Guiana Space Centre

Guiana Space Centre

French Guiana

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Das Guiana Space Centre (CSG) nahe Kourou in Französisch-Guayana ist ein führender europäischer Raumhafen und seit 1968 in Betrieb. Die strategische Lage nahe am Äquator ermöglicht effiziente Starts in geostationäre und nahezu-äquatoriale Umlaufbahnen – dabei wird die Rotation der Erde genutzt, um den Treibstoffverbrauch zu senken. Die Anlage wird vom CNES betrieben und von der European Space Agency (ESA) verwaltet. Dort starten Raketen im Betrieb von Arianespace, darunter Träger wie Ariane 6, Vega und zuvor auch Soyuz-2. Das Gelände umfasst hochmoderne Einrichtungen wie die Endmontagehalle für Ariane 5, das Vega-Startgelände und das Jupiter Mission Control Centre. Die Lage des Raumhafens direkt am Atlantischen Ozean erhöht die Sicherheit, da das Risiko für bewohnte Gebiete minimiert wird. Über die Jahrzehnte war das Zentrum für die europäischen Raumfahrtziele entscheidend und unterstützte kommerzielle, staatliche und wissenschaftliche Missionen – darunter auch den Start des James Webb Space Telescope. Die Anlage wird weiter ausgebaut: Mit der Reaktivierung des ALD/ELM Multi-launcher-Pads macht man Platz für neue Micro-Rauncher. Außerdem spielt das Zentrum eine bedeutende wirtschaftliche Rolle in Französisch-Guayana und beschäftigt einen beträchtlichen Anteil der lokalen Arbeitskräfte.

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Tipp: Besucher des Guiana Space Centre sollten ihre Reise rund um die geplanten Starts legen, um das Erlebnis in vollen Zügen genießen zu können. Es wird empfohlen, Führungen oder Tickets im Voraus zu buchen, da der Zugang kontrolliert und manchmal begrenzt ist. Das tropische Klima in der Region spricht dafür, außerhalb der Regenzeit zu kommen. Je nach Angebot können Rabatte für Gruppen oder Bildungsbesuche verfügbar sein. Beachten Sie, dass aus Sicherheits- und Sicherheitsgründen einige Bereiche eingeschränkt sind – geführte Touren bieten daher den besten Zugang und die spannendsten Einblicke.

Interessante Fakten

  • Das Guiana Space Centre liegt nur 5 Grad nördlich des Äquators und gehört damit zu den effizientesten Startplätzen weltweit – dank der Rotationsgeschwindigkeit der Erde.
  • Es kann Nutzlasten von über 10.000 kg in eine geostationäre Transferbahn bringen und damit viele andere Raumhäfen übertreffen.
  • Das Zentrum bietet Starts für verschiedene Raketentypen an, darunter Ariane, Vega und früher auch Soyuz-2.
  • Der ursprünglich 1969 für die Diamant-Rakete gebaute Startplatz wird für neue Micro-Rauncher reaktiviert – ein Zeichen dafür, wie sich die Rolle der Anlage weiterentwickelt.
  • Durch die Lage direkt am Atlantischen Ozean fallen Raketen-Trümmer ins Meer, was die Sicherheit für die nahegelegenen Gemeinden erhöht.

Geschichte

1964

1964 ausgewählt, um Frankreichs früheren Startplatz in Algerien nach dessen Unabhängigkeit zu ersetzen, wurde das Guiana Space Centre 1968 eröffnet, um französische und europäische Raketenstarts zu unterstützen.

In den 1970er-Jahren wurde es zur wichtigsten Startbasis der European Space Agency und trug damit zur Entwicklung und zum Einsatz der Ariane-Raketen bei.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Zentrum mit neuen Startplätzen und Anlagen weiterentwickelt, sich an technologische Fortschritte angepasst und die kommerziellen Aktivitäten der Raumfahrt ausgeweitet.

2017

Besonders bemerkenswert: 2017 kam es während der sozialen Unruhen in Französisch-Guayana vorübergehend zu einer Besetzung der Anlage, was zu einem staatlichen Entlastungsplan führte.

In den letzten Jahren wurden zudem die Infrastruktur für Ariane 6 ergänzt und Pläne umgesetzt, um neue Unternehmen im Bereich der Micro-Rauncher zu unterstützen.

Ortsführer

1
Ariane 5 Final Assembly Building1990s

Diese Einrichtung ist der Ort, an dem die Ariane-5-Raketen montiert und für den Start vorbereitet werden. Sie zeigt fortschrittliche Prozesse der Luft- und Raumfahrttechnik sowie der Integration.

2
Vega Launch Pad2012

Ein eigener Startplatz für die Vega-Rakete, ausgelegt für leichtere Nutzlasten. Seit 2012 in Betrieb und unterstützt sowohl wissenschaftliche als auch kommerzielle Missionen.

3
Jupiter Mission Control Centre2010s

Das Kommandozentrum, das Starts überwacht und steuert – darunter auch bemerkenswerte Missionen wie der Start des James Webb Space Telescope im Jahr 2021.

4
ALD/ELM Multi-launcher Launch Complex1969 (original), reactivated from 2019

Ursprünglich 1969 für die Diamant-Rakete gebaut, wird diese Startanlage reaktiviert, um mehreren neuen Micro-Rauncher-Unternehmen zu dienen. Das spiegelt die Modernisierung des Zentrums wider.

Kontakt

Telefon: 0594 33 77 77