
Maspalomas Dunes
Canarias
Die Maspalomas Dunes liegen an der Südküste von Gran Canaria auf den Kanarischen Inseln und bilden ein ausgedehntes System aus natürlichen Sanddünen. Es erstreckt sich über ungefähr 404 Hektar. Dieses seit 1987 geschützte Naturschutzgebiet bietet ein einzigartiges halophiles Dünenlebensraumgebiet, das sonst auf der Insel nicht vorkommt. Die Dünen entstanden während der letzten Eiszeit, als der Meeresboden freigelegt wurde und der Wind den Sand ins Landesinnere verfrachtete. Das Schutzgebiet beherbergt verschiedene endemische und geschützte Arten, darunter die Rieseneidechse von Gran Canaria (Gallotia stehlini) sowie zahlreiche Vogelarten – sowohl Stand- als auch Zugvögel. Das Klima ist ganzjährig von warmen Temperaturen geprägt, bei spärlichem Regen, was eine sonnige Umgebung schafft, ideal für das Ökosystem der Dünen. Die nahegelegene Lagune von Maspalomas und die Palmenhaine tragen zur ökologischen Vielfalt bei und bieten Lebensräume für viele Insekten und Vögel. Diese natürliche Landschaft bietet Besuchern einen eindrucksvollen Kontrast zwischen dünenartigen, Wüsten ähnlichen Flächen und üppigen Feuchtgebieten – und ist daher ein Muss für Naturfreunde und Fotografen.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Maspalomas Dunes sind die kühleren Monate von Herbst bis Frühling, um der intensiven Sommerhitze zu entgehen. Besucher sollten Sonnenschutz tragen und bequemes Schuhwerk mitbringen, das für das Gehen auf Sand geeignet ist. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets oder geführte Touren im Voraus zu kaufen. Indem man das geschützte Gebiet respektiert und auf ausgewiesenen Wegen bleibt, hilft man dabei, das empfindliche Ökosystem zu bewahren. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren oder Studierende sind möglicherweise Ermäßigungen über offizielle Stellen erhältlich. Ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für das beste Licht zum Fotografieren und für ein ruhigeren Erlebnis.
Interessante Fakten
- •Die Maspalomas Dunes bedecken eine Fläche von etwa 404 Hektar (1.000 Acres).
- •Sie sind der einzige halophile Dünenlebensraum auf Gran Canaria und einzigartig auf den Kanarischen Inseln.
- •Die Rieseneidechse von Gran Canaria (Gallotia stehlini) ist im Bereich des nahegelegenen Palmenhains häufig anzutreffen.
- •Die Dünen gehörten zu den Finalisten im Wettbewerb „12 Tesoros de España“.
- •In der Region gibt es im Jahresdurchschnitt 259 sonnige Tage bei sehr geringem Jahresniederschlag von weniger als 100 mm.
Geschichte
Die Maspalomas Dunes entstanden während der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel sank und den Meeresboden freilegte, von dem aus der Wind den Sand ins Landesinnere trug.
Die Dünen bestehen seit Tausenden von Jahren und sind zu einem wichtigen natürlichen Lebensraum geworden, der nur für Gran Canaria typisch ist.
Aufgrund ihres ökologischen Werts wurden die Dünen 1987 offiziell als Naturschutzgebiet unter Schutz gestellt.
Seitdem zielen die Erhaltungsmaßnahmen darauf ab, die seltene Flora und Fauna zu bewahren, darunter endemische Insektenarten und die Rieseneidechse von Gran Canaria.
Über die Jahrzehnte sind die Dünen zudem zu einer beliebten Naturattraktion geworden – bei der ein Gleichgewicht zwischen Tourismus und Umweltschutz angestrebt wird.
Ortsführer
Die Sanddünen
Die weiten, sich wiegende Sanddünen sind der Mittelpunkt des Reservats. Sie entstanden durch vom Wind verwehten Sand vom alten Meeresboden. Besucher können die sich verändernden Dünen zu Fuß auf markierten Wegen erkunden und dabei eine Wüstenlandschaft erleben, die für die Insel einzigartig ist.
Lagune von Maspalomas (La Charca)
Eine kleine Süßwasserlagune direkt neben den Dünen: Sie ist ein wichtiger Lebensraum für viele Vogelarten, darunter sowohl Stand- als auch Zugvögel. Die Lagunenregion bietet hervorragende Möglichkeiten zum Vogelbeobachten.
Palmenhain
Nahe bei den Dünen liegt ein Palmenhain, der der Rieseneidechse von Gran Canaria und verschiedenen weiteren Tieren Schutz bietet. Der Hain ist ein wichtiges ökologisches Gebiet, das das Dünen-Ökosystem ergänzt.