
Burg Santa Bárbara
Valenciana, Comunidad
Die Burg Santa Bárbara ist eine eindrucksvolle mittelalterliche Festung auf dem Mount Benacantil im Herzen von Alicante, Spanien. Mit 166 Metern über dem Meeresspiegel thront sie hoch über der Bucht von Alicante und den umliegenden Landschaften und verschafft so eine strategisch hervorragende Aussicht. Die Silhouette des Berges erinnert an ein Gesicht – daher der Spitzname „das Gesicht des Mauren“. Diese ikonische Figur gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die Ursprünge der Burg reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück, als die Region unter muslimischer Herrschaft stand. Archäologische Funde belegen zudem eine Besiedlung in der Bronzezeit sowie Spuren der Iberer und der Römer auf dem Areal. 1248 eroberten christliche Truppen die Burg am Festtag der Heiligen Barbara; fortan erhielt sie ihren Namen. Später wurde sie unter den aragonesischen Königen – besonders unter James II (Jakob II), Peter IV, Karl I und Philipp II. – wiederaufgebaut und erweitert. Die Burg hatte in verschiedenen Konflikten eine militärische Rolle inne, darunter im Spanischen Erbfolgekrieg, und wurde mehrfach bombardiert. Während des Spanischen Bürgerkriegs diente sie außerdem als Gefängnis und als Konzentrationslager. Seit der Eröffnung für die Öffentlichkeit im Jahr 1963 können Besucher drei deutlich voneinander getrennte Bereiche erkunden: darunter die älteste „Torreta“ mit mittelalterlichen Fundamenten, die zentralen Räume aus dem 16. Jahrhundert sowie der untere Bereich aus dem 18. Jahrhundert. In der Burg befindet sich das Museum of the City of Alicante (MUSA). Außerdem gibt es Annehmlichkeiten wie Aufzüge im Inneren des Berges. Die Burg ist bis heute ein lebendiger kultureller Ort mit geführten Touren, kulinarischen Erlebnissen und Veranstaltungen – ein Muss, wenn Sie Geschichte, Architektur und spektakuläre Ausblicke kombinieren möchten.
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Tipp: Für das beste Erlebnis sollten Sie zwischen Februar und Juni kommen. Dann ist die Burg täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt in die Burg ist kostenlos, für den Aufzug im Inneren des Berges fällt jedoch eine kleine Gebühr an, die Sie im Voraus online reservieren können. Geführte Touren sowie verschiedene kulturelle und gastronomische Aktivitäten sind vor Ort verfügbar und machen Ihren Besuch noch abwechslungsreicher. Planen Sie gern auch einen Nachmittag ein, um von der Burg aus spektakuläre mediterrane Sonnenuntergänge zu genießen. Ermäßigungen gibt es für Senioren und Gruppen – Details finden Sie auf der offiziellen Website.
Interessante Fakten
- •Der Berg, auf dem die Burg steht, trägt den Spitznamen „das Gesicht des Mauren“, weil seine Silhouette – vom Strand aus betrachtet – an ein menschliches Gesicht erinnert.
- •Die Burg wurde am 4. Dezember 1248 eingenommen – zeitgleich mit dem Festtag der Heiligen Barbara, der Namensgeberin der Anlage.
- •Während des Spanischen Erbfolgekriegs war die Burg drei Jahre lang von britischen Truppen besetzt.
- •Die Burg diente 1939 nach dem Spanischen Bürgerkrieg als francoistisches Konzentrationslager für republikanische Gefangene.
- •Ein Aufzug im Inneren des Berges bringt Besucher auf 142,7 Meter Höhe – über einen 204,83 Meter langen Tunnel – und ermöglicht so einen bequemen Zugang zur Festung.
- •Zum Burgareal gehören das Museum of the City of Alicante (MUSA). Außerdem gibt es Renaissance-Zisternen sowie verschiedene historische Bastionen und Säle.
Geschichte
Der Standort der Burg Santa Bárbara ist seit der Bronzezeit besiedelt; in der Nähe wurden iberische und römische Funde entdeckt.
Die Festung selbst wurde im 9.
Jahrhundert unter muslimischer Kontrolle errichtet.
Sie wurde am 4.
Dezember 1248 von kastilischen Kräften eingenommen – am Festtag der Heiligen Barbara – und erhielt dadurch ihren Namen.
1296 übernahmen die Aragonesen die Kontrolle und ließen umfangreiche Umbauten durchführen.
Spätere Herrscher wie Peter IV, Karl I und Philipp II.
stärkten die Burg weiter, besonders zwischen 1562 und 1580 auf Basis der Entwürfe von Juan Bautista Antonelli.
Ende des 17.
Jahrhunderts hielt die Burg Bombardierungen stand, ebenso im Spanischen Erbfolgekrieg, der zeitweise auch eine britische Besetzung umfasste.
Im 19.
Jahrhundert spielte sie eine Rolle bei lokalen Konflikten, ehe sie schließlich entwaffnet wurde.
Während des Spanischen Bürgerkriegs diente die Burg als francoistisches Konzentrationslager.
Bis zur Öffnung für die Öffentlichkeit im Jahr 1963 blieb die Burg ungenutzt; für den Zugang der Besucher wurden damals Aufzüge installiert.
Ortsführer
La Torreta (The Keep)11th-13th centuries
Der höchste und älteste Teil der Burg mit Fundamenten aus den 11. bis 13. Jahrhunderten. Hier befinden sich die alte Torre del Homenaje, die Bastion der Engländer, der Engineers Park, der Noble Room (ehemaliges Krankenhaus) sowie das Gouverneurshaus.
Felipe II Hall and Central Enclosure1580
Dieser Abschnitt wurde 1580 fertiggestellt und umfasst das ehemalige Corps of the Troop, den großen Patio de Armas, Ruinen der Einsiedelei von Santa Bárbara, das Guard Corps sowie die Bastion Baluarte de la Reina.
Lower Enclosure and Ravellí del Bon Repós18th century
Der Bereich stammt aus dem 18. Jahrhundert, dient als Parkplatz und umfasst das Denkmal für Félix Berenguer de Marquina – einen bedeutenden Soldaten aus Alicante und Vizekönig von Neuspanien.
Museum of the City of Alicante (MUSA)
Das Museum befindet sich innerhalb der Burg. MUSA besteht aus fünf Räumen, die die Geschichte von Alicante zeigen, ergänzt durch eine Zisterne aus der Renaissance.
Kontakt
Telefon: 673 84 98 90