Siida – Museum für Sámi und Naturzentrum

Siida – Museum für Sámi und Naturzentrum

Lappi

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Siida – Museum für Sámi und Naturzentrum, gelegen im Ort Inari in Finnisch-Lappland, ist ein landesweit anerkanntes Museum, das sich der Sámi-Kultur und der natürlichen Umgebung der Region widmet. Ursprünglich 1959 als Inari Sámi Museum gegründet und 1998 in der heutigen Form wiedereröffnet, dient Siida als kulturelles Zentrum, das das Erbe, die Traditionen und das heutige Leben des Sámi-Volkes bewahrt und vermittelt. Die wichtigste Ausstellung des Museums, „Enâmeh láá mii párnááh – These Lands Are Our Children“, geht der untrennbaren Verbindung zwischen der Sámi-Kultur und der vom Norden geprägten Landschaft nach, die sich über Millionen von Jahren geformt hat. Außerdem gibt es bei Siida ein sieben Hektar großes Freilichtmuseum mit fast 50 Stationen – darunter traditionelle Blockhäuser, transportable Hütten, Lager- und Wirtschaftsgebäude, Boote und Schlitten. So erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonders intensives Erlebnis von Lebensweise und Architektur der Sámi. Das neue Museumsgebäude wurde vom renommierten Architekten Juhani Pallasmaa entworfen. Siida übernimmt als nationales und regionales Verantwortungsmuseum Verantwortung für das Sámi-Kulturerbe und unterstützt wissenschaftliche Forschung, kulturelle Identität sowie die Zusammenarbeit mit Schwester­museen in anderen nordischen Ländern und in Russland. 2024 wurde Siida als „European Museum of the Year“ sowie als „Museum des Jahres in Finnland“ ausgezeichnet – ein Zeichen für die Bedeutung von Siida als lebendiges Zentrum für Sámi-Kultur und arktische Natur.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Siida sind die Sommermonate: Dann ist das Freilichtmuseum vollständig zugänglich, und die Mitternachtssonne macht das Erlebnis besonders. Es lohnt sich, auf der Website des Museums nach den aktuellen Ausstellungen und Veranstaltungen sowie nach den Öffnungszeiten zu schauen. Tickets lassen sich online kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden, und es gibt Ermäßigungen für Gruppen, Studierende und Kinder. Geführte Touren werden empfohlen, um tiefere Einblicke in die Sámi-Kultur und die Exponate zu bekommen. Im Winter bieten Besuche einen ganz besonderen Blick auf das Leben der Sámi inmitten verschneiter Landschaften – allerdings sind manche Bereiche im Freien möglicherweise weniger gut erreichbar.

Interessante Fakten

  • Siida wurde 2024 zum „European Museum of the Year“ sowie zum „Museum of the Year“ in Finnland benannt.
  • Das Gelände des Freilichtmuseums umfasst sieben Hektar mit fast 50 traditionellen Sámi-Strukturen.
  • Der Name des Museums „Siida“ bedeutet in der Nordsámi-Sprache ein Sámi-Dorf oder eine Gemeinschaft der Rentierhaltung.
  • Archäologische Funde am Standort reichen 6000–2000 Jahre zurück und belegen eine durchgehende Besiedlung seit der Steinzeit.
  • Siida ist Teil des weltweiten Netzwerks indigener Museen und verbindet die Sámi-Kultur mit anderen indigenen Völkern weltweit.

Geschichte

1959

Siida entstand 1959 als Inari Sámi Museum.

Gegründet wurde es von dem Sámi-Verband Samii Litto, um Sámi-Kulturgegenstände und Gebäude zu sammeln und zu bewahren.

1963

Das Museum öffnete 1963 für die Öffentlichkeit als nur im Sommer zugängliche Attraktion und entwickelte sich schnell zu einem der beliebtesten Ziele in Lappland.

1986

1986 übernahm die Sámi Museum Foundation den Betrieb und erweiterte Umfang und Sammlung.

1998

Das heutige Siida-Gebäude wurde 1998 fertiggestellt, entworfen vom Architekten Juhani Pallasmaa.

1999

1999 wurde Siida als nationales Spezialmuseum ausgewiesen, und 2020 wurde es zum nationalen Verantwortungsmuseum für Sámi-Kultur.

2025

2025 wurden nach dem Ende des Naturzentrum-Betriebs durch Metsähallitus sämtliche Ausstellungsaktivitäten unter der Sámi Museum Foundation gebündelt – und damit wurde die Rolle von Siida als kulturelle Institution weiter gefestigt.

Ortsführer

1
Haupteausstellung: Enâmeh láá mii párnááh – These Lands Are Our Children1998
Sámi Museum und Metsähallitus

Diese Dauerausstellung interpretiert das Konzept der Sámi-Kulturlandschaft und betont die untrennbare Verbindung zwischen Natur und Kultur, die sich über Millionen von Jahren entwickelt hat. Sie zeigt Sámi-Traditionen, Identität und die Umwelt anhand von Exponaten, Geschichten und zeitgenössischen Perspektiven.

2
Freilichtmuseum1960 onwards
Verschiedene Sámi-Gemeinschaften und Museums-Kuratorinnen/-Kuratoren

Ein sieben Hektar großes Areal im Freien mit nahezu 50 traditionellen Sámi-Gebäuden und -Anlagen – darunter Blockhäuser, transportable Hütten (kota und laavu), Gebäude aus Grasnarbe, Lagerkonstruktionen, Boote und Schlitten. Besucherinnen und Besucher können einen 800 Meter langen Rundweg gehen, um diese Kulturerbestätten zu entdecken und dabei Lebensweise sowie Architektur der Sámi aus erster Hand zu erleben.

3
Siida-Museumsgebäude1998
Juhani Pallasmaa

Das Hauptgebäude des Museums wurde vom finnischen Architekten Juhani Pallasmaa entworfen, der für seinen humanistischen und sinnlichen Ansatz in der Architektur bekannt ist. Das Gebäude fügt sich harmonisch in die umgebende Landschaft ein und bietet moderne Einrichtungen für Ausstellungen und Forschung.

Kontakt

Telefon: 040 0898212