Lavezzi-Inseln

Lavezzi-Inseln

Corse

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Die Lavezzi-Inseln liegen in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien und bilden ein bemerkenswertes Archipel aus kleinen Granitinseln und vorgelagerten Riffen. Die Verwaltung erfolgt von Bonifacio in Corse-du-Sud (Frankreich) aus. Zum Archipel gehören mehrere Eilande wie Lavezzu, Cavallo (die einzige bewohnte Insel), Piana, Ratino, Porraggia und Sperduto. Die Inseln bieten einige der klarsten türkisfarbenen Gewässer im Mittelmeer – ein Paradies für Naturfreunde und Schnorchler. Historisch sind sie vor allem wegen des tragischen Schiffsunglücks von 1855 mit der französischen Fregatte Sémillante bekannt, das durch zwei Gedenk-Friedhöfe auf Lavezzu erinnert wird. Archäologische Funde belegen eine menschliche Besiedlung bis zurück in die Jungsteinzeit, darunter Felsunterstände, ein römischer Hafen und eine Kapelle aus dem 7. Jahrhundert. Das Archipel wurde 1982 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört seit 1999 zum Internationalen Meerespark der Straße von Bonifacio. So wird die reiche Meeresbiodiversität sowie die Vogelkolonien geschützt – darunter auch die Puffinarten von Scopoli (Scopoli's shearwaters), deren Bestände von den Schutzmaßnahmen profitiert haben. Die Inseln dienten außerdem als Drehort für bekannte Filme wie „Manina, la fille sans voiles“ von Brigitte Bardot. Die Anreise ist ausschließlich per Boot ab Bonifacio möglich; wegen der schmalen Kanäle ist eine sorgfältige Navigation erforderlich. Die Kombination aus unberührter Natur, historischer Bedeutung und ökologischer Wichtigkeit macht die Lavezzi-Inseln zu einem einzigartigen Reiseziel im Mittelmeer.

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Tipp: Besuchen Sie die Lavezzi-Inseln im Spätfrühling bis in den frühen Herbst für bestes Wetter und klares Wasser. Die Anreise ist nur per Boot ab Bonifacio möglich, eine Fähre braucht etwa 20 Minuten. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Besucher sollten die geschützten Bereiche des Naturschutzgebiets respektieren und sich an die ausgewiesenen Wege halten. Schnorcheln und leichtes Tauchen gehören zu den beliebtesten Aktivitäten – besonders auf dem Unterwasserlehrpfad und an der Stelle „Mérouville“. Beachten Sie, dass nur auf ausgewählten Inseln gelandet werden darf, darunter Lavezzu, Piana und Cavallo. Für private Bootsfahrer können die Kanäle knifflig sein – daher ist Vorsicht geboten.

Interessante Fakten

  • Die Lavezzi-Inseln sind der südlichste Punkt des französischen Festlands (Metropolitan France).
  • Zwischen 255 und 400 Brutpaare von Scopoli's Sturmschwalben (Scopoli's shearwaters) brüten jährlich auf Lavezzu, mit höherem Erfolg nach der Ausrottung invasiver schwarzer Ratten im Jahr 2000.
  • Das Archipel diente als Drehort für den Film „Manina, la fille sans voiles“ von Brigitte Bardot aus dem Jahr 1952.
  • Die französische Fregatte Sémillante sank 1855 in der Nähe der Inseln – eines der tödlichsten Schiffsunglücke in der Geschichte der französischen Marine.
  • Auf Lavezzu gibt es zwei Gedenk-Friedhöfe, die den Opfern des Sémillante-Schiffsunglücks gewidmet sind.

Geschichte

Für die Lavezzi-Inseln gibt es Hinweise auf menschliche Aktivitäten, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen: Auf dem Gelände wurden Felsunterstände entdeckt.

In der römischen Zeit gab es hier einen Hafen, und im 7.

Jahrhundert wurde eine Kapelle errichtet.

1855

Historisch ist das Archipel vor allem durch das Untergehen der französischen Fregatte Sémillante im Jahr 1855 geprägt – dabei gab es viele Opfer; den Verstorbenen wird in zwei Friedhöfen auf Lavezzu gedacht.

1982

1982 wurden die Inseln als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und seit 1999 gehören sie zum Internationalen Meerespark der Straße von Bonifacio – ein Zeichen für ihre ökologische und kulturelle Bedeutung.

Ortsführer

1
Lavezzu-Insel1874

Die zweitgrößte Insel des Archipels ist die Heimat der Gedenk-Friedhöfe für die Opfer des Schiffsunglücks mit der Sémillante sowie eines historischen Leuchtturms, der 1874 errichtet wurde. Sie ist ein Kernbereich des Naturschutzgebiets und ein Brutgebiet für Seevögel.

2
Cavallo-Insel

Die einzige bewohnte Insel im Archipel bietet zwei kleine Eilande: San Baïnso und Camaro Canto. Cavallo ist vom Naturschutzgebiet ausgeschlossen und ermöglicht nur einen begrenzten Besuch, unter anderem mit einigen privaten Wohnhäusern.

3
Unterwasserlehrpfad und Mérouville-Stelle

Ein beliebter Schnorchel- und Spot fürs leichte Tauchen mit einem versunkenen Pfad in etwa zwei Metern Tiefe. Die Gegend ist bekannt für Sichtungen großer Zackenbarsche (große groupers) – manche wiegen bis zu 40 Kilogramm.