
Charco de los Clicos (Grüne Lagune)
Canarias
Charco de los Clicos, auch bekannt als Charco Verde, ist eine einzigartige Küstenlagune im Bereich des Nationalparks Timanfaya auf der Insel Lanzarote, Kanarische Inseln, Spanien. Die markante grüne Farbe entsteht durch das Vorkommen der Algenart Ruppia maritima sowie durch den Schwefelgehalt in ihrem Wasser. Die Lagune liegt direkt neben einem Vulkankrater, dessen letzte Eruption bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Sie erstreckt sich etwa 100 Meter in der Länge, verläuft parallel zum Atlantischen Ozean und ist durch unterirdisches Durchsickern mit ihm verbunden. Die Umgebung ist von einem schwarzen Sand- und Kiesstrand geprägt, der reich an Olivinkristallen ist und zur vulkanischen Charakteristik der Gegend beiträgt. Besucher können von der nördlichen Seite der Lagune aus einen Aussichtspunkt erreichen, der über einen kurzen Spaziergang von einem nahegelegenen Parkplatz aus zugänglich ist. Der Strand selbst ist als Teil des Naturparks geschützt; der Zugang zur Lagune und zur Küstenlinie ist verboten, um das empfindliche Ökosystem zu bewahren. Charco de los Clicos diente außerdem als Drehort für mehrere bekannte Filme, darunter Pedro Almodóvars „Broken Embraces“ (2009) und das klassische „One Million Years B.C.“ (1966). Dieses Naturphänomen bietet einen faszinierenden Einblick in Lanzarotes vulkanisches Erbe und Küstenlandschaft – ein Muss für Naturliebhaber und Reisende, die die Kanarischen Inseln erkunden.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Charco de los Clicos ist tagsüber, wenn die grüne Farbe der Lagune am intensivsten ist. Besucher sollten den ausgewiesenen Parkplatz nutzen und den kurzen Fußweg zum Aussichtspunkt folgen, da der Zugang zum Strand und zur Lagune selbst strikt verboten ist, um die Umwelt zu schützen. Vor der Anreise ist es ratsam, die lokalen Bedingungen zu prüfen, denn starke Meeresströmungen nahe am Strand machen das Schwimmen unsicher. Eine Ticketbuchung ist nicht erforderlich, da es sich um einen natürlichen Ort handelt, doch wer früh kommt, kann Menschenmengen vermeiden. Spezifische Rabatte gibt es nicht – dennoch sollten Besucher die Regeln des Parks respektieren, damit alles erhalten bleibt.
Interessante Fakten
- •Die grüne Farbe der Lagune entsteht durch die Algenart Ruppia maritima, kombiniert mit Schwefel im Wasser.
- •Der angrenzende Vulkankrater ist zuletzt im 18. Jahrhundert ausgebrochen und trug so zur dramatischen Landschaft der Gegend bei.
- •Der Strand bei Charco de los Clicos enthält Olivinkristalle, ein Mineral, das häufig in Vulkangesteinen vorkommt.
- •Die Lagune wurde als Drehort für bedeutende Filme genutzt, darunter Pedro Almodóvars „Broken Embraces“ (2009) und „One Million Years B.C.“ (1966).
- •Der Zugang zur Lagune und zum Strand ist verboten, um das fragile Ökosystem im Naturpark zu schützen.
Geschichte
Charco de los Clicos gehört zur vulkanisch geprägten Landschaft, die durch Eruptionen im 18.
Jahrhundert entstand und das umliegende Gelände formte – einschließlich des angrenzenden Vulkankraters.
Im Laufe der Zeit entwickelte die Lagune ihre einzigartige grünliche Färbung durch Algenwachstum und Schwefeleinlagerungen.
Sie wurde als geschütztes Merkmal innerhalb des Nationalparks Timanfaya sowie des Naturparks der Vulkanlandschaft anerkannt, was die geologische und ökologische Bedeutung widerspiegelt.
Außerdem hat der Ort kulturelle Relevanz gewonnen, weil er in verschiedenen Filmen zu sehen ist und damit seine natürliche Schönheit mit dem künstlerischen Erbe verbindet.
Ortsführer
Aussichtspunkt
Dieser Aussichtspunkt liegt am nördlichen Ende von Charco de los Clicos und bietet panoramische Blicke auf die leuchtend grüne Lagune sowie auf die umliegende Vulkanlandschaft. Er ist über einen kurzen Spazierweg vom Parkplatz aus erreichbar und bietet hervorragende Fotomöglichkeiten.
Vulkankrater18. Jahrhundert
Am östlichen Rand der Lagune liegt ein Vulkankrater, der durch Eruptionen im 18. Jahrhundert entstanden ist. Dieses geologische Merkmal trägt zur spektakulären Kulisse bei und gibt Einblicke in die vulkanischen Ursprünge der Insel.
Strand aus schwarzem Sand und Kies
Der Strand erstreckt sich über etwa 320 Meter und besteht aus schwarzem vulkanischem Sand und Kies, der reich an Olivinkristallen ist. Aufgrund des geschützten Status ist er weitgehend unbesiedelt, zudem wirken starke Meeresströmungen.