
Almudena-Kathedrale
Madrid, Comunidad de
Die Almudena-Kathedrale, offiziell „Kathedrale der Heiligen Maria, der Königin des Almudena“, ist eine bedeutende katholische Kathedrale in Madrid und Sitz des Erzbistums Madrid. Der Bau begann 1883. Zunächst als Pfarrkirche geplant, wurde sie später zu einer neogotischen Kathedrale umgestaltet, um mit dem nahegelegenen Königspalast zu harmonieren. Das Gebäude vereint auf einzigartige Weise eine neoklassizistische Außenfassade, ein neu-gotisches Inneres und die neu-romanische Kryptenarchitektur. Die Kathedrale wurde 1993 von Papst Johannes Paul II. geweiht. Damit war der über ein Jahrhundert dauernde Bauabschluss verbunden, der durch den Spanischen Bürgerkrieg unterbrochen worden war. Die Kathedrale beherbergt Kapellen und Kunstwerke zeitgenössischer Künstler, darunter Mosaiken von P. Marko Ivan Rupnik und Ikonen von Kiko Argüello. In der Krypta befindet sich ein Bild der Virgen de la Almudena aus dem 16. Jahrhundert, der Schutzpatronin von Madrid. Außerdem dient die Kathedrale als Begräbnisstätte bedeutender spanischer Royals und Würdenträger. Ihre Lage gegenüber dem Königspalast und die architektonische Harmonie mit der königlichen Umgebung machen sie zu einem einzigartigen religiösen und kulturellen Wahrzeichen im Zentrum von Spaniens Hauptstadt.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten die Kathedrale unter der Woche und am Vormittag erkunden, um Menschenmengen zu vermeiden. Tickets können oft vor Ort gekauft werden, doch in der Hochsaison oder bei besonderen Veranstaltungen ist eine vorherige Buchung empfehlenswert. Die Kathedrale bietet Ermäßigungen für Schülerinnen und Schüler, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Audioguides sind verfügbar, um das Besuchserlebnis zu bereichern. Am besten besucht man die Kathedrale im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter in Madrid angenehm ist – zudem lassen sich auch der nahegelegene Königspalast und die Gärten genießen.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale wurde 1993 von Papst Johannes Paul II. geweiht – während seines vierten Besuchs in Spanien.
- •Sie steht auf dem Gelände einer im Jahr 1083 während der christlichen Reconquista zerstörten mittelalterlichen Moschee.
- •Die neu-romanische Krypta beherbergt ein Bild der Virgen de la Almudena aus dem 16. Jahrhundert, der Schutzpatronin von Madrid.
- •Im Inneren finden sich moderne Kunstwerke zeitgenössischer Künstler wie P. Marko Ivan Rupnik und Kiko Argüello.
- •Die Kathedrale ist die Begräbnisstätte spanischer Königsfamilie, darunter Königin Mercedes von Orléans, sowie mehrerer Prinzen aus Bayern.
Geschichte
Die Ursprünge der Almudena-Kathedrale reichen bis in das Mittelalter zurück.
Sie wurde in der Nähe des Ortes einer alten Kirche sowie einer früheren Moschee errichtet.
Der Bau begann 1883, nachdem Madrid zur spanischen Hauptstadt geworden war, es aber noch keine Kathedrale gab.
Zunächst von Francisco de Cubas als Pfarrkirche entworfen, wurde sie nach der Gründung des Bistums Madrid-Alcalá im Jahr 1885 als neogotische Kathedrale umgeplant.
Während des Spanischen Bürgerkriegs wurde die Baustelle gestoppt und 1950 mit Änderungen an einer barocken Außenfassade wieder aufgenommen, um den Königspalast zu imitieren.
1993 wurde die Kathedrale schließlich fertiggestellt und von Papst Johannes Paul II.
geweiht.
Seitdem hat sie bedeutende Ereignisse ausgerichtet, darunter die königliche Hochzeit 2004 von König Felipe VI.
Ortsführer
Hauptschiff und ChorraumSpätes 19. bis 20. Jahrhundert
Das neogotische Innere der Kathedrale zeigt hoch aufragende Gewölbe und ein geräumiges Hauptschiff, das zum Chorraum führt. Dabei werden Stilrichtungen der historischen Wiederbelebung mit zeitgenössischer Kunst verbunden.
Kapelle des Allerheiligsten20. Jahrhundert
Diese Kapelle ist mit aufwendigen Mosaiken von P. Marko Ivan Rupnik geschmückt und zeigt moderne religiöse Kunst in der Kathedrale.
Ikonen im Chorbogen20. Jahrhundert
Die von Kiko Argüello gemalten Ikonen – er ist Gründer des Neokatechumenalen Weges – verleihen dem Kircheninneren eine lebendige, moderne spirituelle Dimension.
Neu-romanische KryptaFrühes 20. Jahrhundert
Die Krypta, die vom Cuesta de la Vega aus zugänglich ist, bietet neu-romanische Architektur und beherbergt eine verehrte Statue der Virgen de la Almudena aus dem 16. Jahrhundert.
Kontakt
Telefon: 915 42 22 00