
Musée des Confluences
Auvergne-Rhône-Alpes
Das Musée des Confluences ist ein bedeutendes Wissenschafts- und Anthropologiemuseum an der Mündung der Rhône und der Saône in Lyon, Frankreich. Es wurde im Dezember 2014 eröffnet und befindet sich in einem spektakulären dekonstuktivistischen Gebäude, das von der österreichischen Firma Coop Himmelb(l)au entworfen wurde. Es erinnert an eine schwebende Kristallwolke aus Stahl und Glas. Das Museum integriert außerdem Sammlungen des Musée d'histoire naturelle — Guimet und präsentiert vier große Dauerausstellungen: „Origins - Stories of the World“ und damit die Entstehung des Universums sowie die menschliche Evolution; „Species — the Web of life“, mit Fokus auf die Evolution und Beziehungen von Arten – inklusive der Menschen; „Societies — Human theatre“, das sich mit menschlichen Gemeinschaften und sozialen Strukturen befasst; sowie „Eternities — Visions of the beyond“, das sich mit menschlicher Sterblichkeit und kulturellen Perspektiven auf den Tod beschäftigt. Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern sind 6.500 Quadratmeter für Ausstellungen vorgesehen. Zu sehen sind rund 3.000 Exponate, darunter ein Mammutskelett, Theatermasken und eine peruanische Mumie. Zusätzlich gibt es Sonderausstellungen, Entdeckungsbereiche und Auditorien – damit ist das Museum ein lebendiger Kulturort, der Naturwissenschaften, Anthropologie und Kunst miteinander verbindet.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum dienstags bis sonntags zwischen 10:30 und 18:30 Uhr, mit verlängerten Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr am ersten Donnerstag eines jeden Monats. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden. Das Museum bietet freien Eintritt für Jugendliche, Menschen mit Behinderung, Fachleute sowie Inhaber der Lyon City Card. Parkmöglichkeiten gibt es in der Nähe, und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs bedienen das Museum direkt. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach den aktuellen Sonderausstellungen und besonderen Veranstaltungen.
Interessante Fakten
- •Das von Coop Himmelb(l)au entworfene Gebäude ist von einer schwebenden Kristallwolke inspiriert und gilt als architektonisches Wahrzeichen in Lyon.
- •Das Museum beherbergt über 2 Millionen Objekte, von denen etwa 3.000 dauerhaft ausgestellt sind.
- •Zu den Dauerausstellungen gehört ein 1859 entdecktes Mammutskelett sowie eine peruanische Mumie.
- •Das Museum erhielt 2011 den offiziellen Status „Musée de France“, obwohl der Bau noch nicht abgeschlossen war.
- •Die Gesamtfläche des Museums beträgt 22.000 Quadratmeter, davon sind 6.500 Quadratmeter für Ausstellungen reserviert.
- •Die Baukosten haben sich fast gegenüber dem ursprünglichen Budget verdoppelt und lagen bei nahezu 300 Millionen €.
Geschichte
Das Musée des Confluences wurde im Dezember 2014 eingeweiht als Nachfolger des Musée d'histoire naturelle — Guimet in Lyon.
Dabei wurden naturwissenschaftliche, anthropologische und erdwissenschaftliche Sammlungen zusammengeführt.
Das Projekt startete mit der Benennung „Musée de France“ im Jahr 2011, während der Bauarbeiten.
Die Architektur steht sinnbildlich für ein modernes Wahrzeichen am südlichen Ende der Lyoner Presqu'île und spiegelt die Zusammenkunft zweier Flüsse wider.
Die Entwicklung des Museums war Teil einer umfassenderen Stadterneuerung im Viertel Confluence in Lyon.
Im Laufe der Zeit erweiterte das Museum seinen Fokus auch auf Ausstellungen zu Kunst und Handwerk und baute ein starkes Augenmerk auf Szenografie und kulturelles Programm auf.
Ortsführer
Origins - Stories of the World
Diese Ausstellung widmet sich den Ursprüngen des Universums, der Urknalltheorie, der Entstehung des Lebens und der menschlichen Evolution. Sie umfasst Fossilien wie Schädelskelette eines Mosasauriers und von Camarasaurus, außerdem Trilobiten und Meteoriten.
Species — the Web of Life
Dieser Bereich untersucht die evolutionären Zusammenhänge zwischen Menschen und anderen Arten und zeigt Mumien-Exemplare aus dem alten Ägypten, Beispiele für den Dodo und den Tasmanischen Wolf sowie Insekten.
Societies — Human Theatre
Im Mittelpunkt stehen menschliche Gesellschaften: Die Ausstellung geht der Frage nach, wie Gemeinschaften entstehen, wie sozialer Austausch funktioniert, wie Sprache wirkt und welche kulturellen Praktiken über Zivilisationen hinweg prägen.
Eternities — Visions of the Beyond
Diese Ausstellung widmet sich der menschlichen Sterblichkeit und kulturellen Darstellungen des Todes. Zu den gezeigten Exponaten gehören unter anderem eine peruanische Mumie; außerdem werden Vorstellungen vom Jenseits beleuchtet.
Kontakt
Telefon: 04 28 38 12 12