Musée de la Résistance et de la Déportation de Besançon

Musée de la Résistance et de la Déportation de Besançon

Bourgogne-Franche-Comté

70/10090 min

Das Musée de la Résistance et de la Déportation de Besançon ist ein Museum, das sich der Bewahrung und Vermittlung der Geschichte des französischen Widerstands sowie der Deportation im Zweiten Weltkrieg widmet. Im historischen Citadelle von Besançon gelegen, ist es ein bedeutender kultureller und bildungsreicher Ort in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Das Museum bietet eine umfassende Dauerausstellung, die in neun Themenbereiche auf zehn Räume aufgeteilt ist, und beleuchtet damit die verschiedenen Facetten des Widerstands sowie die tragischen Deportationen unter der NS-Besatzung. Das Museum wurde 1971 vor allem dank des Engagements von Denise Lorach gegründet, die selbst Deportationsüberlebende war. Es möchte historische Erkenntnisse mit der heutigen Gesellschaft verknüpfen. Nach einer vollständigen Renovierung, die fast drei Jahre dauerte, wurde es im September 2023 mit aktualisierten Ausstellungen und verbesserten Einrichtungen wiedereröffnet. Die Sammlung ist reichhaltig und stellt wertvolle Ressourcen für die historische Forschung und für die Erinnerungskultur bereit. Außerdem veranstaltet das Museum auch Wechselausstellungen und Konferenzen und leistet damit einen Beitrag zur fortlaufenden Bildung über den Zweiten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf die Region und auf Frankreich insgesamt.

Planen Sie Ihre Reise nach Frankreich mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Am besten besucht man das Museum an Wochentagen, um Menschenmengen zu vermeiden – besonders nach seiner jüngsten Wiedereröffnung im September 2023. Für Sonderausstellungen und Konferenzen wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, da teils Reservierungen erforderlich sind. Besucher können von ermäßigten Tarifen für bestimmte Gruppen profitieren. Für die neuesten Programminfos, Wechselausstellungen und Veranstaltungen sollte man die offizielle Website checken, damit sich der Besuch noch lohnt.

Interessante Fakten

  • Denise Lorach, die Gründerin des Museums, wurde im Zweiten Weltkrieg mit ihrem jungen Sohn in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert und überlebte.
  • Das Museum befindet sich innerhalb des Citadelle von Besançon, einer UNESCO-Welterbestätte, die im 17. Jahrhundert von Vauban entworfen wurde.
  • Das Renovierungsprojekt des Museums von 2020 bis 2023 hatte ein Budget von mehr als 5 Millionen Euro, finanziert von mehreren öffentlichen Stellen.
  • Die Dauerausstellung ist in neun thematische Abschnitte auf zehn Räume gegliedert und bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Widerstands und der Deportation.
  • Das Museum veranstaltet häufig Konferenzen und Wechselausstellungen, etwa die Reihe 2026 zur Verfolgung nomadischer Bevölkerungsgruppen während des Zweiten Weltkriegs.

Geschichte

1971

Das Museum wurde 1971 auf Initiative von Denise Lorach gegründet, einer Deportationsüberlebenden, die sich für einen eigenen Ort starkmachte, um der Opfer der NS-Deportation zu gedenken und den französischen Widerstand zu ehren.

1964

Die erste Idee entstand aus einer Ausstellung von 1964, die die Befreiung Frankreichs würdigte.

2020

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bedeutung des Museums, und von 2020 bis 2023 wurde es einer großen Renovierung unterzogen, um Ausstellungen und Einrichtungen zu modernisieren.

Im Laufe seiner Geschichte wurde es von lokalen Behörden und verschiedenen Kultureinrichtungen unterstützt – ein Zeichen dafür, wie wichtig es als Gedenk- und Bildungsstätte in Besançon ist.

Ortsführer

1
Dauerausstellung

Der Kern des Museums: Diese Ausstellung ist in neun thematische Abschnitte auf zehn Räume verteilt. Sie behandelt die Geschichte des französischen Widerstands, die Deportation von Juden und anderen verfolgten Gruppen sowie den breiteren Kontext des Zweiten Weltkriegs in der Region.

2
Citadelle von Besançon17. Jahrhundert
Sébastien Le Prestre de Vauban

Die historische Festung, in der das Museum untergebracht ist, wurde von Vauban im 17. Jahrhundert entworfen. Das Citadelle selbst ist eine bedeutende Stätte des kulturellen Erbes und bietet Panoramablicke auf Besançon.

Kontakt