Musée de la Compagnie des Indes

Musée de la Compagnie des Indes

Bretagne

70/10090 min

Das Musée de la Compagnie des Indes im Citadelle-Bereich von Port-Louis nahe Lorient in Frankreich ist eine bemerkenswerte Einrichtung, die der maritimen Geschichte von Lorient und den französischen Ostindien-Kompanien aus dem 17. und 18. Jahrhundert gewidmet ist. Das 1984 gegründete Museum ist das einzige in Frankreich, das sich ausschließlich diesen historischen Handelsgesellschaften widmet. Die Sammlungen des Museums gehen auf eine erfolgreiche Ausstellung im Jahr 1966 zurück, die das 300-jährige Bestehen Lorients würdigte, und umfassen Exponate mehrerer nationaler Museen wie des Louvre und des Musée Guimet. Die Exponate zeichnen die Ursprünge der europäischen-asiatischen Handelsrouten nach und zeigen unter anderem ein Tang-dynastieliches chinesisches Mingqi-Kamel-Tongfigur. Darüber hinaus beleuchtet das Museum die Gründung Lorients als Hafen durch die französische Ostindien-Kompanie im Jahr 1666. Zu sehen sind Porträts bedeutender Persönlichkeiten sowie Darstellungen des Hafens im 17. und 18. Jahrhundert. Besucher können außerdem das Leben an Bord der Schiffe anhand von Modellen, Navigationsinstrumenten, chirurgischen Instrumenten und Waffen entdecken. Ein eigener Bereich widmet sich dem Schiffsunglück der Prince de Conty, das sich 1746 vor der Küste der Bretagne ereignete; geborgene Fundstücke aus dem Wrack werden gezeigt. Das Museum aktualisiert regelmäßig seine Museografie, um das Besuchserlebnis zu verbessern, und bietet Bildungsangebote, Konferenzen und Publikationen, um unterschiedliche Zielgruppen einzubinden.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum im Frühling oder im frühen Herbst, um mildes Wetter und weniger Andrang zu genießen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders in den Hochsaison-Zeiten. Das Museum bietet Bildungsprogramme für alle Altersgruppen, und Besucher können unter Umständen von Ermäßigungen profitieren, die für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar sind. Prüfen Sie die offizielle Website für aktualisierte Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen.

Interessante Fakten

  • Das Museum beherbergt Artefakte aus mehreren renommierten französischen Einrichtungen, darunter dem Louvre und dem Musée Guimet.
  • Es ist das einzige Museum in Frankreich, das ausschließlich den französischen Ostindien-Kompanien gewidmet ist.
  • Das Museum zeigt eine Ausstellung mit einem geborgenen Schiffswrack der Prince de Conty, eines Schiffes, das 1746 vor der Küste der Bretagne sank.
  • Zu den Sammlungen gehört eine seltene chinesische Mingqi-Kamel-Tongfigur aus der Tang-Dynastie, die alte Handelsrouten über Asien repräsentiert.

Geschichte

1966

Das Museum wurde nach dem Wiederaufbau Lorients in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und nach einer erfolgreichen Ausstellung im Jahr 1966 ins Leben gerufen, die das 300-jährige Bestehen der Stadt feierte.

1879

Zunächst gab es in der Stadt ein 1879 gegründetes Kunstmuseum, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

1984

Das Musée de la Compagnie des Indes wurde 1984 offiziell in der Citadelle von Port-Louis eröffnet – mit Fokus auf die Geschichte der französischen Ostindien-Kompanien und das maritime Erbe Lorients.

Es ist bis heute das einzige Museum in Frankreich, das diesen Gesellschaften gewidmet ist, und hat seit seiner Eröffnung mehrere Aktualisierungen seiner Ausstellungen erfahren.

Ortsführer

1
Ursprünge der Ausstellungen zum Seehandel618-907

Dieser Bereich zeigt die Entwicklung der Handelsrouten zwischen Europa und Asien und stellt dabei die Seidenstraße sowie die nachfolgenden Seewege in die „Indies“ in den Mittelpunkt. Veranschaulicht wird das unter anderem durch Exponate wie eine chinesische Tang-dynastieliche Mingqi-Kamel-Tongfigur, die den Handel mit Karawanen in der Antike symbolisiert.

2
Grundsteinlegung von Lorient und den französischen Ostindien-Kompanien1664-1793

Exponate zur Geschichte der französischen Ostindien-Kompanien von 1664 bis 1793, darunter Porträts von Schlüsselpersonen wie Captain de Vire du Liron de Montivers und Jacques Duval d'Eprémesnil, sowie Gemälde, die den Hafen von Lorient im späten 17. und 18. Jahrhundert darstellen.

3
Leben an Bord der Schiffe

Exponate zu Techniken des Schiffbaus, Navigationsinstrumenten, chirurgischen Werkzeugen, Waffen und Schiffmodellen wie Le Soleil d'Orient. Dieser Bereich behandelt außerdem das Schiffsunglück der Prince de Conty von 1746 – mit ausgestellten geborgenen Artefakten.

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