Arbeiter hervor, die später auch an weiteren bedeutenden Bauten in Tahiti mitwirkten.
Ab 2009 fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, und 2011 wurde die Kathedrale wiedereröffnet – mit Erhalt ihrer historischen und architektonischen Substanz.
Ortsführer
Hauptschiff und Altar1839-1848
Das Hauptschiff der Kathedrale ist weitläufig und bietet Platz für 1.200 Gottesdienstbesucher. Der Altar ist aufwendig mit feinen Perlmutt- und Schwarzperlen-Engravings verziert und zeigt eine exzellente Handwerkskunst, die für die Region einzigartig ist.
Zwillingstürme1847-1848
Die beiden Türme, die zwischen 1847 und 1848 errichtet wurden, ragen bis zu einer Höhe von 21 Metern empor und prägen die imposante neogotische Silhouette der Kathedrale.
Kapelle St. Pierre, AtititoaMitte des 19. Jahrhunderts
Eine separate Kapelle innerhalb des Kirchenkomplexes, die das Grab von King Maputeoa beherbergt – einer wichtigen historischen Persönlichkeit von Mangareva.
Krypta unter dem AltarMitte des 19. Jahrhunderts
Die Begräbnisstätte von François Caret, einem Missionskollegen von Bishop Laval, befindet sich unter dem Altar. Sie spiegelt die religiöse Geschichte der Kathedrale wider.