
Kathedrale von Santiago de Compostela
Galicia
Die Kathedrale von Santiago de Compostela in Galicien, Spanien, ist ein monumentales romanisches Bauwerk mit späteren gotischen und barocken Ergänzungen. Berühmt ist sie als die angebliche Begräbnisstätte des Heiligen Jakobus des Großen, eines der Apostel von Jesus Christus – und damit gehört sie zu den wenigen Kirchen weltweit, die über dem Grab eines Apostels errichtet wurden. Seit dem frühen Mittelalter ist die Kathedrale ein bedeutender christlicher Wallfahrtsort und markiert das traditionelle Ende der Pilgerroute auf dem Jakobsweg. Der Bau begann 1075 unter Alfonso VI. von Kastilien, inspiriert vom romanischen Kirchenbau der Saint-Sernin-Kirche in Toulouse, und wurde 1211 geweiht. Zu den bemerkenswerten architektonischen Elementen gehören die barocke Fassade Obradoiro sowie das romanische Pórtico da Gloria, ein Meisterwerk mittelalterlicher Bildhauerkunst. Die kulturelle und spirituelle Bedeutung zeigt sich auch in der Auszeichnung als Teil des UNESCO-Welterbes und in ihrer ungebrochenen Rolle als Pilgerziel. Das städtische Umfeld der Kathedrale umfasst große Plätze, die ihre monumentale Wirkung im Stadtbild von Santiago de Compostela noch verstärken.
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Tipp: Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, ihren Besuch im Frühjahr oder in der frühen Herbstsaison zu planen, um die großen Pilgerandrangzeiten zu vermeiden. Wenn Sie Tickets oder geführte Touren im Voraus über die offizielle Website buchen, sichern Sie sich den Zugang und können das Erlebnis zusätzlich bereichern. Die Kathedrale bietet ermäßigte Eintrittsoptionen für Gruppen, Studierende und Pilger. Ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für eine ruhigere Atmosphäre zum Innehalten und Fotografieren. Aufgrund unebener historischer Steinflächen und der Größe der gesamten Anlage werden bequeme Schuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist eine der wenigen Kirchen weltweit, die über dem Grab eines Apostels errichtet wurden – neben dem Petersdom im Vatikan und der St Thomas Cathedral Basilica in Chennai, Indien.
- •Die barocke Fassade der Praza do Obradoiro wurde 1740 von Fernando de Casas Novoa fertiggestellt.
- •Der Bau der Kathedrale begann 1075 und wurde 1211 geweiht, doch das Bauwerk enthält außerdem architektonische Ergänzungen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
- •Die Tore und Glocken, die Al-Mansur aus der frühen Kirche mitgenommen hatte, wurden später in der Kathedrale von Saint Mary of Toledo installiert, nachdem sie aus Córdoba erbeutet worden waren.
- •Die Kathedrale gehört zum UNESCO-Welterbe von Santiago de Compostela, das 1985 ausgezeichnet wurde.
Geschichte
Der Legende nach wurde das Grab des Heiligen Jakobus 814 n.
Chr.
von Pelagius dem Einsiedler wiederentdeckt, nachdem er geheimnisvolle Lichter über dem Libredon-Wald gesehen hatte.
König Alfonso II.
von Asturien ließ an dieser Stelle eine Kapelle errichten, der weitere Kirchen folgten, bis hin zur heutigen romanischen Kathedrale, deren Bau 1075 begann.
Die ursprüngliche frühere Kirche wurde 997 von der Armee von Al-Mansur zerstört, das Grab blieb jedoch unberührt.
Die Kathedrale wurde 1211 geweiht und im Laufe der Jahrhunderte mit gotischen und barocken Elementen erweitert.
1120 erhob Papst Callixtus II.
die Kirche zu einem erzbischöflichen Sitz und unterstrich damit ihre religiöse Bedeutung.
Die Geschichte der Kathedrale ist eng mit der mittelalterlichen Pilgerroute, dem Camino de Santiago, verknüpft, die in der modernen Zeit wiederbelebt wurde – als große kulturelle und spirituelle Reise.
Ortsführer
Fassade des Obradoiro1740
Die prächtige barocke Fassade zur Praza do Obradoiro hin, 1740 von Fernando de Casas Novoa vollendet, ist das ikonischste äußere Erscheinungsbild der Kathedrale – und symbolisiert ihre monumentale Präsenz in der Stadt.
Pórtico da Gloria1188
Ein frühes romanisches bildhauerisches Meisterwerk, das 1188 von Meister Mateo vollendet wurde: Das Pórtico da Gloria ist das Hauptportal der Kathedrale und ein Höhepunkt mittelalterlicher Kunst. Es zeigt biblische Szenen und Figuren mit aufwendigsten Details.
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Telefon: 934 78 07 68