
Château de Joux
Bourgogne-Franche-Comté
Das Château de Joux, auch bekannt als Fort de Joux, ist eine Burg, die ursprünglich im 11. Jahrhundert erbaut wurde und später zu einer beeindruckenden Festung umgewandelt wurde. Von ihr aus blickt man auf den Gebirgspass Cluse de Pontarlier in den Jura-Bergen in Frankreich. Zunächst aus Holz errichtet, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte von den Herren von Joux in Stein neu aufgebaut. Im Jahr 1454 kaufte Philip der Gute, Herzog von Burgund, die Anlage und machte sie zur Grenzfestung: Er ließ Wassergräben und Kasernen ergänzen. Nachfolgende Besitzer – darunter Karl der Kühne und Kaiser Maximilian I. – verstärkten die Verteidigungsanlagen weiter. Der berühmte Militäringenieur Vauban modernisierte die Festung zwischen 1678 und 1693. Sie spielte bis zum Ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle in der regionalen Verteidigung und gehörte im späten 19. Jahrhundert zur Maginot-Linie. Das Schloss diente außerdem als Gefängnis für bedeutende Persönlichkeiten wie Mirabeau und Toussaint Louverture, die dort 1803 starben. Heute beherbergt es ein Museum mit über 600 seltenen Waffen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert und eine historisch bedeutsame tiefe Zisterne. Seit 1949 steht es unter Schutz als französisches Monument historique – ein Symbol für Jahrhunderte militärischer Baukunst und Geschichte.
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Tipp: Besucher werden gebeten, die offiziellen Informationen zur Öffnungszeit zu prüfen und Tickets nach Möglichkeit im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten – besonders in der Hochsaison – zu vermeiden. Die beste Zeit für einen Besuch ist von spätem Frühjahr bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter die Panoramablicke auf die Jura-Berge besonders gut zur Geltung bringt. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Senioren und Studierende. Geführte Touren geben einen tieferen Einblick in die Geschichte des Château und seine Waffen-Sammlung und machen den Besuch noch abwechslungsreicher.
Interessante Fakten
- •Die Zisterne des Schlosses ist 147 Meter tief; sie war einst die tiefste in Frankreich und ist heute noch die dritttiefste – etwa 101 Meter.
- •Zu den berühmten Gefangenen gehörte der haitianische Revolutionär Toussaint Louverture, der dort 1803 starb.
- •Die Festung wurde zwischen 1678 und 1693 von dem berühmten Militäringenieur Vauban modernisiert.
- •Sie gehörte im späten 19. Jahrhundert zur defensiven Maginot-Linie, um eine Invasion über die Schweiz zu verhindern.
- •Das Château beherbergt ein Museum mit über 600 seltenen Waffen aus dem frühen 18. bis ins 20. Jahrhundert.
Geschichte
Der Standort des Château de Joux hat eine Geschichte, die mindestens bis ins 11.
Jahrhundert zurückreicht.
Errichtet wurde die Anlage zunächst als hölzerne Befestigung.
In den folgenden Jahrhunderten wurde sie in Stein wiederaufgebaut und von den Herren von Joux erweitert.
Im Jahr 1454 wurde sie von Philip dem Guten erworben, der daraus eine Grenzfestung machte.
Später gelangte sie in die Hände von burgundischen Herzögen und habsburgischen Kaisern – die jeweils die Verteidigungsanlagen verbesserten.
Die Modernisierung durch Vauban im späten 17.
Jahrhundert stärkte die militärischen Fähigkeiten deutlich.
Unter Louis XIV wurde die Festung 1678 von Frankreich annektiert.
Die Festung wurde als Gefängnis genutzt und später in Frankreichs Verteidigungsstrategie integriert – einschließlich der Maginot-Linie.
Nach dem Ersten Weltkrieg nahm ihre militärische Bedeutung ab.
Ortsführer
Der Bergfried und die äußeren Befestigungsanlagen11. Jahrhundert bis heute
Die ursprünglichen mittelalterlichen Bauwerke wurden in Stein wiederaufgebaut und zeigen die defensive Militärarchitektur ausgehend vom 11. Jahrhundert – darunter Wassergräben und Kasernen, die im 15. Jahrhundert ergänzt wurden.
Die Befestigungen von Vauban1678-1693
Von Sébastien Le Prestre de Vauban zwischen 1678 und 1693 modernisierte Befestigungsanlagen, die die Verteidigungsfähigkeit der Burg mit Bastionen und Artillerie-Positionen deutlich verbesserten.
Die Gefängniszellen17. bis 19. Jahrhundert
Zellen, in denen unter anderem bedeutende Gefangene wie Mirabeau, Heinrich von Kleist und Toussaint Louverture festgehalten wurden – und die damit die Rolle des Château als Staatsgefängnis vom 17. bis 19. Jahrhundert widerspiegeln.
WaffenmuseumModernes Museum
Ein Museum mit über 600 seltenen Waffen aus dem frühen 18. bis ins 20. Jahrhundert, darunter ein seltenes Gewehr von 1717 – ein anschauliches Beispiel für die Entwicklung militärischer Bewaffnung.
Der tiefe BrunnenMittelalterliche Zeit
Ein 147 Meter tiefer Brunnen, der historisch dazu diente, die Wasserversorgung während Belagerungen sicherzustellen. Einst war er der tiefste in Frankreich und ist heute – aufgrund teilweiser Verfüllung – der dritttiefste mit etwa 101 Metern.
Kontakt
Telefon: 03 81 69 47 95