Kathedrale Mariä Himmelfahrt

Kathedrale Mariä Himmelfahrt

Ceuta

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Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Ceuta ist eine römisch-katholische Kirche mit tiefen historischen Wurzeln, die bis zu einer frühchristlichen östlich-römischen Kirche zurückreichen – möglicherweise wurde sie im 6. Jahrhundert von Kaiser Justinian I. errichtet. Später war der Ort Schauplatz der Großen Moschee von Ceuta, die für ihre architektonische Vielfalt bekannt war. Nach der Eroberung durch die Portugiesen im Jahr 1415 wurde sie in eine christliche Kirche umgewandelt. Aufgrund von Kriegsschäden und der Belagerung von Ceuta verfiel die aus der Moschee hervorgegangene Kirche, sodass ab 1686 mit dem Bau der heutigen Kathedrale begonnen wurde. Entworfen wurde sie vom Architekten Juan de Ochoa. Weihe war 1726; gewidmet ist sie Mariä Himmelfahrt. Zum Kathedralenkomplex gehören das Vikariat, das diözesane Archiv, die Bibliothek, das Museum sowie der Bischofspalast – rund um einen kleinen dreieckigen Innenhof. Besonders hervorzuheben sind die Kapelle der Allerheiligsten Dreifaltigkeit mit einem barocken Altarbild, Fresken von Miguel Bernardini, drei große Gemälde sowie eine Figur der „Großen Jungfrau“ aus dem 15. Jahrhundert portugiesischer Herkunft. Diese Kathedrale verkörpert eine einzigartige Mischung christlicher und islamischer historischer Schichten und ist zugleich ein religiöses sowie kulturelles Wahrzeichen in diesem spanischen Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent.

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Tipp: Besucher sollten vor der Planung ihres Besuchs prüfen, ob es aufgrund laufender Restaurierungsarbeiten zeitweise Schließungen gibt. Am besten lässt sich die Kathedrale außerhalb großer religiöser Feiertage besichtigen, um Menschenmengen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, damit man die reiche Geschichte und die Kunst im Inneren in vollen Zügen genießen kann. Für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Kathedrale ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von Ceuta erreichbar.

Interessante Fakten

  • Die Kathedrale wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Großen Moschee errichtet und spiegelt damit die vielfältige Religionsgeschichte der Stadt wider.
  • Sie beherbergt Fresken von Miguel Bernardini, einem bedeutenden Künstler.
  • Die Figur der Großen Jungfrau aus dem 15. Jahrhundert in der Kathedrale stammt aus Portugal.
  • Der Bau der Kathedrale wurde aufgrund der lang anhaltenden Belagerung von Ceuta im späten 17. Jahrhundert verzögert.

Geschichte

Ursprünglich stand an dieser Stelle eine frühchristliche östlich-römische Kirche aus dem 6.

Jahrhundert – möglicherweise unter Kaiser Justinian I.

errichtet.

1415

Diese wurde durch die Große Moschee von Ceuta ersetzt, die nach der portugiesischen Eroberung 1415 in eine christliche Kirche umgewandelt wurde.

1686

Das Gebäude verfiel durch Kriegseinwirkungen und die Belagerung, was den Bau der heutigen Kathedrale ab 1686 zur Folge hatte.

1726

Trotz Verzögerungen aufgrund der Belagerung von Ceuta wurde die Kathedrale 1726 geweiht.

Im Laufe der Zeit wuchs der Kathedralenkomplex und umfasste auch die Amtsräume der Diözese sowie den Bischofspalast.

Ortsführer

1
Kapelle der Allerheiligsten Dreifaltigkeit18. Jahrhundert

Eine reich verzierte Kapelle in der Kathedrale mit einem barocken Altarbild und kunstvollen, detailreichen Ausgestaltungen.

2
Barockes Altarbild18. Jahrhundert

Ein aufwendiges barockes Altarbild, das das Innere der Kathedrale dominiert und religiöse Bildmotive sowie meisterliche Handwerkskunst zur Schau stellt.

3
Fresken von Miguel Bernardini18. Jahrhundert
Miguel Bernardini

Eine Reihe von Fresken, die der Künstler Miguel Bernardini geschaffen hat und die dem Inneren der Kathedrale einen besonders großen künstlerischen Wert verleihen.

4
Figur der Großen Jungfrau aus dem 15. Jahrhundert15. Jahrhundert

Eine historische Statue der Maria, die ihren Ursprung in Portugal hat und aus dem 15. Jahrhundert stammt; sie befindet sich in der Kathedrale.

5
Bischofspalast und diözesaner KomplexNach dem 18. Jahrhundert

Als Anbau an die Kathedrale beherbergt dieses Gebäude das Vikariat, das Sekretariat, das diözesane Archiv, die Bibliothek und das Museum der Kathedrale – rund um einen kleinen dreieckigen Innenhof.

Kontakt

Telefon: 956 51 77 71