Maison Picassiette

Maison Picassiette

Centre-Val de Loire

65/10060 min

Maison Picassiette ist ein beeindruckendes Beispiel für naive Architektur in Chartres, Frankreich. Das Haus wurde vollständig mit Mosaiken aus zerbrochener Keramik und Glas geschmückt, in Zement eingelassen, von Raymond Isidore, einem städtischen Arbeiter, der als Picassiette bekannt war. Über viele Jahre verwandelte Isidore sein Zuhause und seinen Garten in ein lebendiges Mosaik-Kunstwerk: Er bedeckte Wände, Decken, Möbel und Außenbereiche. Die Innen-Fresken zeigen Szenen aus Mont Saint-Michel, Chartres und aus der umgebenden Landschaft, verziert mit Gänseblümchen-Motiven, die aus zerbrochenen Tellern gefertigt sind. Die Mosaiken außen umfassen Darstellungen des ehemaligen Guillaume Gate, zwei symbolische weibliche Figuren namens die Palästinenserin und die Französin, sowie die Kathedrale von Chartres. Maison Picassiette ist ein Zeugnis für individuelle Kreativität und verbindet Art brut mit spontaner Architektur. Heute gehört es zum Musée des Beaux-Arts de Chartres und ist als Kulturstätte des 20. Jahrhunderts anerkannt – und lädt Besucher ein in die intime, poetische und spirituelle Welt seines Schöpfers.

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Tipp: Die beste Zeit, um Maison Picassiette zu besuchen, sind die wärmeren Monate, wenn die Mosaike im Garten besonders gut zur Geltung kommen. Es empfiehlt sich, vor der Planung die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website zu prüfen. Tickets können für bestimmte Gruppen möglicherweise mit Ermäßigung erhältlich sein. In der Hauptsaison wird eine vorherige Buchung empfohlen, um Warteschlangen zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • Die Mosaike wurden aus zerbrochenen Tellern und Porzellanstücken gefertigt, die aus öffentlichen Müllkippen gesammelt wurden.
  • Raymond Isidore arbeitete als Friedhofsreiniger und sah sich selbst als Ausgestoßenen – das prägte seine Kunst.
  • Im Haus finden sich Innen-Fresken, die den Mont Saint-Michel und Landschaften rund um Chartres zeigen.
  • Außen sind Mosaike mit symbolischen Figuren zu sehen, die Palästinenserin und Französin genannt werden.
  • Maison Picassiette ist als Kulturstätte des 20. Jahrhunderts gekennzeichnet und gehört zum Musée des Beaux-Arts de Chartres.

Geschichte

1900

Maison Picassiette wurde von Raymond Isidore (1900–1964) geschaffen, einem städtischen Mitarbeiter in Chartres, der als Straßenarbeiter und Friedhofsreiniger tätig war.

Inspiriert von weggeworfenen Scherben aus Keramik und Porzellan, die er in öffentlichen Müllkippen fand, begann Isidore, sein Haus mit Mosaiken zu dekorieren – zunächst allmählich, bis schließlich jede Oberfläche im Inneren und später auch außerhalb seines Hauses und im Garten bedeckt war.

Sein Spitzname „Picassiette“ spiegelt sowohl seine Mosaiktechnik als auch einen spielerischen Vergleich zu Picasso wider.

Das Haus wurde posthum als bedeutendes Beispiel naiver Kunst und Architektur anerkannt und wird heute vom Musée des Beaux-Arts de Chartres betreut.

Ortsführer

1
Innen-Fresken20. Jahrhundert
Raymond Isidore

Die Innenwände und Decken sind mit mosaikartigen Fresken bedeckt, die Ausblicke auf den Mont Saint-Michel und Chartres zeigen, verziert mit Gänseblümchen-Motiven aus zerbrochenen Tellern. Sogar die Möbel sind so bemalt, dass sie Mosaikmuster nachahmen.

2
Außenmosaike und Garten20. Jahrhundert
Raymond Isidore

Nachdem der Platz im Inneren aufgebraucht war, bedeckte Isidore die Außenwände, die Gartenwege und die Begrenzungsmauern mit dauerhaft haltbaren Mosaiken. Dazu gehören Darstellungen des ehemaligen Guillaume Gate, der Figuren „die Palästinenserin“ und „die Französin“ sowie der Kathedrale von Chartres.

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