Concatedral de Santa María de la Redonda
La Rioja
Die Co-Kathedrale Santa María de la Redonda ist eine bedeutende römisch-katholische Kirche im historischen Zentrum von Logroño, La Rioja, Spanien. Ihr Name geht auf eine frühere romanische Kirche mit rundem oder polygonalem Grundriss zurück, die einst an diesem Ort stand. Die heutige Anlage, 1959 von Papst Johannes XXIII. zur Konkathedrale erhoben, gehört zum Bistum Calahorra y La Calzada-Logroño, das als Besonderheit drei Kathedrensitze hat. Architektonisch zeichnet sich das Gebäude durch ein gotisches Mittelschiff aus, das zwischen 1516 und 1538 errichtet wurde. Es ist geprägt von schlanken, zylindrischen Säulen und kunstvoll verzierten Kreuzrippengewölben, die an eine steinerne Palmenlandschaft erinnern. Rechts und links des Haupteingangs stehen zwei aufwendig verzierte Zwillingstürme, ikonische Wahrzeichen von Logroño. Ihre Gestaltung ist inspiriert vom Turm der Kirche Santo Tomás in Haro und verkörpert den Riojanischen Barockstil. In der Kirche gibt es zahlreiche Kapellen, die im 16. und 17. Jahrhundert mit religiösen Gemälden, Skulpturen und Altarbildern bereichert wurden, darunter die Barockkapelle Unserer Lieben Frau von den Engeln (1756). Von besonderer künstlerischer Bedeutung sind die flämischen Tafeln von Gillis Coignet, die 1584 in Antwerpen gemalt wurden und die Verkündigung, die Epiphanie und den Apostel Petrus darstellen. Die Konkathedrale beherbergt außerdem ein kleines Ölgemälde, das Michelangelo zugeschrieben wird und als „Calvary of La Rioja“ bekannt ist, dessen Echtheit jedoch umstritten bleibt. Die von Juan Bautista Arbaiza gestaltete Fassade-Retabel sowie die Uhr mit drei getrennten Zifferblättern für Stunden, Minuten und Sekunden tragen zusätzlich zur Einzigartigkeit des Baus bei. Seit 1931 als Kulturdenkmal geschützt, ist die Konkathedrale bis heute ein lebendiger Mittelpunkt des religiösen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Logroño.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten die Konkathedrale tagsüber erkunden, um die architektonischen Details und Kunstwerke in ihrer ganzen Wirkung zu erleben. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen – besonders, um die Türme zu besichtigen, von denen sich ein Panoramablick über Logroño bietet. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Gruppen und Seniorinnen bzw. Senioren. Die beste Zeit für einen Besuch liegt außerhalb der großen religiösen Feiertage, um Menschenmengen zu vermeiden. Bitte prüfen Sie außerdem auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen.
Interessante Fakten
- •Der Name der Konkathedrale „La Redonda“ bezieht sich auf die runde Form der ursprünglichen romanischen Kirche am Standort.
- •Die Zwillingstürme sind ein ikonisches Wahrzeichen von Logroño und wurden vom Turm der Kirche Santo Tomás in Haro inspiriert.
- •In der Kirche befinden sich flämische Bildtafeln, die Gillis Coignet 1584 gemalt hat und die religiöse Szenen wie die Verkündigung und den Apostel Petrus darstellen.
- •Ein kleines Ölgemälde namens „Calvary of La Rioja“, Michelangelo zugeschrieben, befindet sich in der Konkathedrale – seine Echtheit ist jedoch nicht bestätigt.
- •Das von Juan Bautista Arbaiza entworfene Fassade-Retabel zeigt ein monumentales Stein-Altarbild, das von den Zwillingstürmen flankiert wird.
Geschichte
Der Ort beherbergte ursprünglich eine romanische Kirche mit rundem oder polygonalem Grundriss, der den Namen „La Redonda“ begründete.
Im 15.
Jahrhundert, als Logroño zur Stadt erklärt wurde, erhielt die Kirche den Rang einer Kollegiatkirche.
Vom 16.
bis ins 19.
Jahrhundert wurden die heutige gotische und barocke Anlage errichtet und erweitert, unter anderem durch die Hinzufügung von Zwillingstürmen, die sich an regionalen Vorbildern orientierten.
1959 erhob Papst Johannes XXIII.
die Kirche zur Konkathedrale – sie wurde damit eine von drei Kathedralen in ihrem Bistum.
Das Gebäude steht seit 1931 als geschütztes Kulturdenkmal unter Schutz und war über Jahrhunderte ein Mittelpunkt des städtischen und religiösen Lebens in Logroño.
Ortsführer
Twin Towers16th century
Diese aufwendig verzierten Türme flankieren den Haupteingang und sind ein prägendes Wahrzeichen von Logroño. Gebaut von Martín de Beratúa, wurde ihr Entwurf vom Turm der Kirche Santo Tomás in Haro inspiriert und steht exemplarisch für die riojanische Barockarchitektur.
Façade-Retablo16th century
Ein monumentales Stein-Altarbild über dem Haupteingang, entworfen von Juan Bautista Arbaiza. Es wird von den Zwillingstürmen flankiert und durch ein schmiedeeisernes Gitter geschützt.
Central Nave and Vaults1516-1538
Zwischen 1516 und 1538 im gotischen Stil errichtet, zeigt das Mittelschiff schlanke, zylindrische Säulen ohne Rippen sowie ein komplexes Netz aus Kreuzrippengewölben, das an eine steinerne Palmenlandschaft erinnert.
Baroque Chapel of Our Lady of the Angels1756
Nahe dem Haupteingang gelegen, wurde diese Kapelle 1756 erbaut und ist im Barockstil reich verziert – mit religiösen Gemälden und Skulpturen.
Flemish Panels by Gillis Coignet1584
Ein Zyklus aus drei religiösen Gemälden – Verkündigung, Epiphanie und der Apostel Petrus – gemalt in Antwerpen im Jahr 1584 und in der Kapelle der Konkathedrale installiert. Sie wurden im frühen 20. Jahrhundert in Paris erworben.
Calvary of La Rioja Painting
Ein kleines Ölgemälde auf Holz, das Christus lebend am Kreuz, die Jungfrau Maria, den Evangelisten Johannes und Maria Magdalena zeigt. Traditionell Michelangelo zugeschrieben, doch die Echtheit ist umstritten.
Kontakt
Telefon: 941 25 76 11