
Kymi-Kirche
Kymenlaakso
Die Kymi-Kirche im Stadtteil Helilä in Kotka, Finnland, ist ein eindrucksvolles Beispiel neoklassizistischer Architektur, die 1850 erbaut und 1851 geweiht wurde. Sie ist die dritte Kirche in Helilä, nachdem zwei frühere Holzkirchen 1837 und 1843 durch Brände zerstört wurden. Entworfen nach Plänen, die vom Senat und dem Finnischen Intendantenbüro unter der Leitung von Carl Ludvig Engel genehmigt wurden, verfügt die Kirche über ein 14 Meter hohes Kirchenschiff und Sitzplätze für fast 800 Personen. Im Inneren beherbergt sie bedeutende Exponate, darunter den ältesten Abendmahlsbecher und die 1731 gespendete Hostienplatte, böhmische Kristalllüster aus dem Jahr 1790 sowie die ursprünglich 1736 gegossenen Kirchenglocken. Das Altarbild „Jesus in Gethsemane“ von Berndt Godenhjelm (1865) und die Bleiglasfenster von Tapani Lemminkäinen (1964) verleihen der Kirche zusätzlichen künstlerischen Wert. Die Kirchenorgel wurde 1991 von der dänischen Firma Bruno Christensen & Sønner gebaut und besitzt 43 Register; sie setzt damit eine Tradition bedeutender Orgeln fort, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Neben der Kirche liegt der Soldatenfriedhof, ein Ehrenfriedhof für Kriegshelden, den der Architekt Hilding Ekelund gestaltet hat; hier steht ein Gedenkstein mit einem Relief des Bildhauers Viktor Jansson. Die Kymi-Kirche ist ein spirituelles und kulturelles Wahrzeichen in der Kirchengemeinde Kotka–Kymin und lädt Besucher ein, ihre historische Tiefe und die stille Atmosphäre zu erleben.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website der Kirche prüfen, um die aktuellen Gottesdienstzeiten und besondere Veranstaltungen wie Ostergottesdienste und Konzerte zu erfahren. Die Kirche bietet nahezu barrierefreien Zugang, einschließlich Einrichtungen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen sowie für Rollstuhlnutzer. Parkmöglichkeiten gibt es vor Ort. Für Gruppenbesuche oder besondere Anlässe wird eine vorherige Buchung empfohlen. Der nahegelegene Soldatenfriedhof ist einen Besuch wert und ergänzt das Erlebnis der Kirche um einen nachdenklichen Ort.
Interessante Fakten
- •Der älteste Abendmahlsbecher der Kirche und die Hostienplatte stammen aus dem Jahr 1731 und wurden von Karl Henrik Wrangell gespendet.
- •Die böhmischen Kristalllüster umfassen ein Exemplar aus dem Jahr 1790 und zeigen damit altes handwerkliches Können.
- •Die Kirchenglocken wurden ursprünglich 1736 für die Kirche der Forsby Ironworks in Pernaja gefertigt und später hier installiert.
- •Das Altarbild „Jesus in Gethsemane“ wurde 1865 von Berndt Godenhjelm geschaffen.
- •Der neben der Kirche liegende Soldatenfriedhof wurde vom Architekten Hilding Ekelund entworfen, mit einem Relief des Bildhauers Viktor Jansson.
Geschichte
Die erste Kirche in der Kymi-Gemeinde war eine hölzerne Kapelle, die im frühen 18.
Jahrhundert erbaut wurde, jedoch bis in die 1720er Jahre verfiel.
Danach wurde in Helilä eine hölzerne Kirche errichtet, die 1837 einem Brand zum Opfer fiel.
Auch ein fast fertiggestellter Ersatz wurde 1843 durch Brandstiftung zerstört.
1847 wurden die Pläne für eine neue steinerne Kirche vom Senat genehmigt – ein Schritt hin zu einem feuersichereren Bau.
Diese steinerne Kirche, die 1850 fertiggestellt und 1851 geweiht wurde, besteht bis heute und steht für den neoklassizistischen Stil, der vom Büro von Carl Ludvig Engel geprägt wurde.
Im Laufe der Jahre hat die Kirche Exponate aus ihren Vorgängerbauten bewahrt und ihre Orgel sowie die Kunstwerke in den Bleiglasfenstern aktualisiert.
Ortsführer
Kirchenschiff und Sitzbereich1850
Der Hauptraum der Kirche besitzt eine 14 Meter hohe Decke und nahezu 800 Sitzplätze. Er ist im neoklassizistischen Stil gestaltet, damit auch große Gemeinden Platz finden.
Altarbild „Jesus in Gethsemane“1865
Ein Altarbild, das Jesus im Garten Gethsemane darstellt. Es wurde von Berndt Godenhjelm 1865 geschaffen und verleiht dem Kirchenraum spirituelle und künstlerische Bedeutung.
Bleiglasfenster1964
Bunte Bleiglasfenster, die Tapani Lemminkäinen 1964 gefertigt hat. Sie bringen lebendiges Licht und Symbolik in das Kircheninnere.
Orgel (Pfeifenorgel)1991
Die heutige Pfeifenorgel wurde 1991 von der dänischen Firma Bruno Christensen & Sønner gebaut. Sie verfügt über 43 Register und setzt die Tradition hochwertiger Orgelmusik in der Kirche fort.
Soldatenfriedhof und Gedenkstein20. Jahrhundert
Westlich der Kirche gelegen, ehrt dieser Friedhof gefallene Helden. Er wurde vom Architekten Hilding Ekelund entworfen; der Gedenkstein enthält ein Relief, das von Viktor Jansson gestaltet wurde.
Kontakt
Telefon: 044 7259158