
Mykines
Faroe Islands (DK)
Die Insel Mykines, die westlichste der 18 Hauptinseln des Färöischen Archipels, ist für ihre eindrucksvollen Naturerlebnisse und ihre reiche Vogelwelt bekannt. Das nördliche Hochtal von Mykines, Korkadalur, zeigt beeindruckende Basaltsäulen, die als Stone-wood bekannt sind. Unmittelbar daneben liegt das Felsinselchen Mykineshólmur, das über eine 40 Meter lange Fußgängerbrücke verbunden ist und sowohl See-Felsnadeln (Sea Stacks) als auch einen Leuchtturm besitzt, der 1909 errichtet wurde. Geologisch gehört Mykines zum ältesten Abschnitt der Färöer-Inseln: Die Insel entstand vor etwa 60 Millionen Jahren. Schichtförmige Basaltformationen und vulkanischer Tuff schaffen ideale Brutplätze für Seevögel. Der höchste Gipfel, Knúkur, erreicht 560 Meter. Mykines ist ein bedeutendes Rückzugsgebiet für zahlreiche Seevogelarten – unter anderem riesige Kolonien von Papageientauchern, Nordfalken (Northern Fulmars), Trottellummen (Guillemots) und Gryllteisten (Razorbills) – und gilt als Important Bird Area. Zudem beherbergt die Insel besondere Tierarten wie die endemische Mykines-Hausmaus sowie eingeschleppte Feldhasen. Der Zugang zu den Papageientaucher-Kolonien ist durch eine Gebühr geregelt, um die Tierwelt zu schützen. Die einzige Siedlung der Insel trägt denselben Namen, und die Kultur- und die Geschichte der Insel sind eng mit ihrer natürlichen Umgebung verflochten – das macht sie zu einem Anziehungspunkt für Naturfreunde und Vogelbeobachter aus aller Welt.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch auf Mykines sind die Sommermonate, wenn die Seevogelkolonien – besonders die Papageientaucher – am aktivsten sind. Wer zu den Papageientaucher-Kolonien möchte, sollte Tickets am besten im Voraus kaufen, da der Zugang gebührenpflichtig ist. Das Wetter kann unvorhersehbar sein, daher werden festes Schuhwerk und Kleidung empfohlen, die zum Wetter passt. Geführte Touren werden angeboten und können das Erlebnis mit fundiertem Wissen über die Tierwelt und Geologie der Insel bereichern. Beachten Sie, dass die Insel abgelegen ist und die Transportzeiten gegebenenfalls eingeschränkt sind – eine gute Planung ist daher entscheidend.
Interessante Fakten
- •Mykines gehört zur ältesten geologischen Formation der Färöer-Inseln und reicht etwa 60 Millionen Jahre zurück.
- •Auf der Insel finden sich eine der reichsten Seevogel-Felswände der Welt – bedingt durch die einzigartigen Basalt- und Tuffformationen.
- •Mykines ist Heimat der endemischen Mykines-Hausmaus, einer nur auf der Insel vorkommenden Art.
- •Der Leuchtturm auf Mykineshólmur wurde 1909 gebaut und 1970 automatisiert – damit begann das Ende der dauerhaften menschlichen Besiedlung des Felsinselchens.
- •1970 ereignete sich auf Mykines ein Flugzeugabsturz; Überlebende wurden von lokalen Dorfbewohnern unterstützt. In der Kirche steht ein Marmordenkmal.
Geschichte
Der Name der Insel Mykines geht vermutlich auf den irischen Ausdruck „muc-innis“ zurück, der „Schweineinsel“ bedeutet – möglicherweise im Zusammenhang mit Walen.
Archäologische Hinweise deuten auf eine frühe Kultivierung von Hafer und Gerste in der Zeit um 625 n.
Chr.
hin, möglicherweise durch irische Mönche.
Die Insel ist auch von maritimen Ereignissen geprägt, darunter ein tragischer Sturm im Jahr 1595, bei dem viele lokale Fischer ums Leben kamen.
Zu den bedeutsamen Entwicklungen zählen der Bau des Leuchtturms auf Mykineshólmur im Jahr 1909 sowie der Bau von Brücken, die das Felsinselchen mit der Hauptinsel verbinden.
Technologische Fortschritte wie Funkfeuer und Radaranlagen kamen im 20.
Jahrhundert hinzu.
Ein bemerkenswertes Ereignis im Jahr 1970 war ein Flugzeugabsturz auf Mykines, der durch ein Denkmal in der örtlichen Kirche erinnert wird.
Ortsführer
Korkadalur-Tal und Basaltsäulen von Stone-wood~60 Millionen Jahre
Ein Tal auf der Nordseite von Mykines mit auffälligen Basaltsäulen, die als Stone-wood bekannt sind. Diese entstanden durch uralte vulkanische Aktivität und schufen eine besonders eindrucksvolle Naturlandschaft.
Felsinselchen Mykineshólmur und Leuchtturm1909
Ein 1 km langes Felsinselchen westlich von Mykines, das über eine 40 Meter lange Fußgängerbrücke verbunden ist. Zu sehen sind dort Sea Stacks sowie ein Leuchtturm, der 1909 gebaut wurde – historisch bedeutsam für die Schifffahrt.
Vogelklippen und Papageientaucher-Kolonien
Steile Klippen mit ausgewaschenen Schichten aus vulkanischem Tuff bilden ideale Brutansätze für Seevögel wie Papageientaucher, Trottellummen und Gryllteisten – und ziehen Vogelbeobachter aus aller Welt an.
Knúkur-Gipfel
Der höchste Punkt auf Mykines liegt bei 560 Metern über dem Meeresspiegel. Von hier aus genießt man einen Panoramablick über die Insel und den umgebenden Ozean – bei Wanderern besonders beliebt.