Basilika Santa Maria del Mar

Basilika Santa Maria del Mar

Catalunya

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Die Basilika Santa Maria del Mar im Stadtteil Ribera von Barcelona ist ein Paradebeispiel für katalanische Gotik und entstand zwischen 1329 und 1383 in der Blütezeit der maritimen und kaufmännischen Aktivitäten Kataloniens. Im Gegensatz zu vielen großen mittelalterlichen Kirchen, die von Adeligen gefördert wurden, wurde diese Basilika von der lokalen Arbeiterschaft finanziert und gebaut – vor allem von den Hafenarbeitern, die als „bastaixos“ bekannt sind. Deren Einsatz wird an den Hauptportaltüren gewürdigt. Außen wirkt die Kirche massiv und schlicht, eingefasst von engen Gassen: Auffällig sind ein Rosenfenster sowie zwei Türme, die Jahrhunderte voneinander getrennt vollendet wurden. Innen überzeugt die Basilika durch ihre Weite, eine mit Licht geflutete Atmosphäre und den größten Säulenabstand einer gotischen Kirche in Europa – mit einem luftigen, einheitlichen Kirchenschiff ohne Querschiffe. Die Innenausstattung ging im Wesentlichen bei einem Brand im Jahr 1936 im Zuge des Spanischen Bürgerkriegs verloren, doch einige Glasfenster aus verschiedenen Epochen sind erhalten. Die Proportionen der Kirche orientieren sich am mittelalterlichen Fußmaß und verleihen ihr harmonische Abmessungen. Kulturell hat sie große Bedeutung: Sie inspirierte den Bestseller „Cathedral of the Sea“ und dessen Netflix-Verfilmung. Heute ist sie weiterhin ein geschätztes Symbol für Barcelonas maritimes Erbe und den Geist seiner Menschen.

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Tipp: Besuchen Sie Santa Maria del Mar an Werktagen am Morgen oder am späten Nachmittag, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre zu genießen. Tickets können vor Ort gekauft werden, doch in der Hochsaison wird eine vorherige Buchung empfohlen. Besucher können von Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen profitieren. Die Basilika ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, und geführte Touren werden angeboten, um das Erlebnis zu bereichern.

Interessante Fakten

  • Die Säulen der Basilika stehen etwa 43 Fuß auseinander – der größte Abstand in irgendeiner gotischen Kirche in Europa.
  • Die Türen ehren die „bastaixos“, also die Hafenarbeiter, die die schweren Steine für den Bau auf dem Rücken trugen.
  • Das Rosenfenster, das beim Erdbeben von 1428 zerstört wurde, wurde bis 1459 im Flamboyant-Gotikstil wiederaufgebaut.
  • Der Futbol Club Barcelona unterstützte die Restaurierung der Glasfenster nach dem Brand von 1936 und erhielt so einen Platz für sein Wappen in einem Fenster.
  • Die Basilika diente als Kulisse für den Bestseller „Cathedral of the Sea“ von Ildefonso Falcones, der später als Netflix-Serie verfilmt wurde.

Geschichte

998

Die erste Kirche, die Santa Maria dem Meer gewidmet war, wurde bereits 998 erwähnt.

1329

Der Bau der heutigen Basilika begann 1329 – angestoßen von dem Erzdiakon Bernat Llull und unterstützt von den örtlichen Gilden sowie den Menschen aus dem Stadtteil Ribera.

1379

Trotz eines Feuers 1379 und Schäden durch das Erdbeben in Katalonien von 1428 wurde der Bau bis 1383 fertiggestellt und 1384 geweiht.

Im Laufe der Jahrhunderte passte sich die Basilika an architektonische Veränderungen an, unter anderem durch die Hinzufügung einer Kapelle aus dem 19.

Jahrhundert und eines spätbarocken Altars im 18.

Jahrhundert.

1936

Der Spanische Bürgerkrieg verursachte 1936 erhebliche Schäden und zerstörte einen Großteil der Innenausstattung und Kunstwerke.

Die Restaurierungsarbeiten begannen bald danach und dauerten durch das 20.

Jahrhundert an – darunter der Ersatz von Glasfenstern und statische Reparaturen.

Ortsführer

1
Haupteingang und Türen14. Jahrhundert

Der Haupteingang ist den „bastaixos“ gewidmet: den Hafenarbeitern, die die Steine für den Bau der Basilika von dem Steinbruch in Montjuïc bis zur Baustelle ganz praktisch befördert haben. Die Türen zeigen Darstellungen dieser Arbeiter und stehen damit sinnbildlich für den gemeinschaftlichen Einsatz, der zur Entstehung der Kirche beigetragen hat.

2
Innenraum: Kirchenschiff und Säulen1329-1383
Berenguer de Montagut und Ramon Despuig

Das Innere der Basilika ist von Weite und Einheit geprägt: Es gibt kein Querschiff, das Kirchenschiff wirkt dadurch besonders offen. Träger sind schlanke, achteckige Säulen mit einem Abstand von etwa 43 Fuß – dem größten in irgendeiner gotischen Kirche in Europa. So entsteht der Eindruck von Leichtigkeit und Offenheit, verstärkt durch hohe Obergadenfenster, die reichlich Tageslicht in den Raum lassen.

3
Rosenfenster1459-1460

Das ursprüngliche Rosenfenster wurde im Erdbeben von 1428 zerstört und bis 1459 im Flamboyant-Gotikstil wiederaufgebaut. Die Bleiglasfenster wurden 1460 ergänzt und tragen so zur hellen, lichtdurchfluteten Wirkung im Kirchenraum bei.

4
Nordwest-Turm1496

Der 1496 fertiggestellte Nordwestturm ist einer der beiden Türme, die die Westfassade flankieren. Sein Pendant wurde erst 1902 vollendet und rundet so das symmetrische Erscheinungsbild der Basilika ab.

Kontakt

Telefon: 933 10 23 90