Pamplona-Kathedrale

Pamplona-Kathedrale

Navarra, Comunidad Foral de

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Die Pamplona-Kathedrale, offiziell Kathedrale Mariä Himmelfahrt, ist ein herausragendes Beispiel gotischer Architektur in Pamplona, Spanien. Die heutige Anlage, die zwischen 1394 und 1501 errichtet wurde, ersetzte ältere romanische Bauten und sogar noch frühere Kirchen aus römischer Zeit. Die neoklassizistische Fassade, entworfen von Ventura Rodríguez im Jahr 1783, bildet einen wunderschönen Kontrast zu den reich verzierten gotischen Innenräumen. Die Kathedrale besitzt einen kreuzförmigen Grundriss mit einem Mittelschiff und vier Seitenschiffen, deren Gewölbe mit polychromen Rippen gestaltet sind – beeinflusst von französischen Vorbildern der Gotik. Im Inneren können Besucher bedeutende Skulpturen bewundern, darunter das Grab von Carlos III. von Navarra und Eleonore von Kastilien, Renaissance-Chorgestühl sowie zahlreiche Altarbilder aus Gotik, Renaissance und Barock. Der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert, der zu den besten Beispielen gotischer Kreuzgänge in Europa zählt, bietet eine aufwendig ausgearbeitete skulpturale Ausgestaltung und umfasst die Kapelle von Barbazan sowie das Refektorium. Historisch war die Kathedrale der Ort der Krönungen navarresischer Könige und beherbergte die Cortes von Navarra (das Parlament). Seit ihrer Gründung ist sie der Mariä Himmelfahrt geweiht und bis heute ein bedeutendes Kultur- und Religionsdenkmal – ein einzigartiger Kirchenkomplex, der Jahrhunderte architektonischer Stilrichtungen und historischer Bedeutung vereint.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Pamplona-Kathedrale ist im Frühling und im frühen Herbst, um größeren Touristenscharen aus dem Weg zu gehen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen – besonders während lokaler Feste oder Feiertage. Besucher können von Ermäßigungen für Studierende, Senioren und Gruppen profitieren. Führungen werden angeboten und liefern wertvolle Einblicke in Kunst und Geschichte der Kathedrale. Verpassen Sie nicht das Fest zu Ehren der Mariä Himmelfahrt am 15. August – ein bedeutendes lokales Ereignis.

Interessante Fakten

  • Der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert gilt als eines der besten Beispiele gotischer Kreuzgänge in Europa.
  • Das Eisen, das im Waschbecken-Gitter des Kreuzgangs verwendet wird, soll aus der Schlacht von Navas de Tolosa stammen.
  • Die Kathedrale war Krönungs- und Begräbnisstätte der mittelalterlichen Könige von Navarra.
  • Archäologische Ausgrabungen haben unterhalb des Kathedralenstandorts römische Straßen und Gebäude freigelegt, die bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen.
  • Die neoklassizistische Fassade wurde 1783 vom renommierten Architekten Ventura Rodríguez entworfen.

Geschichte

Der Standort der Pamplona-Kathedrale reicht bis zu Roman Pompaelo zurück, mit archäologischen Funden aus dem 1.

Jahrhundert v.

Chr.

924

Die ursprüngliche Kathedrale wurde 924 während der Invasion von Abd-al-Rahman III.

zerstört.

Anschließend wurde sie unter Sancho III.

im frühen 11.

1100

Jahrhundert wiederaufgebaut und später durch eine romanische Kathedrale ersetzt, die zwischen 1100 und 1127 errichtet wurde.

1391

Nach ihrem Einsturz im Jahr 1391 entstand die heutige gotische Kathedrale zwischen 1394 und 1501.

Die neoklassizistische Fassade wurde im späten 18.

Jahrhundert von Ventura Rodríguez hinzugefügt.

Über die Jahrhunderte diente die Kathedrale sowohl als Krönungs- als auch als Begräbnisstätte der navarresischen Herrscher und war zugleich der Treffpunkt des Parlaments von Navarra.

Ortsführer

1
Gotischer Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert13. Jahrhundert

Ein Meisterwerk französischer Gotik: Der Kreuzgang ist mit reichen Skulpturen verziert. Dazu gehören unter anderem die Darstellung der Entschlafung Mariens (Dormition) am Eingang sowie die Kapelle von Barbazan mit einem eleganten Gewölbe mit acht Rippen. Außerdem beherbergt er bedeutende Grablegungen und das „Precious Door“, das das Leben der Maria zeigt.

2
Neoklassizistische Fassade1783
Ventura Rodríguez

Entworfen von Ventura Rodríguez im Jahr 1783: Die Fassade zählt zu den reinsten Beispielen neoklassizistischer Architektur auf der Iberischen Halbinsel und bildet einen Kontrast zum gotischen Innenraum.

3
Königliche Gräber1419
Jehan Lome de Tournai

Die Kathedrale beherbergt die Gräber von Carlos III. von Navarra und Eleonore von Kastilien. Die Skulpturen schuf Jehan Lome de Tournai im Jahr 1419 – und sie spiegeln die Bedeutung der Kathedrale als königliche Begräbnisstätte wider.

4
Renaissance-Chorgestühl1541

Das im Jahr 1541 installierte Chorgestühl ist fein ausgearbeitet. Es trennt den Chor vom Mittelschiff mit einem gotischen Eisengitter und zeigt damit Renaissance-Kunstfertigkeit im gotischen Umfeld.

Kontakt

Telefon: 948 22 56 79