
Coves de Sant Josep
Valenciana, Comunidad
Coves de Sant Josep in der Vall de Uxó, Castellón, Spanien, ist ein außergewöhnliches Höhlensystem aus Kalkstein, das in der Zeit des Mitteltrias entstanden ist. Hier befindet sich der längste befahrbare unterirdische Fluss Europas – er erstreckt sich über etwa 2.750 Meter. In der Höhle herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von 20 °C, was Besuchern eine einzigartige Umgebung bietet. Die weitläufigen Gänge und Hallen umfassen bedeutende Bereiche wie die Sala de los Murciélagos (Bat Room), den Lago Diana und die Galería de los Sifones (Siphon Gallery). Die Anlage verbindet natürliche Schönheit mit archäologischer Bedeutung: Sie ist seit der Zeit des Oberpaläolithikums bekannt – unter anderem belegt durch magdalenische Höhlenmalereien und die Nähe zu einer iberischen Siedlung, die bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht. Besucher können die Höhlen per Boot erkunden und dabei spektakuläre geologische Formationen bewundern, die sich über Millionen von Jahren herausgebildet haben. Außerdem bietet der Ort abenteuerliche Aktivitäten wie Speleokayaking sowie kulturelle Veranstaltungen, darunter exklusive Konzerte direkt in der Höhle. Rund um die Coves finden Sie außerdem Grünflächen, Sportbereiche, Spielplätze und eine Rekonstruktion des iberischen Dorfes – ein rundum vielseitiges Ziel für Natur, Geschichte und Freizeit.
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Tipp: Für das beste Erlebnis sollten Sie im Frühling oder im frühen Herbst kommen, wenn das Wetter mild ist und die Höhlen bequem zugänglich sind. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden – besonders bei Bootstouren und Sonderveranstaltungen. Rabatte gibt es häufig für Gruppen, Kinder und Senioren. Die Anlage bietet Parkmöglichkeiten, Picknickbereiche und familienfreundliche Einrichtungen. Kombinieren Sie Ihren Besuch nach Möglichkeit mit einer Führung durch das nahegelegene iberische Dorf, um Ihr kulturelles Erlebnis zu bereichern.
Interessante Fakten
- •In den Coves de Sant Josep befindet sich der längste befahrbare unterirdische Fluss Europas – etwa 2.750 Meter lang.
- •Im Inneren der Höhle herrscht das ganze Jahr über eine stabile Temperatur von etwa 20 °C.
- •Archäologische Hinweise belegen eine menschliche Präsenz seit dem Oberpaläolithikum, darunter magdalenische Höhlenmalereien.
- •Das Höhlensystem wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts nach und nach erkundet und erweitert – einschließlich unter Wasser liegender Passagen, die durch Dynamit geöffnet wurden.
- •Das nahegelegene iberische Dorf geht auf das 6. Jahrhundert v. Chr. zurück und verleiht der natürlichen Sehenswürdigkeit zusätzliche historische Tiefe.
Geschichte
Die Höhlen sind spätestens seit dem Oberpaläolithikum bekannt – also seit etwa 17.000 Jahren –, wie archäologische Funde und Höhlenmalereien belegen.
Historisch wurden sie u.
a.
von Wissenschaftlern des 18.
und 19.
Jahrhunderts wie J.
Cavanilles und Pascual Madoz erwähnt.
Ab dem frühen 20.
Jahrhundert wurden die Höhlen nach und nach erkundet.
Die erste Erkundung im Jahr 1902 reichte bis zur Boca del Forn; weitere Erkundungen folgten 1915 und 1926 und machten zusätzliche Bereiche zugänglich.
Bedeutende Entwicklungen gab es zwischen 1936 und 1950 im Zuge von Urbanisierungsmaßnahmen, darunter Ausbaggern und Bauarbeiten, um Bootstouren zu ermöglichen.
Speleologische Expeditionen in den 1950er- und 1970er-Jahren kartierten und erweiterten die bekannte Länge des Höhlensystems auf über 2.300 Meter.
Die Anlage gilt als Kulturdenkmal (Bien de Interés Cultural).
Ortsführer
Sala de los Murciélagos (Bat Room)
Die erste große Kammer, die man vom Eingang der Höhle aus erreichen kann – nach den Fledermäusen benannt, die in diesem Bereich leben. Sie dient als Ausgangspunkt bzw. Durchgang zu tieferen Teilen der Höhle und beeindruckt mit markanten Stalaktiten und Stalagmiten.
Lago Diana (Diana Lake)
Ein stiller unterirdischer See, der nach dem Passieren der Boca del Forn erreicht wird. Besonders hervorzuheben sind das klare Wasser sowie die umgebenden geologischen Formationen, die sich im Laufe von Jahrtausenden herausgebildet haben.
Galería de los Sifones (Siphon Gallery)1961
Ein ursprünglich überfluteter Siphon, der die frühere Grenze der Erkundung bildete, bis 1961 mit Dynamit der Durchgang geöffnet wurde. Dadurch wurde der Zugang zu weiteren Bereichen möglich – darunter der Estanque Azul und die Galería Seca.
Iberian Village Reconstruction6th century BC
Eine archäologische Anlage nahe den Höhlen: Dort wurde eine iberische Siedlung nachgebaut, die aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammt. Sie bietet einen kulturellen Kontext für die jahrtausendealte menschliche Aktivität in der Region.
Kontakt
Telefon: 964 69 05 76