Amphitheater von Tarragona

Amphitheater von Tarragona

Catalunya

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Das Amphitheater von Tarragona ist eine antike römische, elliptische Arena direkt vor dem historischen Zentrum von Tarragona in Katalonien, Spanien. Es wurde im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. errichtet, möglich gemacht durch eine Spende eines kaiserlichen Priesters. Es gehörte zu einer Trilogie römischer Unterhaltungseinrichtungen, zu der auch ein Theater und ein Zirkus zählten, und spiegelte den Status der Stadt als Provinzhauptstadt wider. Das Amphitheater bot Gladiatorenkämpfe, wilde Tierjagden und Hinrichtungen, wobei die Arena etwa 62,5 auf 38,5 Meter misst. Architektonisch fällt eine dreistufige Sitzordnung ins Auge, teilweise in den Fels gehauen und an anderer Stelle durch gewölbte Bauten gestützt. Ein 3,25 Meter hoher Podiumsbau trennt die Arena von den Zuschauern. Ein kleiner, kapellenartiger Raum beherbergte einst ein Wandbild der Nemesis, der Göttin, die die Gladiatoren beschützte. Das Gelände wurde 221 n. Chr. während der Herrschaft von Kaiser Elagabalus renoviert. Besonders bemerkenswert: Im Jahr 259 n. Chr. wurden Bischof Fructuosus und seine Diakone durch Verbrennen im Amphitheater hingerichtet. Dies führte später zum Bau einer Basilika und der romanischen Kirche Santa Maria del Miracle an eben dieser Stelle. Heute steht das Amphitheater als eindrucksvolles Zeugnis des reichen römischen Erbes von Tarragona und gehört zum UNESCO-Welterbe-Ensemble der archäologischen Stätten von Tarraco.

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Tipp: Die beste Zeit, um das Amphitheater von Tarragona zu besuchen, sind Frühling und Herbst: Dann ist das Wetter mild und es gibt weniger Publikum. Tickets können Sie im Voraus online über die offizielle Website zum Kulturerbe von Tarragona erwerben, um Warteschlangen zu vermeiden. Prüfen Sie die Öffnungszeiten am besten vorher, da sie je nach Saison variieren können. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Senioren und Gruppen. Für ein besseres Verständnis des historischen Kontexts und der architektonischen Besonderheiten sind geführte Touren empfehlenswert.

Interessante Fakten

  • Das Amphitheater ist Teil des archäologischen Ensembles von Tarraco, das 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
  • In einem kleinen kapellenartigen Raum innerhalb des Amphitheaters wurde ein Wandbild entdeckt, das Nemesis darstellt – die Göttin, die die Gladiatoren beschützt.
  • Die Maße der Arena betragen etwa 62,5 Meter mal 38,5 Meter. Die Sitzreihen sind in drei Bereiche unterteilt (maenianae).
  • Das Amphitheater war der Ort der Märtyrerhinrichtung von Bischof Fructuosus und seinen Diakonen durch Verbrennen im Jahr 259 n. Chr.
  • Die nahegelegene römische Straße Via Augusta verlief dicht am Amphitheater und erleichterte so den Zugang sowie die Ankunft der Tiere für die Schauspiele.

Geschichte

Das Amphitheater von Tarragona wurde im frühen 2.

Jahrhundert n.

Chr.

durch eine Wohltat eines Provinz-Flamen (kaiserlichen Priesters) errichtet.

Es gehörte zum Unterhaltungskomplex der römischen Stadt, gemeinsam mit Theater und Zirkus.

221

Im Jahr 221 n.

Chr.

wurde das Amphitheater während der Herrschaft von Kaiser Elagabalus renoviert.

259

Ein bedeutendes historisches Ereignis fand 259 n.

Chr.

statt: Bischof Fructuosus und seine beiden Diakone wurden in der Arena durch Verbrennen hingerichtet.

Diese Tat inspirierte später den Bau einer Basilika, die diesen Märtyrern gewidmet war.

Im 12.

Jahrhundert wurde die romanische Kirche Santa Maria del Miracle über der früheren spätantiken Basilika auf dem Gelände errichtet – ein Zeichen dafür, dass der Ort auch weiterhin sakral genutzt wurde.

Ortsführer

1
Die Arenaearly 2nd century AD

Der elliptische zentrale Bereich, in dem Gladiatorenkämpfe, Tierjagden und Hinrichtungen stattfanden. Er misst etwa 62,5 mal 38,5 Meter und enthält die fossae (Gruben) unter dem Boden der Arena.

2
Sitzreihen (Cavea)early 2nd century AD

Der terrassierte Sitzbereich wurde teilweise auf der Nordseite in den natürlichen Fels gehauen und an anderer Stelle durch gewölbte Strukturen gestützt. Er ist in drei maenianae unterteilt und spiegelt damit die römischen sozialen Hierarchien in der Sitzordnung wider.

3
Nemesis-Wandbild-Kapelleearly 2nd century AD

Ein kleiner kapellenartiger Raum im Amphitheater, in dem ein Wandbild der Nemesis – der Göttin, die die Gladiatoren beschützt – entdeckt wurde. Das deutet auf die religiösen Aspekte hin, die mit dem Gladiatorenkampf verbunden waren.

4
Tribüne und Haupt-Eingängeearly 2nd century AD

Die Tribüne war der offizielle Bereich für Würdenträger. Die Haupttore ermöglichten den Zugang zur Arena für die Teilnehmer und die Tiere während der Spektakel.

5
Basilika der Märtyrer und Kirche Santa Maria del Miracle6th century (basilica), 12th century (Romanesque church)

Die Anlage wurde nach der Märtyrertat von Bischof Fructuosus und seinen Diakonen im Jahr 259 n. Chr. errichtet. Die Basilika und später die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, Santa Maria del Miracle, erinnern an die christlichen Märtyrer.

Kontakt

Telefon: 977 24 25 79