Herkules-Turm

Herkules-Turm

Galicia

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Der Herkules-Turm bei A Coruña in Galicien (Spanien) ist der älteste bekannte römische Leuchtturm, der noch heute genutzt wird. Er wurde im 1. Jahrhundert unter Kaiser Trajan errichtet und ist 55 Meter hoch; von hier aus überblickt er die Küste des Nordatlantiks. Der Turm wurde auf Fundamenten gebaut, die möglicherweise phönizischen Ursprungs sind, und nach dem Vorbild des Leuchtturms von Alexandria gestaltet. Die ursprüngliche Anlage war kürzer und breiter und besaß eine spiralförmige Rampe; ihre Umrisse sind bis heute erkennbar. 1791 erhielt der Turm im Zuge einer neoklassizistischen Restaurierung eine vierte Etage – der römische Kern blieb dabei erhalten. Seit 2009 ist er als Nationaldenkmal und UNESCO-Welterbestätte anerkannt. Damit ist er der zweit­höchste Leuchtturm in Spanien. Zum Areal gehört außerdem ein Skulpturengarten mit Werken von Pablo Serrano und Francisco Leiro. Die Lage des Turms in der Nähe der tückischen „Costa da Morte“ („Küste des Todes“) unterstreicht seine historische Bedeutung für die maritime Navigation. Mythen verknüpfen den Leuchtturm mit dem Helden Herkules und dem keltischen König Breogán – und bereichern so seine kulturelle Bedeutung.

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Tipp: Besucher sollten am besten tagsüber kommen, um die Architektur des Turms und den umliegenden Skulpturengarten in vollen Zügen zu genießen. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Senioren und Studierende. Aufgrund der 239 Stufen bis ganz nach oben werden bequeme Schuhe empfohlen. In der frühen Frühlings- und Herbstzeit ist das Wetter angenehm und es ist weniger los. Geführte Touren sind verfügbar und machen das Erlebnis um die historische Dimension noch intensiver.

Interessante Fakten

  • Der Herkules-Turm ist der älteste römische Leuchtturm, der weltweit noch in Betrieb ist.
  • 2009 wurde er zum UNESCO-Welterbe erklärt – aufgrund seiner historischen und architektonischen Bedeutung.
  • Das Design des Leuchtturms wurde vom antiken Leuchtturm von Alexandria in Ägypten inspiriert.
  • Auf dem Gelände befindet sich ein Skulpturengarten mit Werken der renommierten Künstler Pablo Serrano und Francisco Leiro.
  • Der Turm steht an der „Küste des Todes“, einer Region, die besonders für Schiffsunglücke berüchtigt ist.
  • Der Fundamentstein trägt eine Inschrift, die das Design dem Architekten Gaius Sevius Lupus aus Lusitania (dem heutigen Portugal) zuschreibt.
  • Legenden verbinden den Turm mit dem Helden Herkules und dem keltischen König Breogán und knüpfen so an die regionale Mythologie an.

Geschichte

Der Herkules-Turm geht auf das 1.

Jahrhundert n.

Chr.

zurück; er wurde unter Kaiser Trajan möglicherweise auf früheren phönizischen Fundamenten gebaut oder neu errichtet.

415

Um 415 n.

Chr.

erwähnte ihn Paulus Orosius als bedeutendes maritimes Wahrzeichen.

Der ursprüngliche römische Leuchtturm war kürzer und breiter und verfügte über eine spiralförmige Rampe sowie eine Kuppelkrone.

1788

In den Jahren 1788–1791 leitete der Marineingenieur Eustaquio Giannini eine neoklassizistische Restaurierung, bei der eine vierte Etage ergänzt wurde; dabei blieb das römische Mauerwerk erhalten.

Im Verlauf des Mittelalters diente der Turm als wichtiger Navigationspunkt für Kreuzfahrer auf dem Weg nach Santiago de Compostela.

Seine kontinuierliche Nutzung über zwei Jahrtausende hinweg zeigt, wie groß seine maritime Bedeutung bis heute ist.

Ortsführer

1
Römischer Kern und Spirallauf1. Jahrhundert
Gaius Sevius Lupus

Die ursprüngliche römische Bausubstanz bildet den Kern des Turms. Eine spiralförmige Rampe ist außen sichtbar und zeigt eindrucksvoll die Techniken antiken Ingenieurwesens.

2
Neoklassizistische vierte Etage1791
Eustaquio Giannini

Diese vierte Etage wurde im Zuge der Restaurierung von 1791 durch Eustaquio Giannini ergänzt. Sie erhöhte die Höhe und Funktionalität des Turms, während der römische Sockel respektiert wurde.

3
Skulpturengarten

Der Garten auf dem Gelände des Leuchtturms zeigt moderne Skulpturen von Pablo Serrano und Francisco Leiro und verbindet zeitgenössische Kunst mit dem historischen Erbe.

4
Aussichtspunkt

Ganz oben am Turm erwarten Sie Panoramablicke auf die Atlantikküste und die umliegende Landschaft – ein lohnender Anreiz für alle, die die 239 Stufen hinaufsteigen.

Kontakt

Telefon: 981 22 37 30