Floridablanca-Garten
Murcia
Der Floridablanca-Garten liegt im historischen Viertel Carmen in Murcia, Spanien, und ist der älteste öffentliche Garten der Stadt. Er entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Ursprung war eine Allee (alameda) aus dem 18. Jahrhundert, die unter der Leitung des Architekten Juan Bautista Lacorte erweitert und umgestaltet wurde und später 1849 unter Bürgermeister Marín Baldo renoviert wurde. Der Garten bietet eine Vielzahl an Bäumen, Blumenbeeten und ein besonderes Denkmal, das José Moñino y Redondo, den Grafen von Floridablanca, einem bedeutenden Staatsmann aus Murcia, gewidmet ist. Die Statue, geschaffen von Santiago Baglietto, steht auf einem Sockel, der von Francisco Bolarín dem Älteren gestaltet wurde, und ist nahe dem Eingang der Iglesia de Carmen prominent platziert. Historisch war der Garten ein sozialer und kultureller Mittelpunkt, der Veranstaltungen wie die Agrar-, Industrie- und Bergbauausstellung im Jahr 1900 beherbergte. Im Laufe der Zeit wurden Verbesserungen vorgenommen, etwa die Anpflanzung großer Ficus-Bäume und von Magnolien, die eine ruhige und malerische urbane Oase entstehen lassen. Seine eisernen Einfriedungen, Granit- und Holzbänke sowie die gepflegten Blumenbeete ziehen nach wie vor Einheimische und Besucher gleichermaßen zu entspannten Spaziergängen und zum Verweilen an.
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Tipp: Besuchen Sie den Floridablanca-Garten im Frühling und in der frühen Sommerzeit, wenn die Blumen und Magnolien in voller Blüte stehen – dann kommen die Farben besonders gut zur Geltung und die Stimmung ist angenehm. Früh morgens oder spät am Nachmittag sind die Temperaturen kühler und das Licht eignet sich besser für Fotos. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vorab, vor allem an Feiertagen. Der Eintritt ist zwar frei, doch geführte Touren oder Informationsbroschüren können Ihren Besuch bereichern. Der Garten ist vom Zentrum von Murcia aus bequem zu Fuß erreichbar und liegt in der Nähe von Bus- bzw. ÖPNV-Haltestellen.
Interessante Fakten
- •Die Statue des Grafen von Floridablanca sollte ursprünglich ein Denkmal für König Fernando VII. werden, doch politische Veränderungen führten zu einer Umwidmung.
- •Der Garten war Gastgeber der Agrar-, Industrie- und Bergbauausstellung 1900, einem wichtigen Ereignis für die Entwicklung von Murcia.
- •Die großen Ficus-Bäume, die heute den Garten beschatten, wurden etwa um 1914 im Zuge einer lokalen Bewegung zum Erhalt von Bäumen gepflanzt.
- •Der Garten liegt am rechten Ufer des Río Segura im traditionellen barrio del Carmen, nahe historischen Klöstern und der alten königlichen Straße nach Cartagena.
Geschichte
Der Garten entwickelte sich aus einer Allee aus dem 18.
Jahrhundert, die 1786 erweitert wurde, indem unter der Leitung des corregidor Juan Pablo de Salvador neue Bäume gepflanzt wurden.
Angeregt von den Landschaftstrends aus Madrid, leitete der Architekt Juan Bautista Lacorte Reformen, die Pergolen und Blumenbeete hinzufügten.
1849 investierte Bürgermeister Marín Baldo in eine große Renovierung, die ihn in den Floridablanca-Garten verwandelte: Dabei wurden verschiedene Pflanzensorten eingeführt und das Denkmal für den Grafen von Floridablanca aufgestellt.
Der Garten war Schauplatz der Agrar-, Industrie- und Bergbauausstellung von 1900, die vorübergehend bauliche Veränderungen nach sich zog.
1914 wurde die Sociedad de Amigos del Árbol (Gesellschaft der Freunde der Bäume) gegründet, um den Garten zu schützen und zu verschönern – mit dem Ergebnis, dass große Ficus-Bäume gepflanzt wurden.
Im Laufe des gesamten frühen 20.
Jahrhunderts blieb der Garten ein gepflegter kultureller Anlaufpunkt in Murcia.
Ortsführer
Monument zum Grafen von Floridablanca1849
Eine markante Skulptur von Santiago Baglietto, die José Moñino y Redondo darstellt – eine Schlüsselfigur der Geschichte von Murcia und Spanien – und auf einem Sockel steht, der von Francisco Bolarín dem Älteren gefertigt wurde. Sie befindet sich nahe dem Eingang des Gartens gegenüber der Iglesia de Carmen und symbolisiert die Widmung des Gartens.
Zentrale Magnolien und Ficus-BäumeAnfang des 20. Jahrhunderts
Die zentrale Promenade des Gartens ist von ausgewachsenen Magnolienbäumen gesäumt, ergänzt durch große Ficus-Bäume, die im frühen 20. Jahrhundert gepflanzt wurden. Sie spenden Schatten und verstärken die ruhige Atmosphäre der Parkanlage.
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Telefon: 968 35 86 00