Höhle von Zugarramurdi
Navarra, Comunidad Foral de
Die Höhle von Zugarramurdi, in Navarra (Spanien), ist eine beeindruckende natürliche Kalksteinhöhle, die historisch mit Hexenritualen und -prozessen im frühen 17. Jahrhundert in Verbindung gebracht wird. In der Höhle gibt es eine Hauptgalerie, die von einem kleinen Fluss namens La Regata del Infierno ausgearbeitet wurde, sowie zwei höher gelegene Nebengalerien. Sie liegt unweit des Ortes Zugarramurdi, einer Gegend, die einst wegen Hexereivorwürfen berüchtigt war: Im Zuge der Spanischen Inquisition wurden dort über 53 Menschen beschuldigt. Die Höhle diente angeblich als Schauplatz für Hexensammelplätze und -rituale, die heute Teil des regionalen Volksglaubens sind. Heute können Besucher die Höhle selbst erkunden und ihre düstere Geschichte über das nahegelegene Museum der Hexen von Zugarramurdi kennenlernen, das in einem Krankenhausgebäude aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist. Die Höhle bietet zudem traditionelle Veranstaltungen wie das jährliche ziriko-jate, ein lokales Food-Festival, das jedes Jahr am 18. August stattfindet. Seit 2014 erhält die Höhle Mittel aus der ländlichen Entwicklung, um ihren Erhalt und ihre Instandhaltung zu unterstützen. Dieser Ort bietet eine einzigartige Mischung aus natürlicher Schönheit und kulturellem Erbe und lädt dazu ein, in die Geheimnisse der Geschichte des baskischen Hexenwesens einzutauchen.
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Tipp: Besuchen Sie Höhle und Museum im Frühling und Sommer, wenn das Wetter besser ist und es länger hell bleibt. Tickets können einzeln gekauft werden, aber in den Hauptreisezeiten wird eine vorherige Buchung empfohlen. Die Höhle liegt etwa 300 Meter vom Museum entfernt, sodass sich beides problemlos in einem Ausflug verbinden lässt. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder können Ermäßigungen verfügbar sein. Das jährliche ziriko-jate am 18. August bietet ein besonderes kulturelles Erlebnis mit traditioneller lokaler Küche.
Interessante Fakten
- •Die Höhle ist vor Ort auch unter dem Namen Serginen Leizea bekannt – auf Baskisch bedeutet das „Höhle der Hexen“.
- •In der Höhle fließt ein kleiner Fluss namens La Regata del Infierno (Der Fluss der Hölle).
- •Das nahegelegene Museum der Hexen zeigt audiovisuellen Vorführungen über die Hexenjagden, die im 17. Jahrhundert von der Inquisition durchgeführt wurden.
- •Jeden 18. August veranstaltet die Höhle das ziriko-jate, ein traditionelles lokales Koch-Event für Speisen aus der Region.
- •Die Höhle erhielt ab 2014 erhebliche Fördermittel aus einem Programm zur ländlichen Entwicklung, um den Ort zu erhalten und instand zu halten.
Geschichte
Die Entstehung der Höhle geht auf natürliche Prozesse zurück, bei denen ein kleiner Fluss seine Hauptgalerie ausformte.
Anfang der 1600er Jahre wurde die Umgebung, einschließlich des Ortes Zugarramurdi, berüchtigt für Hexereivorwürfe, die von der Spanischen Inquisition angeführt wurden.
Das führte dazu, dass über 53 Menschen beschuldigt wurden.
Das benachbarte Krankenhausgebäude, heute das Museum der Hexen, wurde 1788 von der Familie Dutaria gegründet und später umgewidmet, um diese Geschichte zu bewahren.
Seit 2014 erhält die Höhle Mittel aus der ländlichen Entwicklung, um ihre Erhaltung zu unterstützen und den Tourismus zu fördern.
Ortsführer
Hauptgalerie
Die zentrale Höhlengalerie, die vom kleinen Fluss La Regata del Infierno ausgearbeitet wurde, mit beeindruckenden Kalksteinformationen und historischer Bedeutung als Schauplatz angeblicher Hexenrituale.
Nebengalerien
Zwei höher gelegene Galerien, die von der Hauptgalerie abzweigen; weniger gut zugänglich, aber bemerkenswert wegen ihrer geologischen Formationen und ihrer besonderen Atmosphäre.
Kontakt
Telefon: 948 59 93 05