Höhlen von Choranche

Höhlen von Choranche

Auvergne-Rhône-Alpes

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Die Höhlen von Choranche, auch bekannt als die Höhle von Coufin-Chevaline, liegen nahe Choranche im Département Isère innerhalb des Regionalen Naturparks Vercors, Frankreich. Diese Karsthöhlen entstanden durch hydraulische und hydrochemische Erosion und bilden ausgedehnte Netzwerke aus aktiven und fossilen Gängen. Berühmt sind die Höhlen vor allem für ihre außergewöhnlichen Kalksinter (Sinterbildungen), insbesondere die zarten Fistulosen, die Längen von bis zu drei Metern erreichen können. Besucher können den unterirdischen Fluss namens Serpentine erkunden, der Beckenränder (Rimstones) sowie einen unterirdischen See bildet, aus dem eine Quelle in einer Kaskade in das natürliche Amphitheater strömt, das als „Zirkus von Choranche“ bekannt ist. Das Höhlensystem erstreckt sich über 32 Kilometer und weist eine bedeutende Höhendifferenz auf. Entdeckt wurde es durch Erkundungen, die bis in das späte 19. und die Mitte des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Höhlen als Schutzgebiet für den Olm dienen, eine seltene blinde Salamanderart, die in den Dinarischen Alpen beheimatet ist und zur Unterstützung von Erhaltungsmaßnahmen in Gefangenschaft gehalten wird. 2014 wurde den Höhlen von Choranche das Gütesiegel „Quality Tourism“ verliehen. Die Höhlen von Choranche bieten Besuchern eine faszinierende Reise zu geologischen Naturwundern und einer einzigartigen unterirdischen Artenvielfalt.

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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie die Höhlen im Frühling oder im frühen Sommer, wenn der Wasserzufluss optimal ist und die Beleuchtung die beeindruckenden Formationen besonders gut hervorhebt. Es wird empfohlen, die Tickets im Voraus über die offizielle Website zu buchen – vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Ermäßigte Tarife gibt es üblicherweise für Kinder, Studierende und Gruppen. Tragen Sie bequemes Schuhwerk, das für das Gehen auf nassem und unebenem Untergrund geeignet ist, und ziehen Sie geführte Touren in Betracht, um die geologischen und ökologischen Besonderheiten der Höhlen in vollem Umfang zu erleben.

Interessante Fakten

  • Die Höhlen weisen seltene Kalksinter-Formationen der Fistulosen auf, die bis zu 3 Meter lang werden können.
  • Sie sind einer von nur zwei Standorten in Frankreich, an denen Olme in Gefangenschaft gehalten werden – ein blinder Salamander, der ursprünglich in den Balkangebieten beheimatet ist.
  • Der unterirdische Fluss „Serpentine“ verläuft durch die Höhle und bildet Rimstones sowie einen unterirdischen See.
  • Das Höhlennetz erstreckt sich über 32 Kilometer mit einer Höhendifferenz von 411 Metern.
  • Die Höhlen erhielten im November 2014 das Gütesiegel „Quality Tourism“.

Geschichte

Die Erkundung der Höhlen von Choranche begann im späten 19.

1897

Jahrhundert, als Oscar Decombaz 1897 die feuchte Hohlwölbung erreichte.

Große Fortschritte gab es Mitte des 20.

Jahrhunderts, als Roger Pénelon und andere den Zugang zu tieferen Bereichen wie dem Wasserfall von Gruyère und dem Wasserfall von Mat erweiterten.

1966

1966 verbanden Speleologen zwei große Höhlensysteme, Coufin und Chevaline, und dehnten damit das bekannte Netz erheblich aus.

2009

Durch die fortgesetzte Erkundung verschiedener Höhlenvereine wurden bis 2009 über 32 Kilometer Gänge mit einer positiven Höhendifferenz von 411 Metern bekannt.

1999

Die Höhlen wurden aufgrund ihres natürlichen Erbewerts anerkannt, darunter ein im Jahr 1999 eingereichter Vorschlag für den UNESCO-Welterbestatus als Teil einer Gruppe südfranzösischer karstiger Standorte.

Ortsführer

1
Eingang und natürlicher Zirkus

Der Höhleneingang liegt am Fuß der Felsen von Presles und bildet ein natürliches Amphitheater am Rand des Plateaus von Coulmes sowie der Schlucht von Bourne. So bietet sich bereits zu Beginn der Reise unter Tage eine eindrucksvolle Kulisse.

2
Sinterbildungen und Fistulosen-Galerien

Besucher können zahlreiche Kalksinter-Bildungen bewundern – besonders die schlanken, röhrenförmigen Fistulosen, die wegen ihrer Länge und Zartheit einzigartig sind. Einige erreichen drei Meter Länge und verdeutlichen die langsamen Prozesse der mineralischen Ablagerung in der Höhle.

3
Der unterirdische Fluss Serpentine

Dieser aktive unterirdische Fluss schneidet sich durch die Höhle und formt Rimstone-Dämme sowie einen unterirdischen See. Dessen Quelle stürzt in den Zirkus von Choranche hinab und zeigt damit die dynamische Karsthydrologie der Region.

4
Olm-Schutzbereich

Ein eigens abgetrennter Bereich der Höhle beherbergt in Gefangenschaft gehaltene Olme – blinde Salamander, die ursprünglich aus den Dinarischen Alpen stammen. Teil eines Schutz- und Forschungsprojekts soll so diese seltene, an karstige Höhlenlebensräume angepasste Art geschützt werden.

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