
Hospices de Beaune
Bourgogne-Franche-Comté
Die Hospices de Beaune, auch bekannt als Hôtel-Dieu de Beaune, sind ein bemerkenswertes gotisches Hospital, das 1443 von Nicolas Rolin, Kanzler der Herzöge von Burgund, und seiner Frau Guigone de Salins gegründet wurde. Es beherbergt eines der am besten erhaltenen Renaissance-Gebäude Europas und ist berühmt für sein lebhaftes, verglastes Ziegeldach im traditionellen burgundischen Stil. Ursprünglich als wohltätiges Hospital ins Leben gerufen, um Arme und Kranke zu versorgen, lief der Betrieb durchgehend bis ins 20. Jahrhundert und dient heute als Museum für Medizingeschichte. Die Hospices verfügen außerdem über einen angesehenen Weingutbesitz, dessen Weine jährlich versteigert werden, um die Einrichtung zu finanzieren. Auf dem Gelände sind außerdem bedeutende Kunstwerke zu sehen, darunter das Polyptychon „Der Jüngste Tag“ von Rogier van der Weyden. Seine architektonische Eleganz und historische Bedeutung machen die Hospices zur meistbesuchten Sehenswürdigkeit der Region Bourgogne-Franche-Comté. In Beaune, einer Stadt, die als Weinhauptstadt Burgunds gilt, stehen die Hospices nahe anderen historischen Wahrzeichen wie der Kollegiatkirche Notre-Dame und dem herzoglichen Palais. Die Hospices stehen für eine einzigartige Mischung aus mittelalterlicher Wohltätigkeit, Renaissancekunst und dem weinbaulichen Erbe Burgunds und ziehen jährlich rund 400.000 Besucher an.
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Tipp: Besucher sollten Tickets im Voraus über die offizielle Website buchen – besonders in der beliebten Zeit der Wohltätigkeits-Weinauktion. Die beste Reisezeit ist der Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist, und es werden besondere Veranstaltungen angeboten, etwa geführte Touren und Heritage-Escape-Games. Je nach kulturellem Pass oder Gruppengröße sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar. Die Hospices sind vom Bahnhof Beaune aus erreichbar; es gibt Schnellverbindungen mit TGV über Dijon oder Lyon.
Interessante Fakten
- •Die Hospices de Beaune veranstalten Frankreichs berühmteste Wohltätigkeits-Weinauktion, mit der der Betrieb des Hospitals finanziert wird.
- •Das farbenfrohe Dach mit verglasten Ziegeln ist ein Musterbeispiel burgundischer Renaissancearchitektur.
- •Das Polyptychon „Der Jüngste Tag“ von Rogier van der Weyden – ein Meisterwerk der frühniederländischen Malerei – ist hier zu sehen.
- •Die Hospices sind das meistbesuchte Denkmal in der Region Bourgogne-Franche-Comté und liegen damit vor anderen historischen Stätten wie der Festung (Citadel) von Besançon.
- •Die Hospices wurden 1443 von Nicolas Rolin, Kanzler des Herzogs von Burgund, und seiner Frau Guigone de Salins als Hospital für die Armen gegründet.
Geschichte
Die Hospices de Beaune wurden 1443, am Ende des Hundertjährigen Kriegs, von Nicolas Rolin und Guigone de Salins gegründet.
Sie entstanden als wohltätiges Hospital, das unabhängig von religiösen Orden war.
Der Bau begann mit dem großen Saal, der etwa um 1450 fertiggestellt wurde; die Kapelle und der Friedhof wurden 1451 geweiht.
Über Jahrhunderte versorgte die Einrichtung mittellose, ältere und kranke Menschen.
Mit Erweiterungen wie der Station Saint-Hugues im Jahr 1645 und der Station Saint-Joseph im Jahr 1830 wuchs sie weiter.
Das renommierte Weingut der Hospices wurde historisch im Auktionsverfahren verkauft, um den Betrieb zu finanzieren.
Das Gebäude ist seit 1862 als historisches Denkmal geschützt und wurde 2015 in die UNESCO-Welterbeliste der Burgunder Weinberge aufgenommen.
Ortsführer
Der große Saalc.1450
Der prächtige Saal, der um 1450 fertiggestellt wurde, diente als Hauptstation für die Patienten und zeigt die ausdrucksstarke gotische Architektur sowie das markante Polychrom-Ziegeldach, das vom Innenhof aus sichtbar ist.
Die Kapelle1451
Die Kapelle wurde 1451 geweiht. Sie ist Gott und der Jungfrau Maria gewidmet und verfügt über farbige Glasfenster; außerdem beherbergt sie das berühmte Polyptychon „Der Jüngste Tag“ von Rogier van der Weyden – ein Höhepunkt des Museums.
Das Weingut
Die Hospices besitzen ein renommiertes Weingut, dessen jährliche Weinauktion in Burgund zu den wichtigsten Ereignissen zählt. Sie unterstützt die Finanzierung des Hospitals und trägt dazu bei, jahrhundertealte Traditionen des Weinbaus zu bewahren.
Station Saint-Hugues1645
Diese Station wurde 1645 eröffnet. Sie war per königlichem Erlass für männliche Patienten reserviert und steht für die Erweiterung der Krankenhausanlagen im 17. Jahrhundert.
Kontakt
Telefon: 03 80 24 47 00