Alhóndiga Bilbao
País Vasco
Azkuna Zentroa, ursprünglich als Alhóndiga Bilbao bekannt, ist ein multifunktionales Kultur- und Freizeitzentrum in Bilbao (Spanien). Das Gebäude wurde zwischen 1905 und 1909 als städtisches Weinlager errichtet und vom Architekten Ricardo Bastida entworfen. Besonders ist es, weil es zu den ersten öffentlichen Gebäuden der Region zählt, die bewehrten Beton nutzen. Nachdem es 1919 durch einen Brand stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und anschließend lange geschlossen blieb, wurde es in den 2000er-Jahren mit der kreativen Handschrift des Designers Philippe Starck zu einem modernen Kulturzentrum umgebaut und 2010 wiedereröffnet. Das Zentrum nimmt in Bilbaos Stadtteil Ensanche einen ganzen Stadtblock ein. Es bietet eine großzügige, offene Grundrisslösung mit markanten Pfeilern aus bewehrtem Beton und großen verglasten Bereichen, durch die natürliches Licht den Raum flutet. Die Außenwirkung verbindet eine monumentale Präsenz mit einer durchdachten Einbindung in das städtische Umfeld: Das Gebäude passt sich den umliegenden Straßen und der Topografie an. 2015 wurde es zu Ehren von Iñaki Azkuna, dem ehemaligen Bürgermeister von Bilbao, in Azkuna Zentroa umbenannt. Heute ist es eine vielseitige Adresse für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Kino und gesellschaftliche Aktivitäten und damit ein Wahrzeichen der urbanen und kulturellen Erneuerung von Bilbao.
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Tipp: Besuchen Sie Azkuna Zentroa unter der Woche, um den Andrang am Wochenende zu vermeiden und ein entspannteres Erlebnis zu haben. Für besondere Ausstellungen und Events wird eine Vorausbuchung empfohlen. Das Zentrum bietet ermäßigte Tickets für Schüler, Senioren und Gruppen an. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die offiziellen Öffnungszeiten und Programm-Updates auf der Website.
Interessante Fakten
- •Das Gebäude gehörte zu den ersten öffentlichen Bauwerken in Vizcaya, die bewehrten Beton verwendeten.
- •Bei der Renovierung von Philippe Starck wurden die originalen Betonpfeiler erhalten und in einzigartige Säulen mit unterschiedlichen Designs umgewandelt.
- •Das Zentrum nimmt einen ganzen Stadtblock im Stadtteil Ensanche in Bilbao ein – einer der zentralen Bereiche der städtischen Erweiterung.
- •Es wurde 2015 umbenannt, um Iñaki Azkuna zu ehren, dem Bürgermeister, der die kulturelle Transformation Bilbaos besonders stark unterstützt hat.
Geschichte
Zwischen 1905 und 1909 von Ricardo Bastida als städtisches Weinlager erbaut, war das Gebäude ein frühes Beispiel für Architektur mit bewehrtem Beton im Baskenland.
Es erlitt 1919 einen schweren Brand, wurde aber danach wiederhergestellt.
Die Einrichtung blieb viele Jahre geschlossen, bevor in den 1980er-Jahren Pläne aufkamen, sie in ein Kulturzentrum umzuwandeln – zunächst war dabei auch der Künstler Jorge Oteiza involviert, doch dieses Projekt wurde später verworfen.
Die erfolgreiche Umgestaltung erfolgte Ende der 2000er-Jahre mit Philippe Starcks Neugestaltung, die zur Wiedereröffnung im Jahr 2010 führte.
2015 wurde das Gebäude zu Ehren des verstorbenen Bürgermeisters Iñaki Azkuna in Azkuna Zentroa umbenannt – als Würdigung seiner Bedeutung für die kulturelle und urbane Erneuerung Bilbaos.
Ortsführer
Pfeiler aus bewehrtem Beton1905-1909
Zu den markantesten Merkmalen des Gebäudes zählen seine originalen Pfeiler aus bewehrtem Beton, die von Philippe Starck kreativ in einzigartige Säulen mit unterschiedlichen Designs verwandelt wurden. So entsteht ein zusätzlicher künstlerischer und architektonischer Reiz im Innenraum.
Haupthalle und offener Innenraum2010 (Renovierung)
Im Inneren dominiert ein großzügiger, offener Grundriss über einen ganzen Stadtblock hinweg – so können Besucher einen weiten und hellen Raum erleben. Große Öffnungen im Boden und verglaste Bereiche sorgen für natürliches Licht und schaffen zugleich eine visuelle Verbindung zwischen den Ebenen.
Außenfassaden und städtische Einbindung1905-1909 (ursprünglich), 2010 (Renovierung)
Die Außenansicht des Gebäudes verbindet eine monumentale Wirkung mit einer sorgfältigen Anpassung an die Umgebung: Das Bauwerk reagiert auf unterschiedliche Straßenniveaus und bietet mehrere Zugangspunkte. Die Fassaden spiegeln sowohl die funktionalen Ursprünge des Gebäudes als auch seine Rolle als kulturelles Wahrzeichen wider.
Kontakt
Telefon: 944 01 40 14