Petäjävesi-Alte Kirche

Petäjävesi-Alte Kirche

Keski-Suomi

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Die Petäjävesi-Alte Kirche, erbaut zwischen 1763 und 1764, ist eine bemerkenswerte Holzkirche in der Gemeinde Petäjävesi in Mittelfinnland. Sie hat ihren ursprünglichen Außen- und Innenbereich außergewöhnlich gut bewahrt und ist damit ein herausragendes Beispiel für die traditionelle nordische Holzkirchenarchitektur. Entworfen und errichtet vom ortsansässigen Handwerker Jaakko Klemetinpoika Leppänen, besitzt die Kirche einen symmetrischen Grundriss in Form eines Kreuzes, rund 17 Meter lang und 7 Meter breit. Ihre Architektur verbindet Konzepte der Renaissance-Zentral­kirche mit älteren gotischen Formen – sichtbar unter anderem im steilen Satteldach sowie in den hölzernen Gewölben im Inneren, die mit roter Ocker-Dekorationsmalerei verziert sind. Die Kirche blieb bis 1879 in aktivem Gebrauch, danach wurde sie durch ein neueres Gebäude ersetzt. Der Glockenturm, der 1821 von Erkki Leppänen ergänzt wurde, ist über einen kurzen Korridor mit dem Hauptbau verbunden. Heute ist die Petäjävesi-Alte Kirche ein beliebter Ort für Hochzeiten und bietet Sommergottesdienste sowie Konzerte. 1994 wurde sie als UNESCO-Welterbestätte in die Liste aufgenommen – anerkannt dafür, dass sie die östlich-skandinavische Holzbautradition repräsentiert, die sich deutlich von west-skandinavischen Stabkirchen und russisch-orthodoxen Holzkirchen unterscheidet. Die aus dem Block herausgearbeiteten Wände und die rustikale Innenausstattung schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die bei Besuchern besonders geschätzt wird.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Petäjävesi-Alten Kirche sind die Sommermonate von Juni bis August, wenn sie täglich geöffnet ist und regelmäßige Gottesdienste sowie Konzerte veranstaltet. Winterbesuche erfordern eine vorherige Buchung, da der Zugang eingeschränkt ist. Es empfiehlt sich, gerade in der Hauptsaison Tickets im Voraus online zu kaufen, um den Einlass sicherzustellen. Die Kirche ist im Winter per Boot oder über das Eis erreichbar – ein Hinweis auf die historische Lageentscheidung. Besucher sollten für aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, geführten Touren und besonderen Veranstaltungen die offizielle Website prüfen. Für Gruppen und Seniorinnen bzw. Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Die Kirche ist seit 1994 UNESCO-Welterbestätte und steht stellvertretend für die herausragende Holzbautradition der Region im Osten Skandinaviens.
  • Der kreuzförmige Grundriss verbindet Ideen der Renaissance-Zentral­kirche mit gotischen Gestaltungselementen – für Holzkirchen eher selten.
  • Im Inneren befinden sich handgeschnitzte Blockbohlenwände sowie eine achteckige hölzerne Kuppel mit roter Ocker-Dekorationsmalerei auf den Deckenbalken.
  • Ursprünglich erreichten die Gemeindemitglieder die Kirche im Sommer per Boot über den See oder im Winter über das Eis – ein Spiegelbild der strategisch gewählten Lage auf der Halbinsel.
  • Der Glockenturm wurde 1821 errichtet und ist über einen kurzen Korridor mit der Hauptkirche verbunden – eine spätere Ergänzung durch den Enkel des Bauherrn.

Geschichte

1763

Die Petäjävesi-Alte Kirche wurde zwischen 1763 und 1764 als Kapellenkirche für die Gebetsgemeinschaft von Petäjävesi unter der Jämsä-Pfarrei errichtet, nachdem 1728 eine königliche Genehmigung erteilt worden war.

Die Lage auf einer kleinen Halbinsel zwischen Seen ermöglichte es den Gemeindemitgliedern, die Kirche im Sommer leicht per Boot und im Winter über gefrorenes Wasser zu erreichen.

Entworfen und gebaut wurde die Kirche von Jaakko Klemetinpoika Leppänen, einem ortsansässigen Bauern und Bauherrn.

1821

Im Jahr 1821 wurde der Glockenturm von seinem Enkel Erkki Leppänen ergänzt, außerdem wurden einige bauliche Änderungen an den Fenstern und an der Sakristei vorgenommen.

1879

Die Kirche wurde bis 1879 aktiv genutzt, als eine neue Kirche fertiggestellt wurde.

Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung wurde das Interesse an ihrem architektonischen und historischen Wert in den 1920er-Jahren durch den Kunsthistoriker Josef Strzygowski wiederbelebt.

1929

Die Restaurierungsarbeiten begannen 1929 und mündeten in ihrer 1994 erfolgten Auszeichnung als UNESCO-Welterbestätte.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Innenraum1763-1764
Jaakko Klemetinpoika Leppänen

Der Innenraum der Kirche ist vor allem wegen der aus dem Block herausgearbeiteten Wände und der hölzernen Gewölbedecke mit der achteckigen Kuppel in der Mitte bemerkenswert. Die Deckenbalken sind mit roten Ockerbildern verziert und schaffen so eine einzigartige rustikale Atmosphäre. Die Bänke und Fußbodenbretter sind unregelmäßig angeordnet, was das authentische Gefühl einer handgefertigten Arbeit noch verstärkt.

2
Glockenturm1821
Erkki Leppänen

Der 1821 von Erkki Leppänen errichtete Glockenturm ist über einen kurzen Korridor mit dem westlichen Ende der Kirche verbunden. Er ist weiterhin in seiner ursprünglichen Nutzung erhalten und gehört als integraler Bestandteil zum Kirchenkomplex.

Kontakt

Telefon: 040 5822461