Königlicher Palast von La Granja de San Ildefonso

Königlicher Palast von La Granja de San Ildefonso

Castilla y León

85/100120 min

Der Königliche Palast von La Granja de San Ildefonso liegt in der Gemeinde San Ildefonso bei Segovia in Kastilien und León, Spanien. Er ist eine historische königliche Residenz, die von Patrimonio Nacional verwaltet wird und für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Der Palast wurde im frühen 18. Jahrhundert von König Philipp V. erbaut und ließ sich von der Pracht des Palácio de Versailles inspirieren. So spiegelt er den französischen Barock sowohl in seiner Architektur als auch in den weitläufigen Gärten wider. Der Palast steht an der Stelle eines alten Bauernhofs und einer Einsiedelei, die einst den Hieronymiten-Mönchen gehörte und der Stadt ihren Namen gab. Die Gärten wurden im klassischen französischen Stil von renommierten Landschaftsarchitekten und Bildhauern gestaltet und bieten beeindruckende Brunnen und Skulpturen. Diese waren ursprünglich dafür vorgesehen, in Bronze gegossen zu werden, wurden jedoch aufgrund von Budgetbeschränkungen letztlich in Blei gefertigt. Der Palast diente als Sommerresidenz der spanischen Monarchie und beherbergte eine bemerkenswerte Sammlung von Skulpturen der schwedischen Königin Christina, die später ins Prado Museum verlegt wurde. Heute geben Palast und Gärten Besuchern einen Einblick in Spaniens königliche Vergangenheit – mit architektonischer Eleganz, künstlerischem Erbe und wunderschön angelegten Außenanlagen.

Planen Sie Ihre Reise nach Spanien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besuchen Sie den Palast im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und um die Gärten in voller Blüte zu erleben. Kaufen Sie Tickets im Voraus online, um Warteschlangen zu vermeiden. Ermäßigungen gibt es für Senioren, Studierende und Gruppen. Geführte Touren vermitteln einen tieferen Einblick in die Geschichte des Palasts und seine Kunstsammlungen.

Interessante Fakten

  • Die Gärten des Palasts wurden im französischen klassischen Stil von Anhängern des berühmten Landschaftsarchitekten André Le Nôtre gestaltet, der auch Versailles prägte.
  • Die Skulpturen an den Brunnen waren ursprünglich in Bronze geplant, wurden aber aufgrund finanzieller Engpässe in Blei ausgeführt; das Gießen erfolgte in der nahegelegenen Gießerei im Palast von Valsaín.
  • Der Palast beherbergte eine Sammlung von Skulpturen der schwedischen Königin Christina, die von Philip V. erworben wurden und später ins Prado Museum überführt kamen.
  • Der Königliche Palast von La Granja diente ab dem 18. Jahrhundert als Sommerresidenz für spanische Könige.
  • Der Ort San Ildefonso verdankt seinen Namen einer alten Einsiedelei, die dem Heiligen Ildefonsus gewidmet war und einst Teil des ursprünglichen klösterlichen Gutshofes war.

Geschichte

Der Ort beherbergte ursprünglich ein Jagdschloss und eine Einsiedelei im Besitz der Hieronymiten-Mönche, die bis ins Mittelalter zurückreichen.

1718

1718 erwarb König Philipp V.

das Land und gab den Bau des neuen Palasts in Auftrag – inspiriert von Versailles.

1721

Die Arbeiten begannen 1721 unter dem Architekten Teodoro Ardemans.

Die Gärten wurden von französischen Landschaftsarchitekten und Bildhauern entworfen, darunter René Carlier und Étienne Boutelou, während die Ingenieursarbeiten von Étienne Marchand übernommen wurden.

Der Palast wurde zur Sommerresidenz der spanischen Königsfamilie und wurde durch Kunstsammlungen bereichert, insbesondere durch Skulpturen der schwedischen Königin Christina.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Palast weiter und wurde zu einem Symbol des bourbonischen Einflusses in Spanien; bis heute ist er ein bedeutendes kulturelles Wahrzeichen.

Ortsführer

1
Der Palastbau1721–1724
Teodoro Ardemans (Architekt)

Ein eleganter Barockpalast, der vom Palácio de Versailles inspiriert ist. Mit seinen filigranen architektonischen Details und den königlichen Wohnräumen spiegelt er den Geschmack der spanischen Bourbonen des frühen 18. Jahrhunderts wider.

2
Gärten im französischen Stil1720s
René Carlier, Étienne Boutelou

Weitläufige klassische Gärten im französischen Stil, entworfen von René Carlier und Étienne Boutelou. Im Mittelpunkt stehen symmetrische Anlagen, dekorative Brunnen und Skulpturen.

3
Brunnen und Skulpturen1720s
René Frémin, Jean Thierry, Hubert Dumandré, Pedro Pitué, Santiago Bousseau

Eine Sammlung künstlerischer Brunnen, geschmückt mit Skulpturen bedeutender Künstler wie René Frémin und Jean Thierry. Ursprünglich waren sie als Bronze gedacht, wurden aber in Blei ausgeführt.

Kontakt

Telefon: 921 47 00 19