
Oulu Kunstmuseum
Pohjois-Pohjanmaa
Das Oulu Kunstmuseum im Stadtteil Myllytulli nahe Hupisaaret in Oulu, Finnland, ist ein bedeutendes regionales Museum mit einem Schwerpunkt vor allem auf zeitgenössischer Kunst. Das Museum wurde 1963 gegründet und arbeitete zunächst in provisorischen Räumlichkeiten, bevor es 1990 in ein renoviertes rotes Backsteindifferenz-Industriegebäude umzog, das der Architekt Birger Federley bereits 1921 entworfen hatte. Das Gebäude war zuvor eine Leimfabrik und wurde später bis 1987 als Bibliothek der Universität Oulu genutzt. Die Sammlung des Museums legt den Fokus auf Kunstwerke aus Oulu und der gesamten Region Nordösterbotten, darunter auch bedeutende Arbeiten lokaler Künstler wie Paavo Leinonen und Juho Mäkelä. Außerdem beherbergt es wichtige finnische Kunst des 20. Jahrhunderts sowie eine einzigartige Sammlung naiver Kunst, die von der Heinänen Kunststiftung gespendet wurde. Mit über 4.000 Werken verbindet das Museum zeitgenössische Ausstellungen mit historischen Stücken und bietet so einen umfassenden Blick auf die Entwicklung regionaler Kunst. Neben Ausstellungen ist das Museum auch in Kunstvermittlung, Forschung und dem kulturellen Austausch aktiv: Es organisiert Vorträge, Workshops und veröffentlicht kunsthistorische Literatur. Zu den Einrichtungen zählen der Tasku Hall für audiovisuell präsentierte Kunst, der Museumshop Ainoa sowie das Kaari Art Café, das in der malerischen Umgebung des historischen Fabrikgebäudes eingebettet ist.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Oulu Kunstmuseum sind die Sonderausstellungen, zum Beispiel die bekannte Ausstellung „Eanangiella – The Language of the Earth“, in der die Kunst und Kultur der Samen präsentiert wird und die typischerweise im Frühling geöffnet ist. Besucherinnen und Besucher sollten auf der offiziellen Website des Museums die aktuellen Ausstellungen und Events prüfen. Besonders bei beliebten Ausstellungen wird der Ticketkauf im Voraus empfohlen, um Warteschlangen zu vermeiden. Das Museum bietet geführte Touren und Bildungsprogramme, und im hauseigenen Kaari Art Café kann man sich bei einem Getränk oder Snack entspannen. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen erhältlich. Der Museumshop Ainoa hält einzigartige, kunstinspirierte Geschenke und Souvenirs bereit – perfekt als Mitbringsel.
Interessante Fakten
- •Das Museumsgebäude war ursprünglich eine von Birger Federley entworfene Leimfabrik aus dem Jahr 1921.
- •Die Sammlung umfasst über 4.000 Kunstwerke und legt einen starken Fokus auf Künstlerinnen und Künstler aus Nordfinnland.
- •Das Museum besitzt eine bedeutende Sammlung naiver Kunst, die von der Heinänen Kunststiftung gespendet wurde.
- •Es gibt eine spezialisierte audiovisuelle Halle namens Tasku, um Medienkunst zu präsentieren.
- •Das Oulu Kunstmuseum ist eines der größten regionalen Kunstmuseen Finnlands – gemessen an Personal und Ausstellungsfläche.
Geschichte
Das Oulu Kunstmuseum wurde 1963 gegründet und zunächst in provisorischen Räumlichkeiten untergebracht, darunter im Kolmion-Gebäude und später in der Asemakatu-Straße.
1990 zog es in sein dauerhaftes Zuhause ein: ein umgenutztes Industriegebäude aus rotem Backstein, das ursprünglich 1921 als Leimfabrik vom Architekten Birger Federley errichtet worden war.
Dieses Gebäude diente als Universitätsbibliothek, bevor es die Museumsräume wurden.
Die Sammlung des Museums begann mit 37 Kunstwerken und ist inzwischen auf über 4.000 Stück angewachsen – mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer und regionaler Kunst.
2013 feierte das Museum sein 50-jähriges Bestehen mit einer richtungsweisenden Ausstellung, die die Breite der Sammlung widerspiegelte.
Das Museum wurde mehrfach renoviert, darunter besonders 2008, um die Einrichtungen zu modernisieren – unter anderem mit der Ergänzung der audiovisuellen Tasku-Halle.
Es gehört zum Museum and Science Centre Luuppi, das 2013 gegründet wurde und sich später 2023 weiterentwickelte, um die Museumsfunktionen wieder zu trennen.
Ortsführer
Haupträume für Ausstellungen
Die 1.100 Quadratmeter Ausstellungsfläche des Museums zeigen sowohl zeitgenössische als auch historische Kunstwerke und machen lokale Künstlerinnen und Künstler aus Nordösterbotten sowie die finnische Moderne besonders sichtbar.
Tasku Hall2008
Eine spezialisierte audiovisuelle Halle für die Präsentation von Medienkunst und Installationen, ausgestattet mit moderner Beleuchtungs- und Tontechnik.
Museumsshop Ainoa
Im Erdgeschoss gelegen, bietet Ainoa kunstthemenbezogene Geschenke, Souvenirs und besondere Designobjekte – inspiriert von der Sammlung und den Ausstellungen des Museums.
Kaari Art Café
Im historischen Fabrikgebäude Veljekset Åström, direkt neben dem Ainola Park, gelegen, bietet das Café Erfrischungen in einer Atmosphäre, die Industriegeschichte und natürliche Schönheit miteinander verbindet.
Kontakt
Telefon: 044 7037471