Naturpark Sümpfe von Santoña

Naturpark Sümpfe von Santoña

Cantabria

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Der Naturpark Sümpfe von Santoña, Victoria und Joyel ist ein geschütztes, natürliches Feuchtgebiet in Kantabrien im Norden Spaniens. Er umfasst eine Bucht, die durch den Río Asón gebildet wird, sowie zwei bedeutende Sumpfgebiete, Victoria und Joyel. Auf einer Fläche von rund 6.678 Hektar in mehreren Gemeinden ist der Park das wichtigste Feuchtgebiet entlang der kantabrischen Küste. Er ist ein entscheidendes Refugium und eine wichtige Zwischenstation für die Migration von über 130 Arten aquatischer Vögel – darunter der auffällige Löffler (Schnabelspitze mit „Löffel“-Form), der den Park während seines Zuges von Holland nach Afrika als Ruhepunkt nutzt. Zu den Lebensräumen des Parks zählen Brackwasserbereiche, Sümpfe, Eichenhaine, Heide- und Buschlandschaften, Wiesen, Weiden, Strände und Dünen. Das fördert eine große Vielfalt an Tierarten wie Wildkatzen, Wildschweine und Rehwild. Auch für wirtschaftlich wichtige Fischarten wie Wolfsbarsch, Rotbarbe, Dorade, Seezunge, Aal und Atlantischen Lachs ist die Bucht von großer Bedeutung – ebenso für die traditionelle Gewinnung von Schalentiere. Historisch gab es hier Tidemühlen; von ihnen sind noch Reste als Kulturerbe erhalten. Der Park setzt zudem auf Umweltbildungsprojekte, darunter Initiativen mit der örtlichen Strafanstalt, die für innovative Gesundheits- und Umweltpraktiken bekannt ist. Diese Mischung aus ökologischer Vielfalt, kultureller Geschichte und Naturschutz macht den Park zu einem besonderen Ziel für Naturfreunde und Vogelbeobachter.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch sind die Zugzeiten im Frühling und im Herbst, wenn die Vogelaktivität am höchsten ist. Besucher sollten prüfen, ob lokale Organisationen geführte Touren oder Vogelbeobachtungs-Events anbieten. In der Hochsaison ist es empfehlenswert, Tickets oder Genehmigungen im Voraus zu kaufen. Für Gruppen, Studierende oder Seniorinnen und Senioren können Rabatte verfügbar sein. Für die aktuellsten Öffnungszeiten und Aktivitäten lohnt sich ein Blick ins Besucherzentrum des Parks.

Interessante Fakten

  • Der Park beherbergt über 130 Arten aquatischer Vögel, darunter im Zugzeitraum ein bedeutender Anteil der europäischen Population des Löfflers.
  • Er enthält Reste historischer Tidemühlen, die einst in der Gegend von Santoña etwa zwanzig umfassten.
  • Die örtliche Strafanstalt führt gemeinsam mit Inhaftierten ein Umweltbildungsprojekt durch, das 2005 einen europäischen Gesundheits-Award gewann.
  • Die Bucht ist Lebensraum für wirtschaftlich bedeutende Fischarten wie Wolfsbarsch, Rotbarbe und Atlantischen Lachs.
  • Der Park erstreckt sich über mehrere Gemeinden und zählt damit zu den größten unter Schutz stehenden Feuchtgebieten im Norden Spaniens.

Geschichte

1992

Ursprünglich wurde der Park 1992 nach Umweltbedenken unter Schutz gestellt, die von spanischen ornithologischen und Naturschutzgruppen wegen einer möglichen Verschlechterung der Lebensräume sowie drohender Gefahren durch Infrastrukturmaßnahmen geäußert wurden.

Das führte zu Rechtswegen auf europäischer Ebene, wodurch Spanien als erstes Land wegen Versäumnissen beim Umweltschutz vom Europäischen Gericht verurteilt wurde.

2006

Anschließend wurde das Gebiet 2006 nach kantabrischem Recht als Naturpark neu klassifiziert.

Über die Jahrzehnte hinweg haben Naturschutzmaßnahmen die Sümpfe als wichtigen Lebensraum für Zugvögel und Meeresarten bewahrt – und dabei zugleich traditionelle Tätigkeiten wie Angeln und die Nutzung von Tidemühlen erhalten.

Ortsführer

1
Mündung des Río Asón

Die durch den Río Asón gebildete Bucht ist der zentrale aquatische Lebensraum des Parks: Sie beherbergt vielfältige Fischarten und dient vielen Vögeln als Nahrungs- und Brutgebiet.

2
Sümpfe von Victoria und Joyel

Diese Sumpfgebiete bieten unverzichtbare Feuchtlebensräume für Zugvögel und Überwinterer unter den Wasservögeln. Weitläufige Schilfflächen und offene Wasserzonen locken eine Vielzahl an Vogelarten an.

3
Reste von TidemühlenHistorisch (vor dem 20. Jahrhundert)

Reste historischer Tidemühlen, die früher genutzt wurden, um die Tidalenergie für das Mahlen nutzbar zu machen. Sie spiegeln die traditionelle menschliche Nutzung der Sumpflandschaft in Santoña wider.

Kontakt

Telefon: 942 20 71 00