
Uspenski-Kathedrale
Uusimaa
Die Uspenski-Kathedrale auf der Halbinsel Katajanokka in Helsinki, Finnland, ist die Hauptkathedrale der Orthodoxen Kirche Finnlands und dem Mariä-Entschlafungsgedenk (Dormition der Theotokos, der Jungfrau Maria) gewidmet. Entworfen vom russischen Architekten Aleksey Gornostayev und nach seinem Tod von Ivan Varnek zwischen 1862 und 1868 fertiggestellt, gilt sie als die größte orthodoxe Kirche in Nord- und Westeuropa. Sie wurde mit 700.000 Ziegeln errichtet, die aus der abgerissenen Festung Bomarsund geborgen wurden. Im Inneren erwartet Besucher eine reich verzierte Ausstattung, darunter eine von Pavel S. Shiltsov gemalte Ikonostase. Von einem Hügel aus blickt die Kathedrale auf die Stadt herab und ist ein weithin sichtbares Symbol für das russische Erbe Helsinkis. In ihr befindet sich eine Krypta-Kapelle, die Alexander Hotovitzky gewidmet ist – einem Vikar, der gemartert und später heiliggesprochen wurde. Die Kathedrale zieht jährlich rund eine halbe Million Besucher an und bietet regelmäßige Gottesdienste. Außerhalb der Gottesdienstzeiten wird eine Eintrittsgebühr erhoben, um Restaurierungsarbeiten zu unterstützen. Montags ist die Kathedrale geschlossen; zu den großen orthodoxen Festen gehört auch das Tempelfest am 15. August.
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Tipp: Besucher sollten sich die Facebook-Seite der Kathedrale ansehen, um die wöchentlichen Öffnungszeiten und besondere Schließungen zu prüfen – besonders in der Karwoche, wenn der Zugang auf Gottesdienste beschränkt ist. Der Eintritt ist für Menschen, die zum Beten kommen, kostenlos; für alle anderen wird eine kleine Gebühr fällig, die auch den Zugang zu einem virtuellen Guide umfasst. Die besten Besuchszeiten sind Dienstag bis Freitag vormittags und am frühen Nachmittag oder am Wochenende außerhalb der Gottesdienstzeiten. Geführte Touren lassen sich direkt über die Kontakt-E-Mail der Kathedrale buchen. Die Barrierefreiheit ist mit Rollstuhlzugang über eine Treppenhilfe am westlichen Eingang gewährleistet.
Interessante Fakten
- •Die Uspenski-Kathedrale ist die größte orthodoxe Kirche in beiden Regionen – in Nord- und in Westeuropa.
- •Die Kathedrale wurde mit 700.000 Ziegeln gebaut, die nach dem Krimkrieg von der abgerissenen Festung Bomarsund herbeigeschafft wurden.
- •Die Ikonostase im Inneren wurde von Pavel S. Shiltsov gemalt.
- •Die Krypta-Kapelle ist Alexander Hotovitzky gewidmet, einem Vikar, der während der Großen Säuberungen gemartert und später heiliggesprochen wurde.
- •Die Kathedrale zieht jährlich etwa eine halbe Million Besucher an.
- •Mehrere wertvolle Ikonen wurden aus der Kathedrale gestohlen, darunter die Ikone des 19. Jahrhunderts mit St. Nicolas und der Theotokos von Kozeltshan; letztere wurde wiedergefunden, nachdem sie monatelang im Boden versteckt gewesen war.
Geschichte
Nachdem Helsinki 1812 zur Hauptstadt Finnlands bestimmt worden war, wurde ein Fonds eingerichtet, um lutherische und orthodoxe Kirchen zu bauen.
Die 1827 gegründete orthodoxe Gemeinde benötigte eine größere Kirche, was zum Bau der Uspenski-Kathedrale zwischen 1862 und 1868 führte.
Das Gebäude wurde von Aleksey Gornostayev entworfen, und nach seinem Tod leitete Ivan Varnek die Fertigstellung.
Die Kathedrale wurde am 25.
Oktober 1868 eingeweiht.
Für ihren Bau wurden Ziegel der abgerissenen Festung Bomarsund wiederverwendet.
Seitdem ist die Kathedrale ein zentraler Ort des Gottesdienstes für die orthodoxe Gemeinschaft Helsinkis sowie ein bedeutendes architektonisches Wahrzeichen.
Ortsführer
Hauptkathedralen-Saal1868
Der eindrucksvolle Innenraum wartet mit einer reich verzierten Ikonostase auf, die von Pavel S. Shiltsov gemalt wurde, sowie mit zahlreichen orthodoxen Ikonen – und präsentiert so die traditionelle religiöse Kunst der Ostorthodoxie in ihrer typischen Ausprägung.
Krypta-Kapelle von Alexander Hotovitzky20. Jahrhundert
Diese Kapelle ehrt Alexander Hotovitzky, einen Vikar der orthodoxen Gemeinde in Helsinki. Er wurde während der Großen Säuberungen gemartert und 1994 von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.
Außenarchitektur und Kuppel1862-1868
Der russisch-byzantinische Stil der Kathedrale wird durch den roten Ziegelbau betont: Mehrere Zwiebeldome, und ein markanter Glockenturm überblickt Helsinkis Hafen und das Stadtbild.
Kontakt
Telefon: 09 634267