Cueva de Valporquero

Cueva de Valporquero

Castilla y León

85/10090 min

Die Cueva de Valporquero ist eine beeindruckende Naturhöhle in der Provinz León, Spanien, nahe dem Dorf Valporquero de Torío. Seit 1966 für die Öffentlichkeit geöffnet und von der Diputación de León betreut, bietet die Höhle eine 1300 Meter lange, zugängliche Tour durch sechs zunehmend komplexe und abwechslungsreiche geologische Kammern. Die Besucher starten ihre Reise im Raum „Small Wonders“ (Kleine Wunder) mit Formationen, die Besucher wie „The Twins“ (Die Zwillinge) und „The Tower of Pisa“ (Der Schiefe Turm von Pisa) genannt haben. Die „Great Rotunda“ ist die größte Kammer: Sie fällt durch ihre runde Form auf und liegt nahe an der Oberfläche. Außerdem gibt es die Kammer „Fairies“ (Feen), von der aus man ein Dolinenloch überblickt, das mit einem unterirdischen Fluss verbunden ist, sowie die „Stalactitic Cemetery“ (Höhlenfriedhof), geprägt von einer dichten Ansammlung schwarz wirkender Tropfsteine und Stalagmiten. Die „Great Way“ beeindruckt mit einer Höhe von 40 Metern und der zentralen Formation „Solitary Column“ (Einsame Säule). Die letzte Kammer „Wonders“ (Wunder) ist am reichsten an Formationen – darunter einzigartige Sinterbildungen (Speleotheme) und ein unterirdischer See. In der Höhle herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 7 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit, was eine unwirkliche Atmosphäre schafft – verstärkt durch elektrische Beleuchtung und angelegte Laufwege. Ihre natürliche Schönheit und geologische Bedeutung machen die Höhle zu einem faszinierenden Ziel für Naturfans und Abenteuerlustige gleichermaßen.

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Tipp: Besucher sollten sich warm anziehen, da in der Höhle bei konstanter Temperatur von etwa 7 °C und hoher Luftfeuchtigkeit stets kühle Verhältnisse herrschen. Die besten Besuchsmonate sind von März bis April sowie während der Karwoche, wenn die Höhle täglich geöffnet ist. Tickets für besondere Touren wie „Valporquero Insólito“ sollten wegen der begrenzten Verfügbarkeit im Voraus online gekauft werden. Geführte Touren starten alle 40 bis 50 Minuten; längere Routen sind zu festgelegten Zeiten verfügbar. Eine frühe Buchung wird empfohlen, um bevorzugte Tourzeiten zu sichern und Wartezeiten zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • Die größte Kammer der Höhle, die Great Rotunda, umfasst 5600 Quadratmeter und erreicht eine Höhe von 20 Metern.
  • Die Solitary Column in der Great Way-Kammer ist eine gewaltige Formation, die vom Boden bis zur Decke reicht und von hunderten Tropfsteinen umgeben ist.
  • 2016 wurde erstmals in der Geschichte der Höhle während der Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum ein Chorkonzert in der Höhle abgehalten.
  • Die Höhle hält das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 7 °C und eine Luftfeuchtigkeit nahe 99 %, wodurch ideale Bedingungen für die Erhaltung von Speleothemen entstehen.

Geschichte

1966

Die Höhle wurde 1966 für die Öffentlichkeit geöffnet und wird seither von der Diputación de León verwaltet.

In den Jahrzehnten ist sie zu einer berühmten Naturattraktion im Norden Spaniens geworden.

2016

2016 feierte die Höhle ihren 50.

Jahrestag mit besonderen Veranstaltungen, darunter Ausstellungen von Kunsthandwerkern, Fotoworkshops und ein historisches Chorkonzert in der Höhle.

1300

Die zugängliche Strecke umfasst 1300 Meter, während ein tieferer, 3150 Meter langer Abschnitt mit einem unterirdischen Fluss nur für erfahrene Speleologen zugänglich bleibt.

Die Anlage hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt – unter anderem mit Verbesserungen der Infrastruktur wie elektrischer Beleuchtung und angelegten Laufwegen, um das Besuchserlebnis zu verbessern und gleichzeitig ihre natürlichen Besonderheiten zu bewahren.

Ortsführer

1
Small Wonders Chamber

Die erste Kammer, die die Besucher betreten: Sie zeigt zahlreiche Gesteinsformationen in einzigartigen Formen, benannt von Besuchern, etwa „The Twins“ und „The Tower of Pisa“. Außerdem gibt es einen künstlich beleuchteten See und steile Treppenaufgänge rund um die Kammer.

2
Great Rotunda

Die größte für Besucher zugängliche Kammer mit runder Form, 5600 Quadratmetern Fläche und 20 Metern Höhe. Sie liegt nahe am Höhleneingang, daher gibt es weniger und weniger ausgeprägte geologische Formationen. Während der Regenzeiten durchzieht ein Flussbett die Kammer.

3
Fairies Chamber

Über einen parallel zum Fluss verlaufenden Weg erreicht man diese Kammer. Von hier aus blickt man auf ein Dolinenloch, in das der Fluss 15 Meter unter die Erde abtaucht – mit Verbindung zu den tieferliegenden, nicht zugänglichen Bereichen der Höhle. In Regenzeiten sind hier Wasserfälle zu sehen, die im Sommer jedoch verschwinden.

4
Stalactitic Cemetery

Der Name rührt von der dichten, ungeordneten Ansammlung von Tropf- und Sintersteinen mit dunklen Farbtönen her. Der Boden der Kammer ist mit Stalagmiten bedeckt, während die Decke voller schwarz wirkender Tropfsteine hängt – geformt durch Sedimentablagerungen und Einstürze.

5
Great Way

Eine schmale, aber sehr hohe Kammer (40 Meter hoch) mit nur wenigen, dafür massiven geologischen Formationen – darunter die zentrale „Solitary Column“, die vom Boden bis zur Decke aufragt.

6
Wonders Chamber

Die reichste Kammer in Bezug auf Menge und Vielfalt der Speleotheme – einschließlich seltener Formationen wie Eccentrics und Macaronis. Außerdem enthält sie einen kleinen unterirdischen See, den „Lake of Wonders“ (See der Wunder).

Kontakt

Telefon: 987 57 64 82