
Castro de Baroña
Galicia
Castro de Baroña ist eine bemerkenswerte befestigte Siedlung aus der Eisenzeit auf einer Halbinsel in der Pfarrei Baroña, in Galicien, Spanien. Sie war zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. bewohnt und besitzt zwei konzentrische Steinmauern sowie noch etwa zwanzig erhaltene runde und ovale Häuser. Zum Gelände gehören ein Graben und Wallanlagen, die der Verteidigung dienten – dazu eine gut erhaltene Hauptmauer mit einem Verteidigungsturm und einem mit einem Tor versehenen Eingang. Innerhalb der Siedlung ist das Areal in vier klar abgegrenzte Bereiche unterteilt, mit Wohnbauten und auch möglichen Schmiedestätten sowie Gemeinschaftsbereichen. Die Siedlung dürfte weitgehend autark gewesen sein und sich von Meeresressourcen wie Muscheln und Fisch ernährt haben – ergänzt durch Vieh, Ziegen, Schafe und Eicheln. Trotz der massiven Befestigungen gab es keine Quelle für Wasser innerhalb der Siedlung, sodass die Bewohner das Wasser von außen holen mussten. Archäologische Ausgrabungen seit 1933 haben Hinweise auf Metallverarbeitung, Mauerwerk und Textilherstellung zutage gefördert – und geben damit Einblicke in den Alltag und die handwerklichen Fähigkeiten der Menschen vor Ort. Für Besucher bietet der Ort einen einzigartigen Eindruck von keltischer Kultur und antiker Befestigungsarchitektur, eingebettet in die dramatische Küstenlandschaft von Galicien.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Castro de Baroña sind die wärmeren Monate, wenn das Wetter das Erkunden der Open-Air-Anlage erleichtert. In der Hauptsaison sollten Besucher am besten Tickets im Voraus kaufen oder geführte Touren reservieren, um Menschenmengen zu vermeiden. Aufgrund unebenen Geländes und steiniger Wege werden bequeme Schuhe empfohlen. Da es vor Ort keine Wasserstellen gibt, können nahe Einrichtungen möglicherweise Erfrischungen anbieten. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Schüler, Senioren oder Gruppen – am besten vorher nachfragen. Ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag liefert weichere Lichtverhältnisse für die Fotografie und ein ruhigerenes Erlebnis.
Interessante Fakten
- •Die Siedlung besitzt als erste Verteidigungslinie einen Graben von vier Metern Breite und drei Metern Tiefe.
- •Die am besten erhaltenen Treppen unter den Festungen in Galicien findet man in Castro de Baroña.
- •Innerhalb der Festung gibt es keine natürlichen Wasserquellen, sodass die Bewohner das Wasser von außen beziehen mussten.
- •Zu den archäologischen Funden zählen Hinweise auf Metallverarbeitung, Mauerwerksarbeiten und Textilproduktion.
- •Die Mauern könnten ursprünglich die gesamte Siedlung umschlossen haben und so eine nahezu vollständige Verteidigungsbarriere gebildet haben.
Geschichte
Castro de Baroña wurde erstmals 1933 von Sebastián González-García ausgegraben – ein Startpunkt für die systematische archäologische Erforschung.
Weitere Grabungen fanden 1969–1970 durch J.
M.
Luengo statt und zwischen 1980 und 1984 durch Francisco Calo Lourido und Teresa Soeiro.
1984 und 1985 konzentrierten sich Ánxel Concheiro und Francisco Calo darauf, die strukturelle Stabilität der Anlage zu stärken.
2012 setzten dann weitere Restaurierungs- und Grabungsmaßnahmen ein, um die Siedlung zu erhalten und besser zu verstehen.
Der Ort reicht in die Eisenzeit zurück, und zwar vom 1.
Jahrhundert v.
Chr.
bis zum 1.
Jahrhundert n.
Chr.
– und spiegelt damit die kulturellen und defensiven Strategien der keltischen Bevölkerung Galiciens wider.
Ortsführer
Hauptmauern zur Verteidigung und Turm1st century BC - 1st century AD
Die wichtigste Befestigung besteht aus zwei Steinmauern, die mit Sand und Steinen gefüllt sind – einschließlich eines Verteidigungsturms nahe dem Eingang, wo sich die Mauern verengen. Vermutlich war hier ein Tor angebracht, um die Durchfahrt von Wagen zu verhindern.
Wohnhäuser: Rundhäuser1st century BC - 1st century AD
Etwa zwanzig kreisrunde und ovale Häuser sind noch erhalten und teilen sich in vier Bereiche innerhalb der Festung. Einige Bauten enthalten Feuerstellen und Pfostenlöcher, was auf eine häusliche Nutzung und möglicherweise auch auf Schmiedetätigkeiten hindeutet.
Graben und Wall am Isthmus1st century BC - 1st century AD
Ein Graben von vier Metern Breite und drei Metern Tiefe wurde in den Isthmus gegraben, der die Halbinsel mit dem Festland verbindet. Er diente als erste Verteidigungslinie, gefolgt von parallelen Steinmauern, die eine Wallanlage bildeten.
Höchster Bereich und Wege1st century BC - 1st century AD
Ein Pfad führt zum höchsten Teil der Siedlung, in dem zusätzliche Bauwerke erhalten sind. Von hier aus erhält man einen Ausblick und bekommt ein besseres Gefühl für den Grundriss und die defensive Positionierung der Festung.