Château d'Amboise

Château d'Amboise

Centre-Val de Loire

90/10090 min

Das Château d'Amboise ist ein historisches königliches Schloss in Amboise, im Loire-Tal in Frankreich. Es wurde auf einem strategischen Vorsprung oberhalb der Loire errichtet und entwickelte sich von einer mittelalterlichen Festung zu einer bevorzugten königlichen Residenz während der Renaissance. Im 15. Jahrhundert wurde das Schloss von der französischen Monarchie beschlagnahmt und umfangreich wiederaufgebaut – insbesondere unter König Charles VIII, der mit Hilfe italienischer Handwerker frühe Elemente der Renaissance-Architektur einführte. Es verbindet den spätgotischen Flamboyant-Stil mit italienischen Renaissance-Motiven und zählt damit zu den ersten italienisch geprägten Palästen in Frankreich. Zum Areal gehören die königlichen Wohnräume, die Kapelle Saint-Hubert – in der sich die vermuteten sterblichen Überreste von Leonardo da Vinci befinden – sowie Verteidigungstürme, Terrassen und Ziergärten. Obwohl das Schloss nach dem 16. Jahrhundert verfiel und teilweise abgerissen wurde, haben bedeutende Restaurierungen seine einzigartige Silhouette und seine historische Bedeutung bewahrt. Heute bietet es Panorama-Ausblicke auf das UNESCO-geschützte Loire-Tal und dient als kulturelles Wahrzeichen, das die französische Renaissance-Geschichte und -Architektur feiert.

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Tipp: Besuchen Sie es im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Andrang. Es wird empfohlen, Tickets online im Voraus zu buchen, besonders für geführte Touren oder Sonderausstellungen. Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt, und Schüler sowie Jugendliche erhalten Ermäßigungen. Erkunden Sie die Anlage mit dem im Angebot enthaltenen HistoPad-Tablet für ein interaktives Erlebnis oder entscheiden Sie sich für geführte Touren, um Ihr Wissen über die Geschichte des Schlosses zu vertiefen.

Interessante Fakten

  • König Charles VIII starb 1498 im Château d'Amboise, nachdem er sich den Kopf an einem Türsturz angeschlagen hatte.
  • Das Schloss beherbergt die Kapelle Saint-Hubert, den vermuteten Begräbnisort von Leonardo da Vinci.
  • Es gehörte zu den ersten Palästen in Frankreich, die italienische Renaissance-Architektur- und Gartenstile integrierten.
  • Mehr als 250 Maurer arbeiteten im Auftrag von Charles VIII am Renaissance-Umbau des Schlosses.
  • Das Château d'Amboise bietet einen 360°-Panoramablick auf das Loire-Tal, eine UNESCO-Welterbestätte.

Geschichte

Der Standort des Château d'Amboise ist seit prähistorischer Zeit besiedelt und entwickelte sich von einem keltischen Oppidum zu einer befestigten mittelalterlichen Burg, die von der einflussreichen Familie Amboise kontrolliert wurde.

1434

1434 wurde es von Charles VII in Besitz genommen, nachdem Louis d'Amboise wegen Verschwörung verurteilt worden war – ein Wendepunkt in Richtung königliche Residenz.

1492

König Charles VIII ließ das Schloss ab 1492 umfassend umbauen und vereinte dabei gotische und Renaissance-Stile; außerdem holte er italienische Architekten und Gärtner ins Land, darunter Pacello da Mercogliano.

Über Jahrhunderte beherbergte das Schloss französische Könige wie Louis XI, Louis XII und Francis I.

Nach dem 16.

Jahrhundert ging es zurück und wurde nach der Französischen Revolution teilweise abgerissen.

1840

1840 wurde es als monument historique anerkannt und anschließend wiederhergestellt.

Ortsführer

1
Kapelle Saint-Hubert1490s

Eine gotische Kapelle innerhalb des Schlosses, bekannt als vermutete Begräbnisstätte von Leonardo da Vinci. Sie besticht durch exquisite spätgotische architektonische Details sowie Renaissancekunst.

2
Königliche Wohnräume (Flügel von Charles VIII)1492-1498
Charles VIII, Domenico da Cortona, Fra Giocondo

Der zentrale Wohnflügel, der unter Charles VIII entstand, im spätgotischen Flamboyant-Stil. Er zeigt frühe dekorative Motive der Renaissance, die von italienischen Handwerkern eingeführt wurden.

3
Wehr­türme und MauernMedieval period, restored later

Zu den äußeren Befestigungsanlagen des Schlosses zählen Türme wie der Tour des Minimes und der Tour Heurtault – und bewahren damit das mittelalterliche militärische Erbe.

4
Terrassen und GärtenLate 15th century
Pacello da Mercogliano (Gartengestalter)

Die obere Terrasse wurde von Charles VIII erweitert, um formale Parterres und Pavillons einzubeziehen – inspiriert von der italienischen Renaissance-Gestaltung von Gärten. Spätere Nachbildungen bewahren ihre historische Anordnung.

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